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Markdorf
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Wirtschaftskreis vergibt Förderpreise

Tom Einhaus, Maximilian Vincen, Lukas Bernhard und Jessica Mazat erhalten Preisgeld
Tolle Projektarbeit wird belohnt: Claudia Reich vom Wirtschaftskreis überreicht die Preise an Maximilian Vincen, Tom Einhaus, Lukas Bernhard und Jessica Mazat. Es gratulieren Tilmann Siebert, Ingo Bohlken und Stefan Ferguson vom Gymnasium Markdorf.
Tolle Projektarbeit wird belohnt: Claudia Reich vom Wirtschaftskreis überreicht die Preise an Maximilian Vincen, Tom Einhaus, Lukas Bernhard und Jessica Mazat. Es gratulieren Tilmann Siebert, Ingo Bohlken und Stefan Ferguson vom Gymnasium Markdorf.
brigitte Walters

Markdorf sz Im Rittersaal ist am Samstag zum siebten Mal der Förderpreis des Markdorfer Wirtschaftskreises vergeben worden. In diesem Jahr erhielten drei Schüler des Gymnasiums im naturwissenschaftlichen Bereich einen Preis, ein weiterer Preis wurde im sprachlichen Bereich an eine Schülerin vergeben. Vor der Preisübergabe hatten die Gymnasiasten ihre Projekte professionell und gut verständlich erläutert.

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt in den Klassenzimmern, stellte Bürgermeister Georg Riedmann bei der Begrüßung fest. Für die Zukunft werden Vorbilder gesucht die über den Tellerrand hinausschauen, das seien jene die dies bereits heute im Klassenzimmer tun. Die Lehrer seien gefordert die Neugier und Begabung dieser Schüler zu fördern. Der Wirtschaftskreis zeige mit seinen Auszeichnungen, wie verborgene Talente entdeckt und gefördert werden können.

Aufgrund der technischen Veränderungen werde am Gymnasium der fachliche Bereich Naturwissenschaft und Technik überarbeitet, erklärte Ingo Bohlken, Lehrer am Gymnasium. Wichtig sei es ebenfalls, eine gewisse Anzahl von Schülern zu haben. Deshalb warnte er vor einer Aufteilung der Oberstufe, wie derzeit von Salem angestrebt. Zur Ausbildung gehöre auch eine moderne Ausstattung der Klassenräume, dazu bat er Bürgermeister Riedmann um die notwendige Unterstützung. Die Schüler müssten auf die Maschinen von morgen vorbereitet werden.

Mehr Energie durchs Kochen

Mit dem Thema „Mehr Energie durch Kochen“ befassten sich die beiden Elftklässler Tom Einhaus und Maximilian Vincen. In einem Artikel wurde die These vertreten, dass die Menschen durch das Kochen der Nahrung mehr Energie für andere Tätigkeiten haben. Sie bauten einen Versuch mit Mäusen auf, dabei stellten sie fest, das die Tiere mit roher Nahrung rund 2000 Umdrehungen im Laufrad schafften, bei gekochter Nahrung waren es fast 3000. Ihr Fazit: Der Versuch war zur Klärung des Sachverhalts geeignet und Kochen bedeutet mehr Energie – zumindest für Mäuse.

Lukas Bernhard wollte eine Nixie-Uhr mit Ziffern von 0 bis 9 selbst herstellen und zum Leuchten bringen. Er musste einige Rückschläge verkraften, hat es zum Schluss aber geschafft, eine erste Zahl zum Leuchten zu bringen. Entwicklung und Erstellung der Platine sei nichts Weltbewegendes gewesen, deutlich mehr Arbeit machte die Erstellung der notwendigen Glasröhren, dabei wurde eine Bohrmaschine als Drehbank genutzt.

Ebenso wie die Preisträgerin 2016, wolle auch Jessica Mazat, die Preisträgerin im Bereich Sprachen, eine Reise nach London machen, berichtete Stefan Ferguson. London sei ein Mikro- und Makrokosmos, ein Babel an Sprachen, Farben und Kulturen, die friedlich zusammenleben. In London wolle Mazat von den Menschen erfahren, wie sie zum Brexit stehen und was sie von ihm erwarten. Dabei sei es ihr wichtig, die eigene Ansicht infrage zu stellen und nicht darauf zu beharren.

Die Preisträger könnten stolz auf ihre Projekte sein, erklärte Claudia Reich von Wälischmiller Engineering. Es sei imponierend, dass sich junge Menschen mit naturwissenschaftlichen und politischen Projekten beschäftigen. Auch das von ihr vertretene Unternehmen sei vom Brexit betroffen. Anschließend überreichte sie den vier Gymnasiasten die Preisgelder des Wirtschaftskreises.

Von ihrer Reise nach London berichtete Jennifer Graf, die 2016 zu den Preisträgern gehörte. Ihr Thema war Tee, Tea-time und Tea-Tradition. Dabei machte sie die Beobachtung, dass der Tee-Konsum stark zurückgehe. Dem Wirtschaftskreis dankte Tilmann Siebert, Direktor des Gymnasiums, für die Begleitung und Unterstützung der Schule. Das er den Mut habe, etwas zu fördern, von dem die Unternehmen keinen unmittelbaren Nutzen haben.

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