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Weniger Bürokratie, mehr Freiheit

FDP-Kreisverband stimmt sich bei Neujahrsempfang auf Bundestagswahl ein

Michael Theurer (links) und Tim Hundertmark wollen die FDP in diesem Jahr wieder zurück in den Bundestag bringen.
Michael Theurer (links) und Tim Hundertmark wollen die FDP in diesem Jahr wieder zurück in den Bundestag bringen.
SZ- Daniel Häfele

Biberach sz Auch wenn der Neujahrsempfang des FDP Kreisverbands im Foyer des Museums Biberach stattgefunden hat – ins Museum wollen die Liberalen noch lange nicht gehören.

Bei der Bundestagswahl im September will die FDP nach der Niederlage 2013 wieder den Einzug ins Parlament schaffen. „In diesem Jahr brauchen wir einen Aufstand der Maßvollen und Vernünftigen“, sagte der Spitzenkandidat der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer, am Dienstagabend vor den etwa 50 Zuhörern. Weltoffen, rechtsstaatlich, fortschrittlich und liberal – so soll Deutschland laut FDP bleiben.

In seiner Begrüßung sprach FDP-Mitglied Norbert Mayer „von einem bedeutenden Jahr.“ Es brauche wieder eine „wahrhaft liberale Stimme im Bundestag“, sagte er. Vor vier Jahren scheiterte die FDP mit ihm als Direktkandidat im Wahlkreis Biberach krachend. Der Erststimmenanteil lag bei 2,3 Prozent, bei den Zweistimmen waren nicht mehr als 4,9 Prozent drin. Die FDP flog aus dem Bundestag.

Richten als Direktkandidat soll es in diesem Jahr Tim Hundertmark. Für den Bauingenieur sind die langfristigen, zentralen Themen die Globalisierung und Digitalisierung. „Die Kritik an der Digitalisierung nimmt zu, die Menschen wünschen sich mehr Beschränkungen“, sagte Hundertmark. Doch verwehren dürfe man sich dem Fortschritt nicht. Unter anderem erinnerte er an die Erfindung des Buchdrucks: „Jede dieser Innovationswellen hat uns den Wohlstand gebracht.“

Wahlergebnisse Biberach

Von weiteren Beschränkungen für die Wirtschaft hält die FDP indes überhaupt nichts. „Im Gegensatz zu den anderen Parteien im Bundestag treten wir für mehr Liberalität und weniger Bürokratie ein“, sagte Michael Theurer. In Biberach sei die wirtschaftliche Lage nicht wegen der Wirtschaftspolitik so gut, sondern trotz der Wirtschaftspolitik. „Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik die auf Fortschritt und Innovation setzt“, sagte er. Biberach sei ein gutes Beispiel für eine dynamische Stadt, in der Tradition und Fortschritt bei den Unternehmen eng miteinander verbunden seien.

Beim Neujahrsempfang spielte auch die innere Sicherheit eine Rolle. Biberachs OB Norbert Zeidler schloss im Gespräch mit der SZ kürzlich eine Videoüberwachung, zumindest an ausgewählten öffentlichen Plätzen, nicht aus. Bei der FDP stößt dieses Thema auf wenig Gegenliebe. „Ich warne vor dem Irrglauben, dass es mit dem Aufhängen von Kameras getan ist“, sagte Theurer. Vielmehr müsse dafür gesorgt werden, dass verabschiedete Gesetze auch umgesetzt werden. Dafür müsse unter anderem das Personal bei Polizei und Justiz aufgestockt werden.

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