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„Wir sind auf der Zielgeraden“

Zunftmeister Dietmar Bitzenhofer spricht über die Vorbereitungen zum Narrentreffen

Eigentlich ist Dietmar Bitzenhofer im Büttel-Häs bekannt, aber in dieser Fasnet ist er auch wieder Zunftmeister.
Eigentlich ist Dietmar Bitzenhofer im Büttel-Häs bekannt, aber in dieser Fasnet ist er auch wieder Zunftmeister.
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Markdorf sz Mehr als 40 Zünfte der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) kommen am letzten Januarwochenende zum Landschaftstreffen nach Markdorf. SZ-Redakteurin Julia Freyda sprach mit Zunftmeister Dietmar Bitzenhofer über den Stand der Vorbereitungen.

In dreieinhalb Wochen ist Markdorf komplett in Narrenhand. Ist schon alles vorbereitet?

Nein, aber wir sind auf der Zielgeraden. Das Grobe steht natürlich schon alles und nun geht es um die Feinjustierung. Kurz vorm Narrentreffen kommen dann natürlich nochmal intensive Tage.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Schirmherr des Narrentreffens. Wird er auch nach Markdorf kommen?

Wir haben zumindest noch keine Absage.

Mit wie vielen Hästrägern rechnen Sie mittlerweile?

Wir gehen von 8500 Hästrägern aus. Es kommen mehr als 40 Zünfte zu uns.

Sie waren überrascht, dass es so viele Zusagen für das Narrentreffen gegeben hat. Wie ist es denn überhaupt zu so vielen Anmeldungen gekommen?

Da haben wir im Vorfeld wohl einen Fehler gemacht. Wir haben alle knapp 70 Mitgliedszünfte der VSAN eingeladen. Üblich wäre es gewesen, dass wir eine Vorauswahl treffen. Wir haben mit 30, maximal 35 Zusagen gerechnet. Der überwältigende Zuspruch freut uns natürlich, aber verursacht auch einiges an Arbeit.

Auf wie viele Besucher hoffen Sie?

Wir erwarten rund 10000 Zuschauer.

Wann waren zuletzt so viele Menschen in Markdorf?

Ich denke, dass es noch nie so viele Hästräger in Markdorf gegeben hat. Aber bei den Zuschauern dürften es auch bei den Narrentreffen 1995 und 2005 annähernd so viele gewesen sein.

Wie soll das alles geregelt ablaufen?

Dafür haben wir das Sicherheitskonzept aufstellen müssen. Dadurch ist das meiste ohnehin schon alles geregelt.

Was denn zum Beispiel?

Aufgrund der hohen Personenzahl müssen wir etwa entsprechend Sanitätsmitarbeiter haben. Außerdem müssen überall Fluchtwege geregelt sein. Es gibt aber auch Sonderauflagen wie ein unabhängiges Fernmeldenetz zu schaffen und die Bahngleise abzusperren. Außerdem muss während der Brauchtumvorführungen am Samstag ein umfangreicher Brandschutz gewährleistet sein.

Auch finanziell wird das Landschaftstreffen ein Kraftakt. Lohnt sich dieser ganze Aufwand überhaupt?

Wir werden uns ganz sicher keine goldene Nase damit verdienen, wenn überhaupt etwas übrig bleibt. Wir arbeiten seit einem Jahr in unterschiedlichen Arbeitsgruppen intensiv an den Vorbereitungen.

Kommt bei so viel Arbeit überhaupt noch eine Vorfreude auf?

Die ist natürlich vorhanden und wächst auch. Ich empfinde jetzt auch die Verpflichtung, das ganze wie gedacht durchzuführen. Wenn aber alles gelungen abgeschlossen ist, dann wird so richtig Freude aufkommen.

Haben Sie keine Sorgen bezüglich des Treffens?

Nur eine: Dass das Wetter nicht mitspielt.

Der SWR überträgt den Umzug. Haben Sie da keine Bedenken, dass die Leute ihn gemütlich von zuhause anschauen?

Nein (schmunzelt), denn was gibt es schließlich schöneres als bei Sonnenschein und leichten Minustemperaturen den direkten Kontakt zu den Narren zu haben?

Bleibt noch genügend Kraft für die normale Fasnet in Markdorf?

Ich denke schon. Das Landschaftstreffen ist das eine und die heimische Fasnet das andere. Da möchte man nicht einfach etwas ausfallen lassen.

Eigentlich sind Sie der Büttel der Narrenzunft. Werden die Markdorfer den denn diese Fasnet zu sehen bekommen?

Mal sehen. Derzeit geht es eben nicht anderes: Büttel oder Zunftmeister.

Sie haben gesagt, dass Sie nach der Fasnet 2017 als Zunftmeister aufhören wollen. Bleibt es dabei?

Die Entscheidung steht nach wie vor. Ich habe mich immer nur als Übergangszunftmeister gesehen. Sozusagen als Zunftmeister mit Verfallsdatum.

Und wer wird Ihr Nachfolger?

Dazu haben wir noch nichts geregelt oder besprochen. Der Fokus liegt bei uns ganz auf dem Narrentreffen, sodass für andere Themen gar keine Zeit blieb.

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