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Werner Bachmann träumt von Bündnis öffentlicher Gebäude

Beim Neujahrsempfang Waltershofen spricht der Ortsvorsteher von seinen Visionen
Ortsvorsteher Werner Bachmann (links) und Bürgermeister Dieter Krattenmacher waren die Redner beim Neujahrsempfang Waltershofen.
Stiller

WALTERSHOFEN vs Ortsvorsteher Werner Bachmann machte es bei seiner Neujahrsansprache überdeutlich: „In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, wie weit sich junge Menschen durch soziale und ökonomische Bedingungen ihrer Heimatregion verbunden fühlen.“

Wichtig hierfür sind laut Bachmann vor allem die sich bietenden Berufseinstiegschancen, die Arbeitsplätze generell und auch die Verkehrsanbindungen. Zudem käme es auf familienpolitische Maßnahmen und regionale Standortreize an.

Werner Bachmann ist sich sicher, mit dem Ikowa erste Schritte in diese Richtung unternommen zu haben. Nachdem die Petition ausgeräumt und der Flächennutzungsplan rechtskräftig geworden sei, könne nun im Frühjahr der Bebauungsplan zur Rechtskraft geführt und mit der Erschließung begonnen werden. „Die ersten Firmen warten schon, um sich hier ansiedeln zu können“, sagte der Ortsvorsteher.

Nächster Schritt: Dorfentwicklung

Der nächste Schritt, so Bachmann weiter, müsse nach dem Abschluss der Ortskernsanierung dann die Dorfentwicklung sein. Diese erfordere ebenso Überzeugungskraft, Mut und Phantasie wie strategisches Vorgehen, ein Umdenken der Bürgerschaft und deren Mittun und „einen langen Atem der Gemeindeverantwortlichen“. Auch personelle und finanzielle Investitionen in Ideen und Projekte, „deren Ausgang nicht immer vorhersehbar sind“, gehörten dazu.

„Gedenk dieser Gesichtspunkte sollten wir die Dorfentwicklung angehen und versuchen, unseren Ort für die Zukunft fit zu machen und den veränderten Bedürfnissen, bedingt durch den demographischen Wandel, anzupassen“, führte Bachmann vor Augen. Um dann den Vorschlag des gemeinsamen Träumens von der „Bündelung öffentlicher Gebäude“ zu machen.

Neuer Dorfplatz

Unter der Überschrift „Bildungs- und Verwaltungspunkt“ fasste der Ortsvorsteher Kindergarten, Schule und Ortsverwaltung auf dem Gelände der Grundschule zusammen. Die Sporthalle, das Dorfgemeinschaftshaus und einzelne Vereinsräume sah Bachmann als „Freizeitpunkt“ auf dem Gelände des Kindergartens und der Oskar-Farny-Halle vereint. Wobei er sich die Feuerwehr an beiden Standorten vorstellen kann. „Zwischen den beiden Punkten könnte ein neuer Dorfplatz entstehen“, so Werner Bachmann.

In der ersten Jahreshälfte soll im Rahmen einer Bürgerbeteiligung dieses Konzept in der Ortschaft und in den Vereinen diskutiert und anschließend die politische Entscheidung gefällt werden. Der Ortsvorsteher dankte allen, „die Waltershofen zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft machen“ und freute sich „auf ein spannendes Jahr 2013“.

Werner Bachmanns „Träumerei“ griff dann auch Bürgermeister Dieter Krattenmacher auf, der in diesem Zusammenhang feststellte: „Es könnte einem zunächst schon Bange werden, wenn man vom Ortsvorsteher nicht gewöhnt wäre, dass dieser vorwärts schauen und die Zukunft mit gestalten kann.“

Drei Dinge sind es für Krattenmacher, die Waltershofen auszeichnen. Zunächst einmal die selbstbewussten, „im besten Sinne des Wortes stolzen“ Menschen. Dann deren Sinn für das Machbare, wenngleich auch alles leidenschaftlich diskutiert würde. Und schließlich die praktizierte Tugend des Selbstverständnisses. „Hier wird nicht gefragt, was bekomme ich, sondern danach, was ich tun kann“, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt.

Mit „Sie sind Männer und Frauen, die Landschaft und Ortschaft adeln und die dazu beitragen, dass auch künftig Menschen hier leben können“ bedankte sich Dieter Krattenmacher bei den Anwesenden. Für ihn selber, so Dieter Krattenmacher abschließend, seien die vergangenen acht Jahre seiner Amtstätigkeit gute, lehrreiche Jahre gewesen. Und mit Blick auf die kommende Wahlperiode sagte er voller Überzeugung: „Ich bin gerne Bürgermeister, insbesondere auch für Waltershofen.“

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