Biberach/Ulm
„Eine volle Halle motiviert uns viel mehr“
Herr Junge, nach gut vier Wochen spielen die Steeples endlich wieder auf heimischen Parkett und dann gleich im Derby gegen Kirchheim/Teck. Wie ist die Stimmung vor so einem Spiel beim Trainer und auch bei der Mannschaft?
Es ist super Stimmung im Team und bei mir. Wir hatten gehofft, dass wir von den drei vergangenen Auswärtsspielen wenigstens eins gewinnen können. Das ist uns gegen Bundesliga-Absteiger Düsseldorf gelungen. Wir haben jetzt nur noch einen Sieg Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz, was sensationell ist.
Ist die Mannschaft nicht ein bisschen nervös vor dem Derby? Die Halle wird sicherlich proppenvoll sein...
Ach, nein. Das sehen wir dann doch eher positiv. Eine volle Halle motiviert uns noch viel mehr. Dafür trainieren wir doch, damit wir in einer vollen Halle mit phantastischem Publikum ein tolles Spiel abliefern können. Ich würde es eher als eine positive Aufgeregtheit bezeichnen. Wir freuen uns alle auf Sonntag.
Sie kommen mit ihrer Mannschaft nach dem Sieg gegen die Düsseldorfer Giants mit ordentlich Rückenwind vom Rhein zurück. Das macht die Niederlagen davor fast vergessen. Auf was können sich die Fans am Sonntagabend freuen?
Wenn man auf die Tabelle blickt, ist Kirchheim das zweitbeste Team der Liga. Sie haben die erfahrenste Mannschaft der Liga, wir die jüngste. Hauptfokus wird sein, wie wir das das enorme Offensivtalent der Kirchheimer stoppen können. Aber wir haben in den letzten Monaten ja schon oft genug bewiesen, dass wir zuhause immer für eine Überraschung gut sind.
Von daher wird es sicherlich schwer. Guard Cedric Brooks erzielt durchschnittlich 17 Punkte pro Spiel. Aber er ist nicht der Einzige, der so eine geballte Offensivkraft hat. Wie will die Mannschaft Kirchheim in den Griff bekommen?
Das ist ja gerade das, was Kirchheim auszeichnet. Da ist nicht nur ein Guard wie Cedric Brooks, der tolle Spiele abliefert. Fünf bis sechs Spieler sind in der Lage 20 Punkte zu machen. Aber wenn wir unseren bisher eingeschlagenen Weg am Sonntag konsequent weitergehen, sollte auch Kirchheim Probleme mit unserer Verteidigung bekommen.
Wird Kevin Bright wieder so ein sensationelles Spiel wie gegen Düsseldorf abliefern und 19 Punkte werfen?
Kevin Bright ist einer der jüngsten Spieler der Liga, da kann ich nicht jede Woche von ihm erwarten, dass er am oberen Limit spielt. Da kommt es wie auch bei all unseren Leistungsträgern vor, dass er nach so einem tollen Lauf im nächsten Spiel weniger zur Geltung kommt. Das ist bei so einem jungen Spieler aber auch völlig okay. Aber Kevin ist ja nicht nur für die Offensive wichtig. Er ist zudem ein außergewöhnlich starker Verteidiger. Er gehört zu den absoluten Leistungsträgern der Mannschaft und er ist auf einem guten Weg seine Leistung konstant abzurufen. Er geht im Sommer zum Studium in die USA. Ist so ein Abgang nicht schwer zu verkraften?
Natürlich ist das ein Verlust. Als Spieler und vor allem als Mensch. Aber man muss es fair sehen. Er war jetzt sechs Jahre in Urspring und hat nun ein Stipendium für die Vanderbilt University in Nashville, einem der Top-Colleges für Basketball erhalten. Das ist natürlich auch eine Auszeichnung für unser Programm. Er will sich jetzt am College mit den zukünftig besten Spielern der Welt messen. Von daher überwiegt ganz klar die Freude.
(Erschienen: 11.02.2012 10:45)
Herr Junge, nach gut vier Wochen spielen die Steeples endlich wieder auf heimischen Parkett und dann gleich im Derby gegen Kirchheim/Teck. Wie ist die Stimmung vor so einem Spiel beim Trainer und auch bei der Mannschaft?
Es ist super Stimmung im Team und bei mir. Wir hatten gehofft, dass wir von den drei vergangenen Auswärtsspielen wenigstens eins gewinnen können. Das ist uns gegen Bundesliga-Absteiger Düsseldorf gelungen. Wir haben jetzt nur noch einen Sieg Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz, was sensationell ist.
Ist die Mannschaft nicht ein bisschen nervös vor dem Derby? Die Halle wird sicherlich proppenvoll sein...
Ach, nein. Das sehen wir dann doch eher positiv. Eine volle Halle motiviert uns noch viel mehr. Dafür trainieren wir doch, damit wir in einer vollen Halle mit phantastischem Publikum ein tolles Spiel abliefern können. Ich würde es eher als eine positive Aufgeregtheit bezeichnen. Wir freuen uns alle auf Sonntag.
Sie kommen mit ihrer Mannschaft nach dem Sieg gegen die Düsseldorfer Giants mit ordentlich Rückenwind vom Rhein zurück. Das macht die Niederlagen davor fast vergessen. Auf was können sich die Fans am Sonntagabend freuen?
Wenn man auf die Tabelle blickt, ist Kirchheim das zweitbeste Team der Liga. Sie haben die erfahrenste Mannschaft der Liga, wir die jüngste. Hauptfokus wird sein, wie wir das das enorme Offensivtalent der Kirchheimer stoppen können. Aber wir haben in den letzten Monaten ja schon oft genug bewiesen, dass wir zuhause immer für eine Überraschung gut sind.
Von daher wird es sicherlich schwer. Guard Cedric Brooks erzielt durchschnittlich 17 Punkte pro Spiel. Aber er ist nicht der Einzige, der so eine geballte Offensivkraft hat. Wie will die Mannschaft Kirchheim in den Griff bekommen?
Das ist ja gerade das, was Kirchheim auszeichnet. Da ist nicht nur ein Guard wie Cedric Brooks, der tolle Spiele abliefert. Fünf bis sechs Spieler sind in der Lage 20 Punkte zu machen. Aber wenn wir unseren bisher eingeschlagenen Weg am Sonntag konsequent weitergehen, sollte auch Kirchheim Probleme mit unserer Verteidigung bekommen.
Wird Kevin Bright wieder so ein sensationelles Spiel wie gegen Düsseldorf abliefern und 19 Punkte werfen?
Kevin Bright ist einer der jüngsten Spieler der Liga, da kann ich nicht jede Woche von ihm erwarten, dass er am oberen Limit spielt. Da kommt es wie auch bei all unseren Leistungsträgern vor, dass er nach so einem tollen Lauf im nächsten Spiel weniger zur Geltung kommt. Das ist bei so einem jungen Spieler aber auch völlig okay. Aber Kevin ist ja nicht nur für die Offensive wichtig. Er ist zudem ein außergewöhnlich starker Verteidiger. Er gehört zu den absoluten Leistungsträgern der Mannschaft und er ist auf einem guten Weg seine Leistung konstant abzurufen. Er geht im Sommer zum Studium in die USA. Ist so ein Abgang nicht schwer zu verkraften?
Natürlich ist das ein Verlust. Als Spieler und vor allem als Mensch. Aber man muss es fair sehen. Er war jetzt sechs Jahre in Urspring und hat nun ein Stipendium für die Vanderbilt University in Nashville, einem der Top-Colleges für Basketball erhalten. Das ist natürlich auch eine Auszeichnung für unser Programm. Er will sich jetzt am College mit den zukünftig besten Spielern der Welt messen. Von daher überwiegt ganz klar die Freude.
(Erschienen: 11.02.2012 10:45)
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