Bodensee
Magg segelt mit RC44-Team auf Rang fünf
„Der Kälte entflohen, doch auch in Lanzarote waren die Temperaturen unter dem Durchschnitt“, beschrieb Magg das Wetter auf der Kanaren-Insel. Bereits Anfang Februar hatte sich die Mannschaft in Puerto Calero eingefunden, um in der neuen Formation zu trainieren. Doch Wind mit mehr als 40 Knoten (Windstärke acht) machte dieses Vorhaben zunichte. Nur ein paar Stunden Training kamen später zusammen, ehe es mit einem Matchrace-Tag ernst wurde. „Drei Siege, drei Niederlagen – das war okay“, kommentierte Eberhard Magg den Auftakt. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr wird im RC44-Circuit 2012 die Round-Robin der Matchrace-Wettfahrten über alle Events im Jahr verteilt. Nur ein Matchrace-Tag pro Station ist jetzt noch vorgesehen, erst am Ende wird zusammengerechnet.
Am zweiten Tag ging es also in die Fleet-Races. Im ersten Rennen hätte der Start besser sein können, ein achter Platz war es im Ziel. In den beiden folgenden Wettfahrten war das AEZ-Team einmal als zweite, einmal als vierte Yacht an der Luvtonne. Doch dann stolperte man über Kleinigkeiten wie eine gebrochene Leine für den Bugspriet – und abends standen dann nur ernüchternde zehnte und elfte Plätze auf der Ergebnisliste. „Danach ging es extrem bergauf“, fasst Magg die beiden letzten Tage zusammen. Sogar zwei Tagessiege holte die Crew gegen etablierte Mannschaften heraus. Ein fünfter Platz im Gesamtergebnis sei „extrem super“, so Magg. Den Sieg holte sich das britische Team Aqua von Chris Bake mit Cameron Appleton (Neuseeland) vor dem französischen Aleph-Sailing-Team mit Mathieu Richard, einem in Langenargen gut bekannten Matchrace-Profi.
Keine freien Hände
Eberhard Magg ist schon im vergangenen Jahr mit dem AEZ-Team gesegelt. Sein Job an Bord ist „Pit-Man“: Er ist vor allem für alle Leinen zuständig, mit denen Segel gesetzt oder geborgen werden. „Im nächsten Leben komme ich als Tintenfisch auf die Welt, damit ich genug Arme habe“, deutet Magg an, dass man auf dieser Position wirklich keine Hand frei hat.
Markus Wieser ist nun in der neuen Saison zu diesem Team gestoßen. Schon in den Jahren davor segelten Wieser und Magg zusammen auf einer RC44, die damals vom Emirat Dubai finanziert wurde. Doch die Scheichs hatten plötzlich kein Interesse mehr und das Team platzte. „Für Markus ist es wichtig, dass er sich zuhause fühlt“, beschreibt Magg und lobt die Atmosphäre an Bord. Der Eigner René Mangold habe das Boot im Griff. „Das Potenzial ist da. Wir haben Momente, wo wir extrem schnell sind – und wir haben Momente, wo wir kämpfen“, so Magg weiter.
Vergangenes Jahr sei man oft an Wendebojen zu unentschlossen gewesen und habe wertvolle Plätze verschenkt. „Hoffen wir, dass das keine Eintagsfliege war“, blickt Magg nach vorne. Besonders freut sich das Team, dass die Liegeplätze am Steg nach der Rangliste vergeben werden. „Da wandern wir vom Stegende nach vorne“, freut er sich, dass die schwarze Yacht nun schon an fünfter Stelle liegt.
Die nächste RC44-Regatta ist Ende März in Cascais (bei Lissabon) an der portugiesischen Atlantikküste. „Das wird wieder windig, das lieben die Österreicher. Bei 30 Knoten oder mehr fühlen wir uns zuhause“, freut sich der Schnetzenhausener auf die nächste Regatta – ehe er sich um das Matchrace Germany 2012 kümmern muss, bei dem Eberhard Magg der Organisator ist und die anderen segeln lässt.
(Erschienen: 21.02.2012 19:30)
„Der Kälte entflohen, doch auch in Lanzarote waren die Temperaturen unter dem Durchschnitt“, beschrieb Magg das Wetter auf der Kanaren-Insel. Bereits Anfang Februar hatte sich die Mannschaft in Puerto Calero eingefunden, um in der neuen Formation zu trainieren. Doch Wind mit mehr als 40 Knoten (Windstärke acht) machte dieses Vorhaben zunichte. Nur ein paar Stunden Training kamen später zusammen, ehe es mit einem Matchrace-Tag ernst wurde. „Drei Siege, drei Niederlagen – das war okay“, kommentierte Eberhard Magg den Auftakt. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr wird im RC44-Circuit 2012 die Round-Robin der Matchrace-Wettfahrten über alle Events im Jahr verteilt. Nur ein Matchrace-Tag pro Station ist jetzt noch vorgesehen, erst am Ende wird zusammengerechnet.
Am zweiten Tag ging es also in die Fleet-Races. Im ersten Rennen hätte der Start besser sein können, ein achter Platz war es im Ziel. In den beiden folgenden Wettfahrten war das AEZ-Team einmal als zweite, einmal als vierte Yacht an der Luvtonne. Doch dann stolperte man über Kleinigkeiten wie eine gebrochene Leine für den Bugspriet – und abends standen dann nur ernüchternde zehnte und elfte Plätze auf der Ergebnisliste. „Danach ging es extrem bergauf“, fasst Magg die beiden letzten Tage zusammen. Sogar zwei Tagessiege holte die Crew gegen etablierte Mannschaften heraus. Ein fünfter Platz im Gesamtergebnis sei „extrem super“, so Magg. Den Sieg holte sich das britische Team Aqua von Chris Bake mit Cameron Appleton (Neuseeland) vor dem französischen Aleph-Sailing-Team mit Mathieu Richard, einem in Langenargen gut bekannten Matchrace-Profi.
Keine freien Hände
Eberhard Magg ist schon im vergangenen Jahr mit dem AEZ-Team gesegelt. Sein Job an Bord ist „Pit-Man“: Er ist vor allem für alle Leinen zuständig, mit denen Segel gesetzt oder geborgen werden. „Im nächsten Leben komme ich als Tintenfisch auf die Welt, damit ich genug Arme habe“, deutet Magg an, dass man auf dieser Position wirklich keine Hand frei hat.
Markus Wieser ist nun in der neuen Saison zu diesem Team gestoßen. Schon in den Jahren davor segelten Wieser und Magg zusammen auf einer RC44, die damals vom Emirat Dubai finanziert wurde. Doch die Scheichs hatten plötzlich kein Interesse mehr und das Team platzte. „Für Markus ist es wichtig, dass er sich zuhause fühlt“, beschreibt Magg und lobt die Atmosphäre an Bord. Der Eigner René Mangold habe das Boot im Griff. „Das Potenzial ist da. Wir haben Momente, wo wir extrem schnell sind – und wir haben Momente, wo wir kämpfen“, so Magg weiter.
Vergangenes Jahr sei man oft an Wendebojen zu unentschlossen gewesen und habe wertvolle Plätze verschenkt. „Hoffen wir, dass das keine Eintagsfliege war“, blickt Magg nach vorne. Besonders freut sich das Team, dass die Liegeplätze am Steg nach der Rangliste vergeben werden. „Da wandern wir vom Stegende nach vorne“, freut er sich, dass die schwarze Yacht nun schon an fünfter Stelle liegt.
Die nächste RC44-Regatta ist Ende März in Cascais (bei Lissabon) an der portugiesischen Atlantikküste. „Das wird wieder windig, das lieben die Österreicher. Bei 30 Knoten oder mehr fühlen wir uns zuhause“, freut sich der Schnetzenhausener auf die nächste Regatta – ehe er sich um das Matchrace Germany 2012 kümmern muss, bei dem Eberhard Magg der Organisator ist und die anderen segeln lässt.
(Erschienen: 21.02.2012 19:30)
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