Oberschwaben
„Uns verbindet das Motorrad-Virus"
In einem Punkt sind sich Kathrin Wohnhas und Willi Bänsch einig: „Uns verbindet das Motorrad-Virus.“ Unabhängig voneinander sind beide in die Szene gekommen. „Ich ging schon als kleiner Bub mit der Oma zu Rennen“, erzählt Willi Bänsch. Auch Kathrin hatte diese Leidenschaft. Nur, dass sie nicht mit der Oma, sondern mit Mutter Irene die Gladiatoren der Bahnsportszene bewunderte. Motorradfahren gehörte in der Patchwork-Familie von Beginn an dazu. „Kathrin ist auch als junges Mädchen schon mit Willi auf der Straßenmaschine mitgefahren und hatte nie Angst“, erinnert sich Mutter Irene.
Deshalb war auch klar, wen Willi Bänsch im Auge hatte, als er 2004 -- nach einem Training als Co-Pilot im Seitenwagen -- beschloss: Das mache ich weiter, aber selbst am Lenker und nicht nebendran.
Stieftochter Kathrin Wohnhas sollte ins Beiboot klettern. Die damals 16-Jährige zögerte nicht lange: „Die Harmonie, das Vertrauen waren da. Das hat gepasst.“ Bänsch/Wohnhas konnten in ihrer ersten Saison 2005 mithalten in der B-Lizenz-Seitenwagenklasse und qualifizierten sich auf Anhieb für das Deutsche Meisterschafts-Finale, bei dem sie Platz neun belegten. Der Aufstieg in die internationale Lizenz, große Titel, weite Wege, das Investieren in teureres, weil noch besseres Material gehörten aber auch danach nicht zwingend zu den Ambitionen der beiden bodenständigen Oberschwaben.
Der nationalen Seitenwagenklasse sind sie treu geblieben, haben stets zuverlässig und konstant gepunktet, das Überflieger-Dasein aber bewusst anderen überlassen. Unter anderem gewannen sie 2008 das Grasbahnrennen in Berghaupten. Einmal nur schnupperte Kathrin Wohnhas „internationale Rennluft“, als sie beim Grasbahnrennen 2008 in Memmingen in den Seitenwagen von Stefan Brandhofer, einem der besten deutschen „Dreirad-Piloten“ stieg und dessen damals verletzten Beifahrer Stefan Peters ersetzte: „Da geht es schon noch einmal anders zu. Das war schon heftig!“
Letzteres empfang auch Willi Bänsch, als er beim 1000-Meter-Langbahn-Klassiker in Herxheim im vergangenen Jahr einen Schlag aufs Knie bekam und eine Meniskus-Operation nötig wurde. „Soweit ist es wieder in Ordnung“, sagt Bänsch, „aber dennoch möchten wir künftig etwas kürzer treten.“ Das „eine oder andere“ Rennen wollen Bänsch/Wohnhas 2010 noch in Angriff nehmen. Sicher ist nur eins: Das Motorrad-Virus wird bleiben.
(Erschienen: 29.07.2010 14:45)
In einem Punkt sind sich Kathrin Wohnhas und Willi Bänsch einig: „Uns verbindet das Motorrad-Virus.“ Unabhängig voneinander sind beide in die Szene gekommen. „Ich ging schon als kleiner Bub mit der Oma zu Rennen“, erzählt Willi Bänsch. Auch Kathrin hatte diese Leidenschaft. Nur, dass sie nicht mit der Oma, sondern mit Mutter Irene die Gladiatoren der Bahnsportszene bewunderte. Motorradfahren gehörte in der Patchwork-Familie von Beginn an dazu. „Kathrin ist auch als junges Mädchen schon mit Willi auf der Straßenmaschine mitgefahren und hatte nie Angst“, erinnert sich Mutter Irene.
Deshalb war auch klar, wen Willi Bänsch im Auge hatte, als er 2004 -- nach einem Training als Co-Pilot im Seitenwagen -- beschloss: Das mache ich weiter, aber selbst am Lenker und nicht nebendran.
Stieftochter Kathrin Wohnhas sollte ins Beiboot klettern. Die damals 16-Jährige zögerte nicht lange: „Die Harmonie, das Vertrauen waren da. Das hat gepasst.“ Bänsch/Wohnhas konnten in ihrer ersten Saison 2005 mithalten in der B-Lizenz-Seitenwagenklasse und qualifizierten sich auf Anhieb für das Deutsche Meisterschafts-Finale, bei dem sie Platz neun belegten. Der Aufstieg in die internationale Lizenz, große Titel, weite Wege, das Investieren in teureres, weil noch besseres Material gehörten aber auch danach nicht zwingend zu den Ambitionen der beiden bodenständigen Oberschwaben.
Der nationalen Seitenwagenklasse sind sie treu geblieben, haben stets zuverlässig und konstant gepunktet, das Überflieger-Dasein aber bewusst anderen überlassen. Unter anderem gewannen sie 2008 das Grasbahnrennen in Berghaupten. Einmal nur schnupperte Kathrin Wohnhas „internationale Rennluft“, als sie beim Grasbahnrennen 2008 in Memmingen in den Seitenwagen von Stefan Brandhofer, einem der besten deutschen „Dreirad-Piloten“ stieg und dessen damals verletzten Beifahrer Stefan Peters ersetzte: „Da geht es schon noch einmal anders zu. Das war schon heftig!“
Letzteres empfang auch Willi Bänsch, als er beim 1000-Meter-Langbahn-Klassiker in Herxheim im vergangenen Jahr einen Schlag aufs Knie bekam und eine Meniskus-Operation nötig wurde. „Soweit ist es wieder in Ordnung“, sagt Bänsch, „aber dennoch möchten wir künftig etwas kürzer treten.“ Das „eine oder andere“ Rennen wollen Bänsch/Wohnhas 2010 noch in Angriff nehmen. Sicher ist nur eins: Das Motorrad-Virus wird bleiben.
(Erschienen: 29.07.2010 14:45)
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