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Lindau (Bodensee)
Lokales

Zehn Stunden mehr für die Parkkontrolle

Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) wird im kommenden Jahr mehr Zeit haben, um Falschparker zu bestrafen

Die Gemeinde Nonnenhorn will weiterhin Parksünder mit einem Verwarngeld bestrafen. Kommende Saison wird mehr kontrolliert.
Die Gemeinde Nonnenhorn will weiterhin Parksünder mit einem Verwarngeld bestrafen. Kommende Saison wird mehr kontrolliert.
Katrin Neef

Nonnenhorn sz Falschparker in Nonnenhorn werden auch in der kommenden Saison mit Knöllchen bestraft. Das hat der Nonnenhorner Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Außerdem hat der Gemeinderat die Stundenzahl der Verkehrsüberwachung erhöht. Dadurch kann in der kommenden Saison mehrmals täglich kontrolliert werden.

Bernd Kühn von der Kommunalen Verkehrsüberwachung kommt gar nicht nach mit dem Kontrollieren: „Wir haben ein riesiges Problem mit den heutigen Autofahrern“, sagte er am Montagabend im Gemeinderat. Viele wüssten beispielsweise nicht, dass in einem Kreuzungsbereich oder über einem Gullideckel nicht geparkt werden dürfe. Auch Bordsteinparker werden von ihm mit 15 Euro verwarnt: „Der Gehweg gehört den Fußgängern.“ Rund 7000 Euro hat die Gemeinde dieses Jahr durch Verwarnungen eingenommen, schätzt Bürgermeister Rainer Krauß. Wobei die Kosten bei rund 3500 Euro liegen. Im Moment liegen ihm die Zahlen nicht vor.

In der vergangenen Saison zwischen Mai und Oktober hat Bernd Kühn an 30 Stunden im Monat das Parkverhalten in Nonnenhorn kontrolliert, berichtete er. Dafür habe er mit seinem Dienstrad für eine Halbe- oder Dreiviertelstunde am Tag verschiedene „Brennpunkte“ abgefahren. Lieber wäre es ihm, wenn die Orte, vor allem am Wochenende, mehrmals täglich anfahren könnte. Daher bat er den Gemeinderat darum, zehn Stunden mehr pro Monat kontrollieren zu dürfen.

An einigen „Brennpunkten“ habe sich die Lage durch die Kontrollen seit 2016 verbessert, berichtete Kühn. Zum Beispiel sei das Falschparken gegenüber der Minigolfanlage zurückgegangen. Am Freibad hätten etwas weniger Autos falsch gestanden. Bis vor Kurzem haben Autofahrer auf den Plantagen von Winzern und Obstbauern gestanden. Doch damit ist es jetzt vorbei: „Die Landwirte haben Pfähle am Rand ihrer Felder gesetzt“, berichtete Kühn. „Wir haben dort auch fleißig verwarnt, auf der Straße zu stehen, trauen sich die Autofahrer nicht.“

Falschparker sind meistens aus der Region

Meistens sind es Lindauer, Friedrichshafener oder Ravensburger, die falsch parken, erzählte Kühn. Seit neuestem würden viele Pendler, die nach Kressbronn wollen, ihr Auto auf dem Parkplatz des Sportvereins abstellen. „In Kressbronn sind die Parkplätze nun kostenpflichtig, dadurch verschiebt sich das Falschparken“, erklärte Kühn. Er riet von kostenpflichtigen Parkplätzen in Nonnenhorn ab. Das verschiebe das Falschparken nur in die Nebengassen.

Die Kontrolle am Sportplatz ist besonders aufwändig. Nur für Betriebe der Landwirtschaft und Sportplatzbesucher ist das Parken dort erlaubt. Wenn Kühn dort kontrolliert, dann muss er im Klubgebäude und auf dem Sportplatz nachfragen, um herauszufinden, welche Autos korrekt auf dem Parkplatz stehen, erklärte er.

Die Kreuzung in der Uferstraße am Nonnenstein sei immer noch problematisch. Dort würden Autos oft in der Kreuzung stehen. Kühn schlug vor, dort eine Zickzack-Linie einzuzeichnen. „Diese Linie hat enorme Wirkung auf Autofahrer“, sagte Kühn. Die Zickzack-Linie verlängert das Halteverbot, dass ein neues Halteverbotsschild, seiner Idee nach, anzeigen soll.

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