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Heroldstatt
Lokales

Wurzelwerk mit Krawatten in Heroldstatts Ortsmitte

Fasnetsauftakt: Hinterhau-Geister um Zunftmeister Martin Hirrle stellen gleich zwei Narrenbäume auf

Heroldstatt sz Der Narrenbaum steht und das Wurzelwerk ragt nach oben. Viele Krawatten hängen an dem Geäst. Daneben steht ein kleiner Narrenbaum, der der jungen Narren. Die Hinterhau-Geister Heroldstatts sind wieder los und jetzt nicht mehr zu bremsen. Am Samstag haben sie ihren Narrenbaum in der Ortsmitte gestellt, und das zum 17. Mal. Zunftmeister Martin Hirrle hat die Fasnetssaison in Heroldstatt für eröffnet erklärt, sehr zur Freude der Vereinsmitglieder und der zahlreichen Zuschauer, die das Spektakel des Baumstellens verfolgten.

Mehrmals war der Schlachtruf der Heroldstatter Narrenzunft zu hören, mehrmals dröhnte ein „Hinterhau-Geister“ aus den Kehlen der Narren und der Gäste. „Wir freuen uns auf das närrische Treiben und zahlreiche Veranstaltungen in und um Heroldstatt“, erklärte Martin Hirrle, als er zusammen mit seinem stellvertretenden Zunftmeister Jörg Werthmann am Samstagvormittag rund 20 kleine und große Hinterhau-Geister und etliche Gäste begrüßen konnte. Unter ihnen waren auch der stellvertretende Bürgermeister Dietmar Frenzel und einige „Sternaberg Huzzla“ aus Böttingen zu finden, die bei dem Auftakt in Heroldstatt aktiv mitmachten und bei denen die Hinterhau-Geister in der vergangenen Woche beim „Häsabstauben“ zu Besuch waren.

Beim Narrenbaumstellen in Heroldstatt erhielten die „Hinterhau-Geister“ einmal mehr Unterstützung von Helmut Zäh mit einem Baufahrzeug sowie von einigen Mitgliedern des Musikvereins Sontheim. Als der Baum mit allerlei Zunftzeichen und Verzierungen hochgehievt und fest verankert war, fiel der Jubel groß aus. Doch gleich ging die Arbeit weiter, auch der Kindernarrenbaum war zu stellen. Und da durften alle Jungen und Mädchen tatkräftig mithelfen, was diese auch gerne taten.

Kaum hatte dazu Zunftmeister Martin Hirrle eingeladen, rannten sie zu dem Bäumchen und hoben diesen hoch. Schön verziert mit allerlei neuen Geistern war der kleine Narrenbaum, der nun wie der große bis Aschermittwoch am 14. Februar die Heroldstatter Ortsmitte zieren wird und deutlich macht, dass die fünfte Jahreszeit angebrochen ist und die Narren das Sagen haben. Zwei neue Hästrägerinnen hatten die neuen Geister für den Narrenbaum liebevoll gebastelt und angebracht.

Belohnung gab’s für die Kinder: für ihr Kommen wie für ihre Mithilfe. Ute Duckek verteilte Süßes in einem Beutelchen. Dann waren die Kinder eingeladen, bei den zwei Narrenbäumen zu tanzen und Polonaisen zu schwingen. Mit Begeisterung tanzten und stolzierten sie auf dem Platz in der Ortsmitte und die Erwachsenen klatschten und schunkelten zu Fasnetsmusik und zu Schlagern. Seit 2001 gibt es die Narrenzunft der Hinterhau-Geister in Heroldstatt und zum 17. Mal stellten sie einen großen Narrenbaum auf: Der Narrenbaum für die Kinder wurde am Samstag zum siebten Mal aufgestellt.

Keine Narrentaufe gab es in diesem Jahr bei den Hinterhau-Geistern, dafür wohl drei im nächsten Jahr. Drei neue Mitglieder laufen als Hästräger mit und wollen zur nächsten Saison offiziell im Bund der Hinterhau-Geister aufgenommen werden. Diese hatten den Baum am Samstag schon am Vormittag aufgestellt, weil am Abend bereits ein weiterer Termin in der in diesem Jahr sehr kurzen Fasnetszeit anstand: Beim Tag- und Nachtumzug in Göppingen waren sie mit von der Partie, nachdem sie am Freitag beim Brauchtumsabend in Schelklingen mitwirkten.

Am Sonntag waren die Hinterhau-Geister aus Heroldstatt beim Narrensprung in Einsingen anzutreffen. Nächsten Freitag, 19. Januar, tauchen sie beim Brauchtumsabend in Unterelchingen auf, am Samstag, 20. Januar, laufen sie beim Tag- und Nachtumzug in Öpfingen mit. Und am Freitag, 26. Januar, geht es zu einem weiteren Brauchtumsabend, dann nach Griesingen.

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