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Leutkirch im Allgäu
Lokales

Wertstoffhof nach Brand weiter in Betrieb

Ursache des Feuers ist unklar - Schaden von rund 750 000 Euro

Leutkirch sz Nach dem Brand im Wertstoffhof sind vor Ort die Pforten wieder geöffnet. Was den Brand verursacht hat, ist weiterhin unklar.

Es war ein langer Einsatz für die Kräfte der Feuerwehr. Vom frühen Samstagmorgen bis Sonntagmittag versuchten die Einsatzkräfte das Feuer im Wertstoffhof im Unteren Auenweg endgültig zu löschen. Schon einen Tag später sind die Pforten wieder geöffnet. Orangene Lastwagen fahren im Minutentakt in die Einfahrt ein und wieder hinaus. Ein Auto mit Müllsäcken auf dem Rücksitz hält an den Containern. Die Flammen haben deutliche Spuren hinterlassen. Der Schriftzug mit dem Namen des Unternehmens ist verschmort und nicht mehr lesbar. Ein dezenter Brandgeruch liegt in der Luft.

Betrieb wird aufrechterhalten

„Wir bitten um Verständnis, wenn im Moment noch nicht alles rund laufen sollte“, sagt Andreas Mayer vom Wertstoffhof Leutkirch. „Unsere Priorität ist es, für die Bürger da zu sein“.

Das heißt konkret Wertstoffe können wie gewohnt abgegeben werden. Doch wie es auf lange Sicht weitergehen wird, weiß Mayer noch nicht. Ein Teil des Daches einer Lagerhalle war bereits während der Löscharbeiten wegen akuter Einsturzgefahr abgerissen worden. Was von den betroffenen Hallen noch zu retten ist, ist zur Stunde unklar. Laut ersten Schätzungen der Polizei, hat der Brand einen Schaden von rund 750 000 Euro verursacht. „Wir werden versuchen, den Betrieb aufrechtzuerhalten“, so Mayer. Das Feuer war laut Polizeibericht im Bereich einer Hackschnitzelanlage ausgebrochen und griff später auf eine Lagerhalle und ein angrenzendes Büro- und Werkstattgebäude über. Doch darüber, was den Brand verursacht haben könnte, herrscht weiterhin Ungewissheit. Brandermittler der Polizei untersuchen derzeit die Ursache.

Laut einem Polizeisprecher habe die Staatsanwaltschaft darüber hinaus einen Brandsachverständigen hinzugezogen. Das sei bei einem Schaden in dieser Größenordnung nicht unüblich.

Großer Dank an Feuerwehr

Für die Bürger, die ihre Wertstoffe abgeben wollen, soll sich erst einmal nichts ändern. Der Bereich für die Abgabe ist weitestgehend verschont geblieben. Sollten dennoch Lagerungsschwierigkeiten entstehen, will die Stadtverwaltung das Unternehmen unterstützen. Dann soll auch der angrenzende Kompostplatz der Stadt mitbenutzt werden dürfen.

Dass nicht noch mehr passiert ist, sei auch der guten Arbeit der Feuerwehr zu verdanken. Zeitweise waren mehr als 100 Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung angerückt. „Ich kann mich nur für den tollen Einsatz bedanken“, so Mayer, „das war wirklich phänomenal“.

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