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Vom Tatort nach Tuttlingen

Ulrike Folkerts spielt in dem Stück „Chuzpe“ eine Hauptrolle

Deutschlands dienstälteste „Tatort“-Kommissarin schlüpft in die Rolle der Tochter Ruth.
Deutschlands dienstälteste „Tatort“-Kommissarin schlüpft in die Rolle der Tochter Ruth.
Bo Lahola

Tuttlingen sz Schauspielerin Ulrike Folkerts, die in der ARD- „Tatort“ Reihe als Lena Odenthal mit ihrem Ludwigshafener Kollegen Mario Kopper (Andreas Hoppe) einem Millionenpublikum bekannt ist, steht am Dienstag, 25. April, ab 20 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen auf der Theaterbühne. Mit dabei in der starbesetzten Inszenierung der Hamburger Kammerspiele Altona ist auch Joachim Bliese.

„Chuzpe“ ist ein sprühender Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen. Eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit einer Mischung aus Witz, Wärme und Verstand. Es ist ein Stück, das zu Herzen geht, mit – so viel sei verraten – märchenhaftem Happyend, das Lust auf mehr Chuzpe im Leben macht.

Chuzpe (das „ch“ wird ausgesprochen wie im Wort „lachen”) ist ein Begriff aus dem Hebräischen (chuzpá). Chuzpe bezeichnet eine unglaubliche Dreistigkeit oder Frechheit. Man kann sie aber auch durchaus positiv als kühne und gewitzte Eigenart bewerten, also als charmant, entwaffnende Frechheit, der man einfach erliegen muss.

In „Chuzpe“ (nach dem Erfolgsroman „You Gotta Have Balls“ der US-Amerikanerin Lilly Brett; die Uraufführung der Bühnenfassung fand 2012 in den Kammerspielen der Josefstadt in Wien statt) führt Ruth ein wohlgeordnetes und etwas zu kontrolliertes Leben in New York. Sie kann nicht begreifen, dass ihr Vater Edek, vor wenigen Wochen erst von Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen.

Lebensabend scheint überhaupt der völlig falsche Begriff für den munteren über 80-Jährigen zu sein, der sich erst in Ruths Büro nützlich zu machen versucht und damit heilloses Chaos anrichtet. Wenig später beginnt er auch noch ein Verhältnis mit der, wie Ruth findet, viel zu jungen, noch unter 70-jährigen hoch attraktiven Polin Zofia. Damit nicht genug: Zusammen mit Zofia will Edek zum Entsetzen seiner Tochter ein „Klopse“-Restaurant eröffnen.

Karten gibt es bei der Ticketbox , Telefon 07461 / 91 09 96, sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen Rottweil und Villingen-Schwenningen und unter

www.tuttlinger-hallen.de

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