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„Wir stehen zurecht auf Platz vier“

„Wir stehen zurecht auf Platz vier“
„Wir stehen zurecht auf Platz vier“

Ehingen / sz - Schon vor dem letzten Spiel gegen Braunschweig (Samstag, 19.30 Uhr) steht fest: Die Ehinger Basketballer schließen die Pro-B-Saison auf dem vierten Platz ab. SZ-Redakteur hat mit Steeples-Coach Ralph Junge über die Tops und Flops der Runde gesprochen und mit ihm einen Blick in die Zukunft geworfen.

Gratulation zu Rang vier, der besten Platzierung, seit Ehingen in der Zweiten Liga spielt. Ihr Saisonfazit fällt entsprechend positiv aus, oder?

Ralph Junge: Platz vier ist sensationell, damit hat niemand vor der Saison gerechnet. Vor allem deshalb, weil zum Start der Altersdurchschnitt der Truppe bei rund 19 Jahren lag und Cornelius Adler der einzige war, der schon Zweitliga-Erfahrung hatte.

Platz vier ist klasse, Platz zwei wäre aber möglich gewesen. Trauern Sie den verpassten Chancen nach?

Natürlich hätten wir gern mehr erreicht. Wenn man an Platz zwei schnuppert, dann will man ihn schließlich auch haben. Aber man muss ja realistisch bleiben. Und: Bis auf Rhöndorf waren wir mit allen Topteams auf Augenhöhe und stehen auch zurecht auf Rang vier. Das ist ein riesiger Erfolg.

Was waren für Sie die Tops und Flops der Saison?

Die Heimniederlage gegen Stahnsdorf war sehr ärgerlich, da waren wir wirklich schlecht. Auf der anderen Seite haben wir zuhause gegen Herten, Würzburg und Nürnberg klasse Spiele abgeliefert. Im entscheidenden Spiel in Herten haben wir dann eigentlich alles richtig gemacht, am Ende aber halt unglücklich verloren. Leider hatten wir ein paar Partien auf dem Weg dorthin unnötig abgegeben. Aber mann muss auch sehen: Wir haben die Mehrzahl der engen Spiele gewonnen. Das spricht für die Mannschaft.

Stichwort „Mannschaft“: Wie sieht der Kader 2010/11 denn aus?

Sicher für Ehingen spielen werden nächste Saison Mario Blessing, Malik Müller, Kevin Bright, Julius Wolf sowie Kristian Kuhn und Marian Schick. Bei Cornelius Adler und Ruben Spoden ist die Zukunft noch offen, das hängt vom Studium und von deren Angeboten ab. Bei Felix Engel und Tobias Korndoerfer geht die Tendenz in die USA, Justin Raffington wird sicher ins College nach San Francisco gehen. Mike Baumer geht wohl zurück nach Karlsruhe. Was Gianluca Raebel und die beiden Amerikaner Stephen Sir und Josh Wilson machen, weiß ich nicht.

Wie sieht es beim Betreuerstab aus?

Da bleibt alles beim Alten. Athletiktrainer Michael Spöcker war in dieser Saison ein absoluter Gewinn, auch die Zusammenarbeit mit den Physios Christopher Kiem und Melanie Seiffert hat toll geklappt. Mein Co-Trainer wird kommende Saison auch wieder Felix Czerny heißen. Alle habe dazu beigetragen, dass wir eine gute Runde gespielt und deshalb auch bei den Zuschauerzahlen einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Die Zuschauerkapazität ist ja ein Kriterium für die Pro A. Haben die Steeples überhaupt Pro-A-Niveau?

Ich bin überzeugt: Ein Spieler mehr zur jetzigen Mannschaft, und wir hätten uns in der Pro A gehalten. Natürlich nur unter der Voraussetzung, die Zweite Liga hätte uns in die Pro A reingelassen. So haben wir jetzt ein weiteres Jahr Zeit, an den Lizenzauflagen zu arbeiten.

So wird es mindestens eine weitere Saison in der Pro B, die mal wieder umstruktiert wurde: die Vorrunde in Nord- und Südgruppe, und dann geht's weiter mit Play-offs. Was halten Sie davon?

Ich war damals dagegen, die Pro B ist gut, so wie sie ist. Denn ich habe kein Problem damit, eine Stunde länger zu den Auswärtsspielen zu fahren. Man hat jetzt künftig in der Vorrunde mehr Derbys, das Niveau wird auch mit den starken Regionalligisten ordentlich sein und die Play-offs sind gewiss spannend. Aber du läufst halt Gefahr, durch Verletzungen die gesamte Saison kaputtzumachen. Es wird deshalb darauf ankommen, sich eine gute Ausgangslage zu schaffen, um im Überkreuzmodus möglichst weit zu kommen. Nach jetzigem Stand steigen die beiden Finalisten auf.

Da wollen Sie sicherlich dabei sein...

Unser Ziel ist es, wieder möglichst vorne mitzuspielen. Das hängt aber vom Kader ab. Nürnberg wird nächste Saison sicherlich Vollgas geben, Herten oder Würzburg auch. Und dann gibt es bestimmt wieder Regionalligisten, die viel Geld zur Verfügung haben.

(Erschienen: 22.04.2010 22:35)

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