Bodensee
Auch als Amateur macht’s Radeln Spaß
Drei Jahre hatte Stefan Löffler voll und ganz auf die Karte Radsport gesetzt. Angebote für ein viertes lagen zwar auf dem Tisch, aber eben nur aus der dritten „Liga“. Die erste, die ProTour, war für den Sprintspezialist aus Langenargen längst in weite Ferne gerückt - weshalb er Ende 2008 beschloss, neue Prioritäten zu setzen. Zum Studieren (Sportpublizistik) ging’s nach Tübingen, sportlich fand Löffler im Allgäu eine neue Heimat. Beim RSC Logwin Kempten traf er auf ehemalige Konkurrenten wie Jürgen Kotulla oder Martin Kiechle, die mit ihren Helferdiensten maßgeblichen Anteil daran hatten, dass er im Verlauf der Saison insgesamt viermal als Erster über den Zielstrich fuhr. Unter anderem sicherte er sich den Gesamtsieg des „Stevens-Lämmle-Cup“, einer Rennserie im Allgäu. War die Tagesform der Teamkollegen besser, war Löffler selbst als Helfer gefragt – zum Beispiel beim letzten Rennen der Saison, dem Kriterium „Rund um d’Kirch“ in Meckenbeuren, wo Martin Kiechle den Sieg nur knapp verpasste.
Dass der Radsport für Stefan Löffler noch immer einen hohen Stellenwert hat, verrät allein schon der Blick auf seine Homepage: neues Design, neues Logo, viele aktuelle Bilder, regelmäßige Einträge ins „Twitter“-Tagebuch. Der Internetauftritt des Amateurs kommt paradoxerweise wesentlich professioneller daher als der des Profis. Der 27-Jährige gibt durchaus zu, dass es im Lauf des Jahres Momente gab, in denen er sich gewünscht hat, noch immer ein Radprofi zu sein. „Mit dem Hobby Geld verdienen und durch die Welt reisen, das war schon toll“, sagt er. Die Entscheidung fürs Studium sei - mit Blick in die Zukunft - trotzdem die richtige gewesen. Außerdem: Aufs Reisen musste Löffler auch als Amateur nicht ganz verzichten. Im April ging’s für einige Bahnrennen nach Trinidad und Tobago, Anfang Oktober nach Kolumbien.
Auf die Frage, ob er ein kleines bisschen neidisch sei, dass es einem anderen Radrennfahrer aus der Region – Dominik Nerz aus Wangen - in diesem Jahr gelungen ist, mit gerade mal 20 Jahren einen Vertrag beim ProTour-Team Milram zu ergattern, antwortet Löffler mit einem entschiedenen „Nein“. Im Gegenteil: „Ich freue mich für Dominik, denn er hat es verdient. Er ist ein komplett anderer Fahrertyp und hat schon in seinem ersten U23-Jahr auch ganz andere Ergebnisse abgeliefert als ich.“
Löfflers Fazit nach dem ersten Jahr im Amateurlager klingt so: „Man muss auch mal zufrieden sein.“ Im nächsten Jahr, in dem er voraussichtlich erneut das Trikot des RSC Logwin Kempten tragen wird, soll’s möglichst noch besser laufen. „Das ist ausbaufähig“, sagt er.
(Erschienen: 06.11.2009 19:10)
Drei Jahre hatte Stefan Löffler voll und ganz auf die Karte Radsport gesetzt. Angebote für ein viertes lagen zwar auf dem Tisch, aber eben nur aus der dritten „Liga“. Die erste, die ProTour, war für den Sprintspezialist aus Langenargen längst in weite Ferne gerückt - weshalb er Ende 2008 beschloss, neue Prioritäten zu setzen. Zum Studieren (Sportpublizistik) ging’s nach Tübingen, sportlich fand Löffler im Allgäu eine neue Heimat. Beim RSC Logwin Kempten traf er auf ehemalige Konkurrenten wie Jürgen Kotulla oder Martin Kiechle, die mit ihren Helferdiensten maßgeblichen Anteil daran hatten, dass er im Verlauf der Saison insgesamt viermal als Erster über den Zielstrich fuhr. Unter anderem sicherte er sich den Gesamtsieg des „Stevens-Lämmle-Cup“, einer Rennserie im Allgäu. War die Tagesform der Teamkollegen besser, war Löffler selbst als Helfer gefragt – zum Beispiel beim letzten Rennen der Saison, dem Kriterium „Rund um d’Kirch“ in Meckenbeuren, wo Martin Kiechle den Sieg nur knapp verpasste.
Dass der Radsport für Stefan Löffler noch immer einen hohen Stellenwert hat, verrät allein schon der Blick auf seine Homepage: neues Design, neues Logo, viele aktuelle Bilder, regelmäßige Einträge ins „Twitter“-Tagebuch. Der Internetauftritt des Amateurs kommt paradoxerweise wesentlich professioneller daher als der des Profis. Der 27-Jährige gibt durchaus zu, dass es im Lauf des Jahres Momente gab, in denen er sich gewünscht hat, noch immer ein Radprofi zu sein. „Mit dem Hobby Geld verdienen und durch die Welt reisen, das war schon toll“, sagt er. Die Entscheidung fürs Studium sei - mit Blick in die Zukunft - trotzdem die richtige gewesen. Außerdem: Aufs Reisen musste Löffler auch als Amateur nicht ganz verzichten. Im April ging’s für einige Bahnrennen nach Trinidad und Tobago, Anfang Oktober nach Kolumbien.
Auf die Frage, ob er ein kleines bisschen neidisch sei, dass es einem anderen Radrennfahrer aus der Region – Dominik Nerz aus Wangen - in diesem Jahr gelungen ist, mit gerade mal 20 Jahren einen Vertrag beim ProTour-Team Milram zu ergattern, antwortet Löffler mit einem entschiedenen „Nein“. Im Gegenteil: „Ich freue mich für Dominik, denn er hat es verdient. Er ist ein komplett anderer Fahrertyp und hat schon in seinem ersten U23-Jahr auch ganz andere Ergebnisse abgeliefert als ich.“
Löfflers Fazit nach dem ersten Jahr im Amateurlager klingt so: „Man muss auch mal zufrieden sein.“ Im nächsten Jahr, in dem er voraussichtlich erneut das Trikot des RSC Logwin Kempten tragen wird, soll’s möglichst noch besser laufen. „Das ist ausbaufähig“, sagt er.
(Erschienen: 06.11.2009 19:10)
Schwaben11.de

Towerstars

radinsider





















































