Bodensee
Volleyball auf Russisch
In der 1,3-Millionen-Metropole, 800 Kilometer östlich von Moskau an der Wolga gelegen, ist die Neuzeit nicht nur im Volleyball fast auf einen Schlag hereingebrochen. Der Roh-stoffreichtum des Riesenlandes macht es möglich, Milliarden von Rubeln sind in die Republik Tatarstan geflossen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Stadt, die sich selbst gern als dritte Hauptstadt nach Moskau und St. Petersburg sowie als Sporthauptstadt Russlands sieht, wie im Zeitraffer entwickelt.
Überall wurden hochmoderne Glas- und Stahlbauten hochgezogen und glanzvolle Sportstätten errichtet, ganze Stadtviertel haben ein neues Gesicht bekommen. Die pulsierende und lebensfrohe Metropole mit ihrer ausnehmend jungen Bevölkerung (40 Prozent sind unter 30 Jahre alt) rüstet für die Universiade 2013 und die Fußball-WM 2018. Einer Studie zufolge rangiert Kasan in Bezug auf das Investitionsklima an erster Stelle aller russischen Städte.
Zwiti
Die Gründung des Volleyballteams im Mai 2000 muss man im Zug dieser Entwicklung sehen. Neben Fußball, Eishockey und Basketball sollte es eben auch Volleyball auf höchster Ebene sein, auch wenn die Popularität dieses Sports nicht im mindesten an Fußball und Eishockey heran-reicht, wie der junge, leidlich englisch-kundige Taxifahrer bei der Fahrt vom Regionalflughafen ins 25 Kilometer entfernte Zentrum berichtet.
Nach drei Aufstiegen in Folge spielte das Team unter dem Namen Dinamo schon 2003/2004 erstmals in der Superleague, der russischen Eliteklasse. Es folgte der erste internationale Auftritt im CEV-Cup, der erstmalige Gewinn des russischen Pokals – und bereits nach sieben Jahren war „Dinamo TatTrance Gaz“ Kasan die beste Mannschaft Russlands. Und Europas, wie sich bei der folgenden ersten Teilnahme an der Champions League zeigte – diese schloss Kasan 2008 beim Endturnier der vier Besten in Lodz mit einem Finalsieg gegen Copra Piacenza ab.
Inzwischen hat Zenit, wie das Team nun heißt, vier Meistertitel (2007, 2009-2011) und drei Pokalsiege (2004, 2007, 2009) angesammelt. Und wie es sich für die russische Sporthauptstadt geziemt, steht dem Team seit zwei Jahren eine von Sponsor Gazprom erstellte, hochmoderne 5000-Zuschauer-Arena namens „St. Peterburg“ zur Verfügung. Weiteren Zuwachs für den Trophäenschrank in diesem Volleyball-Tempel verhinderte allein die italienische Übermannschaft aus Trento, die seit 2009 die Champions League dominiert und Kasan zweimal im Finale besiegte. Das nächste Duell der beiden Klassemannschaften könnte alsbald folgen – Mitte März im polnischen Lodz, wo das Final-Four-Turnier heuer wieder stattfindet.
(Erschienen: 22.02.2012 20:20)
In der 1,3-Millionen-Metropole, 800 Kilometer östlich von Moskau an der Wolga gelegen, ist die Neuzeit nicht nur im Volleyball fast auf einen Schlag hereingebrochen. Der Roh-stoffreichtum des Riesenlandes macht es möglich, Milliarden von Rubeln sind in die Republik Tatarstan geflossen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Stadt, die sich selbst gern als dritte Hauptstadt nach Moskau und St. Petersburg sowie als Sporthauptstadt Russlands sieht, wie im Zeitraffer entwickelt.
Überall wurden hochmoderne Glas- und Stahlbauten hochgezogen und glanzvolle Sportstätten errichtet, ganze Stadtviertel haben ein neues Gesicht bekommen. Die pulsierende und lebensfrohe Metropole mit ihrer ausnehmend jungen Bevölkerung (40 Prozent sind unter 30 Jahre alt) rüstet für die Universiade 2013 und die Fußball-WM 2018. Einer Studie zufolge rangiert Kasan in Bezug auf das Investitionsklima an erster Stelle aller russischen Städte.
Zwiti
Die Gründung des Volleyballteams im Mai 2000 muss man im Zug dieser Entwicklung sehen. Neben Fußball, Eishockey und Basketball sollte es eben auch Volleyball auf höchster Ebene sein, auch wenn die Popularität dieses Sports nicht im mindesten an Fußball und Eishockey heran-reicht, wie der junge, leidlich englisch-kundige Taxifahrer bei der Fahrt vom Regionalflughafen ins 25 Kilometer entfernte Zentrum berichtet.
Nach drei Aufstiegen in Folge spielte das Team unter dem Namen Dinamo schon 2003/2004 erstmals in der Superleague, der russischen Eliteklasse. Es folgte der erste internationale Auftritt im CEV-Cup, der erstmalige Gewinn des russischen Pokals – und bereits nach sieben Jahren war „Dinamo TatTrance Gaz“ Kasan die beste Mannschaft Russlands. Und Europas, wie sich bei der folgenden ersten Teilnahme an der Champions League zeigte – diese schloss Kasan 2008 beim Endturnier der vier Besten in Lodz mit einem Finalsieg gegen Copra Piacenza ab.
Inzwischen hat Zenit, wie das Team nun heißt, vier Meistertitel (2007, 2009-2011) und drei Pokalsiege (2004, 2007, 2009) angesammelt. Und wie es sich für die russische Sporthauptstadt geziemt, steht dem Team seit zwei Jahren eine von Sponsor Gazprom erstellte, hochmoderne 5000-Zuschauer-Arena namens „St. Peterburg“ zur Verfügung. Weiteren Zuwachs für den Trophäenschrank in diesem Volleyball-Tempel verhinderte allein die italienische Übermannschaft aus Trento, die seit 2009 die Champions League dominiert und Kasan zweimal im Finale besiegte. Das nächste Duell der beiden Klassemannschaften könnte alsbald folgen – Mitte März im polnischen Lodz, wo das Final-Four-Turnier heuer wieder stattfindet.
(Erschienen: 22.02.2012 20:20)
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