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Viel Gold bei der Ehrung in der Sportstadt

Laupheim ehrt im Kulturhaus seine besten Sportler – Sportpreis 2017 für Hilmar Kopmann

Laupheim sz Junge Damen im schicken Reitdress weisen die Besucher im Kulturhaus zu ihren Plätzen. Die Pferdefreunde vom Lusshof Laupheim sind die Ausrichter der diesjährigen Sportlerehrung. Sie organisierten einen farbenfrohen Abend – bis zum Höhepunkt: der Verleihung des Sportpreises 2017 an Hilmar Kopmann, Präsident des TSV Laup-heims. Aber erst einmal ging es unterhaltsam los.

Kaum haben die mehr als 400 Gäste ihre Plätze eingenommen, traben auch schon ganz „besondere“ Pferde auf die Bühne. Junge Reiterinnen zeigen einen neuen Trend aus Finnland, dass sogenannte „Hobby Horsing“, bei dem die Sportlerinnen mit Papppferden agieren.

Nach dieser flotten Einstimmung begrüßt der Moderator Johannes Riedel das Publikum und gibt das Wort auch gleich weiter an OB Rainer Kapellen. „Laupheim ist eine Sportstadt“, erklärt Kapellen. Ihm lägen die jungen Sportler am Herzen, aber auch die Leistungen und Verdienste all der vielen Ehrenamtlichen, die – oft im Hintergrund – viel Zeit und Engagement in ihr Amt investieren.

Zu sprechen kam der Oberbürgermeister auch auf den Sportstätten-Entwicklungsplan, der im vergangenen Jahr an gleicher Stelle vorgestellt wurde. Realisiert worden seien die Sanierung des Hallenbades in Laup-heim, eine neue Sporthalle in Bihlafingen sowie eine neue 3- beziehungsweise 4-Feld-Halle, deren genauer Standort noch festgelegt werde. Auch wenn Baustetten bislang noch nicht berücksichtigt werden konnte, stehe die „Tür noch offen“, erklärte der OB. „Daher auch der Ortsname `Bau`stetten“, so der Einwurf von Johannes Riedel.

Die anschließenden Ehrungen in Bronze und Silber boten einen bunten Querschnitt durch die verschiedensten Sportarten. OB Rainer Kapellen überreichte, unterstützt von Elisabeth Strobel vom Lusshof Laup-heim, die Pokale an die Sportlerinnen und Sportler. Von Badminton über Fechten, Rhythmische Sportgymnastik bis hin zum Tennis, Tischtennis und Schwimmen spannt sich der Bogen. Nicht zu vergessen der Fußball. Hier wurde Julia Hartmann von der Frauenmannschaft des SV Sulmetingen mit besonderem Applaus belohnt. In der vergangenen Saison schoss die junge Torjägerin stolze 48 Tore!

Zwischen den Ehrungen begrüßte Johannes Riedel besondere Ehrengäste. Zum einen war der siebenfache deutsche Meister im Taekwondo, Daniel Manz, zu Gast. Begeistert erzählte Manz von der Vielseitigkeit seines Sports, der fast weltweit betrieben wird und immer mehr Zulauf findet. In seiner Familie seien viele aktive Taekwondo-Sportler; seine Frau trainiert die Sportart. Auf die Frage von Johannes Riedel, ob denn auch sein Sohn Taekwondo betreibe, musste Daniel Manz zugeben, dass dieser lieber Fußball spielt.

Bevor es mit den Ehrungen in Gold weiterging, interviewte Johannes Riedel die bekannte Turnerin Magdalena Brzeska. Dem erstaunten Publikum erklärte sie, dass ihre Karriere als aktive Sportlerin bereits im Alter von zwanzig Jahren zu Ende ging, sie war schlichtweg zu alt. Seit vier Jahren ist sie Cheftrainerin in Ulm für rhythmische Sportgymnastik und sie findet, dass diese Sportart eine der Schönsten und Ästhetischsten ist. Und brachte auch gleich ein anschauliches Beispiel mit. Die zehnjährige Niki zeigte eine eineinhalbminütige Vorführung, bei der sie eine unglaubliche Körperbeherrschung und Gelenkigkeit darbot. Dafür trainiert die junge Sportlerin allerdings auch an 6 Tagen in der Woche bis zu 5 Stunden.

Weitere Showacts, dargeboten von den Pferdefreunden des Lusshof Laupheim und Tänzern des SV Sulmetingen, begeisterten das Publikum bevor es schließlich zum Höhepunkt des Abends kam.

Gold für Andreas Schwarz und Moritz Hamberger,

Da waren zunächst die mit Gold zu ehrenden Sportler. Andreas Schwarz und Moritz Hamberger, beide vom TSV Laupheim, nahmen diese Ehrung gern entgegen und genossen den ihnen gebührenden Applaus.

Wer dreimal mit Gold geehrt wird, erhält den Sportehrenpreis der Stadt Laupheim. In diesem Jahr ging der Pokal an Ralf Hildebrand vom SV Sulmetingen, Abteilung Triathlon. Zur Erinnerung: diese Königsdisziplin umfasst 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,2 Kilometer laufen. Ralf Hildebrand erbrachte diese enorme Leistung beim diesjährigen Ironman in Frankfurt in der Altersklasse 55.

Schließlich und endlich kündigte OB Kapellen den Sportpreis an, die höchste Auszeichnung bei der Sportehrung. Einstimmig war die Jury bei dieser Wahl zu einem Ergebnis gekommen.

Hilmar Kopmann, Präsident des TSV Laupheims, steht sichtlich bewegt auf der Bühne, lauscht der Laudatio der Vizepräsidentin Iris Godel-Ruepp. Eindrucksvoll schildert sie einen Mann, der seit 16 Jahren im Präsidium wirkt, seit acht Jahren als Präsident. Dabei habe er immer den Blick nach vorne gerichtet und diszipliniert und auf die eigene Stimme hörend den Verein gefördert und unterstützt. Seine mentale Stärke und auch die körperlichen Vorrausetzungen – Kopmann ist aktiver Läufer und Radfahrer – haben ihm geholfen, so manche Stresssituation zu bewältigen. „Wir verneigen uns vor Dir“, so die Schlussworte von Iris Godel-Ruepp. „Zu einem großen Teil gehört diese Auszeichnungen auch meinen vielen Mitarbeitern“, meint Hilmar Kopmann. Und natürlich seiner Frau Martina, die ihn mit viel Verständnis unterstützt. Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Laupheim und das finale Gruppenfoto aller Geehrten bilden den Abschluss des offiziellen Teils der Gala Im Foyer findet der Abend bei angeregten Gesprächen, Fotoshootings mit den Ehrengästen und vielleicht einer Runde Bull-Riding einen vergnüglichen Fortgang.

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