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Biberacher Schützenfest

Zum Auftakt strahlt Biberach in blau und gelb

Zum Auftakt strahlt Biberach in blau und gelb
Zum Auftakt strahlt Biberach in blau und gelb

(Biberach/sz) Mit den drei Höhepunkten Antrommeln, Jahrgängerzug und Heimatstunde sind die Biberacher ins Schützenfest 2010 gestartet. Auch wenn am Samstagabend kein wirkliches Festwetter herrschte, strömten die Besucher in Scharen zu drei Großveranstaltungen des ersten Schützenwochenendes.

Von unserem Redakteur   Gerd Mägerle

Punkt 13 Uhr am Samstagnachmittag marschierte die seit 30 Jahren bestehende Fahnenschwinger-Gruppe auf den von Menschen umsäumten Marktplatz. Exakt abgestimmt auf die Schläge der Trommler wirbelten die blau-weißen Fahnen durch die Luft und eröffneten damit die Abnahme der Spielmannszüge und Trommlerkorps.

Nachdem die Fahnenabordnungen der Biberacher Schulen ihre Plätze auf den Tribünen eingenommen hatte, hallte unter dem Beifall der Zuschauer auch schon der Marsch der Kleinen Schützentrommler über den Platz. Es folgte die Kleine Schützenmusik sowie der Spielmannszug des Pestalozzi-Gymnasiums, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Nach den Spitaltrommlern der Mali-Schule, nahmen die Vaganten des Bischof-Sproll-Bildungszentrums, die WG-Trommler, der Fanfarenzug der Matthias-Erzberger-Schule, die Schwedenmusik sowie die Bürgerwehr samt ihrem Spielmannszug ihre Plätze auf dem Marktplatz ein.

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Ob das „Herrgöttle von Biberach“ den Dank für das gute Festwetter vom Vorsitzenden der Schützendirektion Klaus Bott möglicherweise überhört hat und deshalb am Abend die Schleusen öffnete, bleibt wohl für immer ein Geheimnis. Zuvor gab es auf dem Marktplatz bei trockenem Wetter aber noch die obligatorische „La Ola“, initiiert von den „Kleine Fegern“, die diesmal blaue und gelbe Pappschilder ans Publikum verteilt hatten und so auf den Tribünen für ein herrlich buntes Bild in den Biberacher Stadtfarben sorgten. „Ich bin gespannt, mit was ihr uns nächstes Jahr überrascht“, meinte Bott zu den „Kleinen Fegern“.

Auf den Schützenmarsch der Kleinen Schützenmusik folgte, dirigiert vom Tambourmajor der WG-Trommler, Georg Ulrich, der Parademarsch. „Rund um mich her ist alles Freude“ klang es anschließend inbrünstig aus Tausenden Kehlen – das Schützenfest hatte begonnen. Die Musikgruppen zogen danach über den Festplatz auf dem Gigelberg und spielten ein gemeinsames Ständchen bei der Firma Gerster als Dank für den Schützenbatzen.

Tapfere Jahrgänger

Besonders tapfer zeigten sich am Samstagabend die Jahrgänger und viele Besucher, die sich vom bisweilen strömenden Regen nicht abschrecken ließen.

Ein beeindruckendes Erlebnis war am Sonntag in der Stadthalle die von Edeltraud Garlin inszenierte Heimatstunde „Auf Leut‘, steiget ei!“ Sie schlug, mal nachdenklich, mal humorvoll, den Bogen von der Idylle des Malers Johann Baptist Pflug ins beginnende Technikzeitalter, symbolisiert durch den Bau der Südbahn Mitte des 19. Jahrhunderts.

(Erschienen: 18.07.2010 14:45)


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