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Seerose-Mountainbiker sind unterwegs auf Alpentour

Sind auf dem Pass di Costainas unterwegs: Jakob Finkenzeller, Lutz Geisler und Günther Schreiber von der RSV Seerose.
Sind auf dem Pass di Costainas unterwegs: Jakob Finkenzeller, Lutz Geisler und Günther Schreiber von der RSV Seerose. (Foto: pr)

Friedrichshafen / sz Der diesjährige Teil der MTB-Alpenüberquerung hat die Mountainbiker des RSV Seerose ins Engadin und ins Vintschgau geführt. Dabei wurden wurde unter anderem der höchste, mit dem Bike noch sinnvoll überquerbare Alpenpass in wadentiefem Schnee bezwungen.

Mit Jakob Finkenzeller, Lutz Geisler und Günther Schreiber stellten sich laut Pressemitteilung lediglich drei Senioren des RSV der Herausforderung. Nachdem im Vorjahr die Transalp in Oberstdorf mit Schrofenpass, Freiburger Hütte, Verwalltal und Heilbronner Hütte begonnen hatte, startete die Tour heuer in Ischgl.

Räder werden geschoben

Am ersten Tag wurde über die Heidelberger Hütte und den Fimberpass zunächst Sur-En im Inntal erreicht. Es folgte der erste Höhepunkt der Tour, die Uinaschlucht. Hier mussten die RSV-Fahrer– auch unter Sicherheitsgesichtspunkten – einen knapp zwei Meter breiten, in eine 800 Meter hohe Felswand gesprengten Weg hinaufschieben. Nach Überquerung des Schlinigpasses erreichte die Gruppe ihr Tagesziel, die Sesvennahütte.

Am zweiten Tag fuhren die drei Häfler Fahrer hinunter nach Mals und weiter über Prad nach Sulden. Hier erleichterte eine Seilbahn den steilen und 700 Meter hohen Anstieg zur Schaubachhütte – anschließend war Schieben zunächst durch loses Geröll und dann durch wadentiefen Schnee angesagt. Auch auf dem 3123 Meter hohen Madritschjoch zeugte Schnee vom frühen Wintereinbruch in diesem Jahr.

Am dritten Tag ging es nach Morter im Vintschgau. Die Abzweigung zum Kreuzjöchl hatte das RSV-Team in rasender Fahrt wohl „übersehen“. Über den ausgebauten Vintschgau- Radweg erreichte man Glurns, dann ging’s weiter Richtung Schweiz bis nach Sta. Maria/Fuldera.

Anfänglicher Schnürlregen, der sich bis zum Wolkenbruch steigerte, zwang die Häfler Biker, das Nachtlager schließlich in S-Charl in einem hervorragenden Bikerhotel zu beziehen.

Es gab kaum kein Durchkommen

Tiefhängende Wolken und nächtlicher Dauerregen bewegten die Biker am nächsten Morgen, den Rückweg nach Ischgl komplett per Bus ins Auge zu fassen. Doch hatte eine Mure die Straße nach S-Charl verschüttet, es gab kein Durchkommen für Busse und Autos, jedoch für die RSV-Biker. Und so ging es am letzten Tag mit hoher Geschwindigkeit hinunter nach Scuol, dann weiter über Martina und Landeck nach Ischgl. Mit 309 Kilometer und 7264 Höhenmetern war somit laut Pressebericht der zweite Teil der Transalp bewältigt. Und im kommenden Jahr geht’s für den Radsportverein Seerose vom Martelltal übers Rabbijoch bis zum Gardasee.

(Erschienen: 03.09.2010 17:15)

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