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Volksbank bricht Haus Mittelstraße 4 erst im neuen Jahr ab

Die Neubaupläne wurden modifiziert: Jetzt wären nicht mehr neun, sondern noch vier Stellplätze abzulösen
Das Haus Mittelstraße 4 wird erst nach dem Jahreswechsel abgebrochen.
Das Haus Mittelstraße 4 wird erst nach dem Jahreswechsel abgebrochen.
Barbara Braig

Laupheim sz Die Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal wird das Haus Mittelstraße 4 erst nach dem Jahreswechsel abbrechen. Die Bank kommt damit dem Einzelhandel entgegen.

„Wir sind froh, dass die Volksbank bereit ist, noch etwas zu warten“, sagt Harry Remane, kommissarischer Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Treffpunkt Laupheim“. Denn hätte die Abrissbirne noch im alten Jahr zugeschlagen, wären ausgerechnet in den umsatzstarken Wochen vor Weihnachten weitere Parkplätze im Stadtzentrum weggefallen. Einschränkungen gibt es in der oberen Mittelstraße bereits durch den Erweiterungsbau des Modehauses Hofmann.

„Wir werden dieses Jahr nicht mehr mit dem Abbruch des Bestandsgebäudes Mittelstraße 4 beginnen“, bestätigt Marion Fakler von der Volksbank. Mit dieser Entscheidung gehe man nicht zuletzt auf die Bedürfnisse der Werbegemeinschaft „Treffpunkt“ ein, bei der die Volksbank ebenfalls Mitglied ist: „Das Weihnachtsgeschäft wird nicht tangiert.“ Wann abgebrochen wird, lasse sich derzeit noch nicht genau sagen.

Weichen soll das jetzige Haus einem Neubau mit Tiefgarage und 1200 Quadratmeter Fläche für Handel, Büros und Wohnen. Er erstreckt sich auch auf das bisher als Biergarten genutzte Areal am Schwanengässle. Das künftige Gebäude bleibt ebenfalls komplett im Besitz der Bank. Die Laupheimer Notare stehen als Mieter bereits fest. Auf Nachfrage der SZ sagte Marion Fakler, dass es auch einen Ankermieter für die Ladenfläche im Erdgeschoss gibt. Um wen es sich handelt, darüber sei vorerst Stillschweigen vereinbart.

Zunächst allerdings benötigt die Volksbank Raiffeisenbank noch eine Baugenehmigung für ihr Projekt. Die Stadtverwaltung hält die Pläne für genehmigungsfähig. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses tat sich gleichwohl eine Hürde auf, weil etliche Stadträte nicht bereit waren, die von der Bank beantragte Ablösung von neun Autostellplätzen zu akzeptieren. Bei einem mehrheitlichen „Nein“ hätte die Stadt das Baugesuch in der damaligen Form ablehnen müssen. Die Entscheidung wurde vertagt. Man wolle versuchen, eine bessere Lösung zu finden, kündigte OB Rainer Kapellen an.

Am kommenden Montag befasst sich der Ausschuss erneut mit diesem Thema. Die Volksbank und ihr Architekt haben die Entwürfe für den Neubau überarbeitet. Auf dem Grundstück finden jetzt 17 Autos Platz, zuvor waren es zwölf. Laut Stellplatzschlüssel muss der Bauherr 21 Parkierungsflächen nachweisen – abzulösen wären folglich nicht mehr neun Stellplätze, sondern noch vier. Das hat die Bank beantragt. Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung lautet, dem zuzustimmen.

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