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Krauchenwies
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Zeltlager muss evakuiert werden

Am Donnerstagabend blitzt und donnert es über Bittelschieß – 90 Minuten in Waldhornhalle

Da war das Wasser noch eine willkommene Abwechslung: Später zog das Gewitter über Bittelschieß hinweg.
Da war das Wasser noch eine willkommene Abwechslung: Später zog das Gewitter über Bittelschieß hinweg.
Mandy Streich

Krauchenwies sz Das Gewitter am späten Donnerstagabend hat das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr bei Bittelschieß nicht verschont. Im Gegenteil: Gegen 21.30 Uhr blitzte, stürmte und regnete es so stark, dass die 420 Kinder und Betreuer in die Waldhornhalle nach Krauchenwies verlegt werden mussten. 20 Kleinbusse mit Blaulicht sorgten für ein „Blaulichtmeer“, sagt Herbert Klawitter von der Krauchenwieser Wehr auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Nach 90 Minuten konnten die Teilnehmer am Zeltlager wieder zurück in ihre Zelte – die innen weitgehend trocken geblieben waren. Verletzt wurde durch das Gewitter niemand.

Als sich der Himmel gegen 20.30 Uhr verdunkelte, entschieden die Veranstalter des Zeltlagers, alle Betreuer und Kinder in eine nahegelegene Holzhalle einer ehemaligen Sägerei zu bringen. Die Halle steht seit einiger Zeit leer. „So richtig wohl war uns mit der Holzhalle allerdings nicht, da es gewaltig blitzte und auch nicht aufhörte“, sagt Klawitter. Kurzum wurde gegen 21.30 Uhr beschlossen, alle Teilnehmer per Pendelverkehr und den 20 vorort verfügbaren Kleinbussen nach Krauchenwies in die Waldhornhalle zu transportieren. „Das war in rund 20 Minuten erledigt“, sagt Klawitter, nicht ohne Stolz auf das von den Einsatzkräften Geleistete.

Ab Nachmittag Gewitter

In der Waldhornhalle war entsprechend viel los, doch die Kinder waren froh, in Sicherheit zu sein. „Als alle gegen kurz nach 23 Uhr wieder auf dem Zeltplatz angekommen waren, waren viele müde und haben sofort geschlafen“, sagt er. Die Zelte hätten dem Gewitter standgehalten, lediglich kleinere Pfützen und gelegentlich nasse Klamotten habe es gegeben. Zu größeren Schäden sei es nicht gekommen.

Die Kinder hätten den Aufruhr gut verkraftet, ist sich Klawitter sicher: „Das war doch auch interessant für die. Da gab es mal tatsächliche Action, nicht nur gestellte“, sagt er.

Bereits am Donnerstagnachmittag hatte es gegen 15 Uhr ein erstes Gewitter über Bittelschieß gegeben: „Das hatte mein Wetterradar überhaupt nicht auf dem Schirm“, sagt Klawitter. Entsprechend unvorbereitet waren einige Kinder auf dieses Gewitter. „Zwei Gruppen mussten kurzfristig nach Hause fahren, um sich trockene Kleidung zu holen“, sagt Klawitter. Die seien aber schnell wieder zurück gewesen.

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