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Wie der Vater? Johannes Raab will Bürgermeister werden

Sein Vater war Laichinger Bürgermeister – Jetzt kandidiert Johannes Raab in Amstetten
Will seinem Vater Andreas Raab beruflich nachfolgen. Johannes Raab kandidiert für den Bürgermeisterposten in Amstetten. Sein Vater war 16 Jahre Laichinger Bürgermeister.
Will seinem Vater Andreas Raab beruflich nachfolgen. Johannes Raab kandidiert für den Bürgermeisterposten in Amstetten. Sein Vater war 16 Jahre Laichinger Bürgermeister.
Raab

Amstetten/Laichingen sz Wie der Vater, so bald der Sohne? Am 4. März 2018 wird in Amstetten ein neuer Bürgermeister gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Jochen Grothe hatte aus gesundheitlichen Gründen um seine Entlassung gebeten. Als erster Kandidat reichte jetzt der 31-jährige Diplom-Verwaltungswirt Johannes Raab seine Bewerbung ein. In Laichingen ist er kein Unbekannter, wuchs er doch hier auf, und sein Vater Andreas Raab war 16 Jahre lang Bürgermeister in der Leineweberstadt. Unsere Mitarbeiterin Gabriele Reulen-Surek hat mit ihm über die Hintergründe seiner Kandidatur gesprochen.

Herr Raab, wie kam es zu dem Entschluss, sich in Amstetten zu bewerben?

Da ich mehrerer Jahre in der Kommunalaufsicht des Landratsamts Alb-Donau-Kreis gearbeitet habe, sind mir die Bedingungen in den Gemeinden vertraut. Amstetten finde ich eine reizvolle Herausforderung. Die Infrastruktur sehe ich insgesamt als gut an. Amstetten verfügt über eine tolle Bücherei, eine sanierte Halle und als nächstes Projekt steht die Sanierung der Schule vor der Haustür. Gerade in diesem Punkt könnte ich auch meine haushaltspolitische Erfahrung mit einbringen.

Können Sie uns darüber etwas mehr sagen?

Von 2010 bis 2012 war ich Leiter der Stadtkasse in Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) und dort auch an der Einführung des neuen kommunalen Haushaltsrechts beteiligt. Danach habe ich, wie schon erwähnt, drei Jahre in der Kommunalaufsicht des Landratsamts gearbeitet. Und seit 2015 bin ich in der badischen Gemeinde Pfaffenweiler als Fachbeamter für das Finanzwesen tätig. Darüber hinaus lehre ich an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Stuttgart Kosten- und Leistungsrechnung sowie an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg das Modul Rechnungswesen.

Das machen Sie nebenher?

Das ist sozusagen ein zeitintensives Hobby. Ich nehme mir dafür etwa 16 Urlaubstage. Aber ich finde es wichtig, dass irgendjemand solche Tätigkeiten übernimmt.

Haben Sie sich für Kommunalpolitik auch wegen Ihres Elternhauses interessiert? Ihr Vater Andreas Raab war ja Bürgermeister in Laichingen und später Oberbürgermeister in Crailsheim.

Ja klar. Wenn am Mittagstisch immer mal über Kommunalpolitik gesprochen wird, wird einem als Jugendlicher auch bewusst, wie alles ineinander übergreift. Zum Beispiel die Bedeutung für die Ausstattung der Schulen. Ich war ja viele Jahre lang in der SMV der Schule aktiv.

Bleibt denn da noch Zeit für weitere Hobbys?

Ich interessiere mich für Kultur, Fotografie, Fußball, Philosophie und Literatur. Man muss sich die Zeit eben nehmen.

Noch einmal zurück zu Amstetten. Es gibt dort eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Celles-sur-Belle...

Partnerschaften müssen gepflegt werden, auch von der Gemeinde. Ich würde als Bürgermeister auf jeden Fall zu dieser Verpflichtung stehen.

Sprechen Sie französisch?

Englisch fließend, Französisch bisher nicht. Aber Amstetten verfügt ja über eine Außenstelle der Volkshochschule Laichingen (schmunzelt). Französisch kann ich ja noch lernen. Wenn ich dann dort einen Französischkurs belege, fließen auch Gelder nach Laichingen.

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