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Workshop gegen Drogen mit Afro-Hip-Hop am MGTT

Verein Akume bietet Tanz und Bewegung unter dem Motto: Your Body – Turn your Head

Von links hinten: Jacques Nkinzingabo, Annette Videha von Akume, Susanne Lund, Christian Hirwa Amdallah tanzen beim Afro-Hip-Hop-Workshop gemeinsam.
Von links hinten: Jacques Nkinzingabo, Annette Videha von Akume, Susanne Lund, Christian Hirwa Amdallah tanzen beim Afro-Hip-Hop-Workshop gemeinsam.
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Tettnang anrö Einen dreitätigen Afro–Hip-Hop-Workshop zum Schuljahresende hat das Montfort-Gymnasium Tettnang (MGTT) den Schülern der Klasse 9 im Rahmen des Projekts „Suchtprävention“ geboten. Der Gedanke ist, durch Tanz, Bewegung und Körpergefühl Spannungen abzubauen und dadurch weniger empfänglich für Drogen zu sein.

Veranstaltet wurde der Workshop gemeinsam mit Akume, einem Verein für Afrikanische Kultur und Musik in Europa. Akume hat sich zum Ziel gesetzt, Afrika und Europa einander näher zu bringen. Der Verein veranstaltet regelmäßig in der Region Konzerte, Workshops und Ausstellungen, um Einblicke in die Kultur und das alltägliche Leben Afrikas zu geben.

Neun Schülerinnen des MGTT’s trafen sich zum Hip-Hop-Training in der Sporthalle mit Christian Hirwa Amdallah und Jacques Nkinzingabo aus Ruanda. Christian begann im Alter von vier Jahren mit dem Tanzen und gründete 2010 die Krest Crew, eine Tanzgruppe, die 2015 in Ruanda einen Bühnenpreis erhielt. Jacques ist Fotograf, der mit seinen Bildern besonders auf sozial benachteiligte Gruppen aufmerksam macht. Mit ihrer Kunst einen Beitrag zu einem sozialen Umdenken zu leisten, ist der Wunsch der Beiden.

Mit Aufwärm- und Dehnübungen begann das Training, danach wurden einstudierte Choreografien wiederholt und verfeinert. Schließlich muss bei der Präsentation an der Schuljahresfeier alles klappen. Die meisten der Mädchen waren nach zwei Stunden froh über eine kleine Pause, da der lebhafte Tanzstil viel Körperarbeit und Konzentration verlangt.

Alkoholfreie Getränke mixen

Susanne Lund, die Organisatorin des Projekts „Suchtprävention“ erklärte, dass jede Schulklasse ein eigenes Thema hat und darin verschiedene Angebote zur Verfügung stehen. „Suchtprävention“ beinhaltet noch andere Themen wie zum Beispiel: Herstellung alkoholfreier Mixgetränke, Klettern an der Vaude-Kletterwand, einen Poetry Slam und Salsa & Latin Dance.

Eltern, die sich Zeit nehmen können, halfen bei der Organisation und Ausführung der Workshops. Auffallend ist, laut Susanne Lund, dass immer mehr Schüler zu einer Tätigkeit tendierten, die mit den Händen etwas fertigt. So baut eine weitere Klasse einen Pizzaofen, eine andere einen Strandstuhl. Es wird genäht, gekocht, Pralinen werden hergestellt. Mit einem Schülerpicknick sowie einer Präsentation der Workshops geht das Schuljahr zu Ende.

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