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Untragbare Zustände im Bahnverkehr Ulm-Biberach

Überfüllte Züge auf der Südbahn sorgen für Unmut.
Überfüllte Züge auf der Südbahn sorgen für Unmut.
Archiv: Felix Kästle

Laupheim sz Die seit Monaten regelmäßig auftretenden unzureichenden Beförderungskapazitäten auf der Südbahnstrecke von Ulm nach Biberach in den morgendlichen Stoßzeiten des Pendlerverkehrs sind „schlichtweg untragbar“, kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger. Die Bahn müsse dieses Problem schnellstmöglich in den Griff bekommen, fordert er. Regelmäßig am Bahnhof zurückgelassene Schul- und Berufspendler seien inakzeptabel.

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Dörflinger ist verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. In einem Brief an Sven Hantel, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg, schildert er die Missstände. Nicht nur auf der Südbahn, sondern landesweit werde über Verspätungen, Zugausfälle und überfüllte Abteile geklagt. „Als regelmäßiger Nutzer der Zugverbindungen im Land erlebe ich solche Vorfälle selbst und kann Ihnen daher auch versichern: Die Zustände sind teilweise untragbar“, schreibt Dörflinger an Hantel. „Aus Platznot stellen sich Zugreisende in die Zugtoilette.“

Unmut wird immer größer

Im Wahlkreis Biberach wachse aktuell der Unmut über die nicht ausreichenden Beförderungskapazitäten auf der Strecke Ulm-Biberach, gerade zu den morgendlichen Stoßzeiten im Schüler- und Berufspendlerverkehr. So könnten regelmäßig Schüler spätestens ab der Haltestelle Schemmerberg nicht mehr mitgenommen werden, weil die Züge überfüllt seien – „sie werden folglich am Bahnhof zurückgelassen und verpassen wertvolle Unterrichtszeit“. In der Woche nach den Weihnachtsferien sei das Problem sogar täglich aufgetreten. Dörflinger bezieht sich auf Beschwerden von Eltern, Pendlern und Schulleitungen.

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„Sie werden mir zustimmen, dass dies ein untragbarer Zustand für die Betroffenen ist“, heißt es weiter in dem Schreiben an den DB-Konzernbevollmächtigten. „Um die Fahrgäste nicht langfristig zu verlieren, muss umgehend eine wirksame Lösung gefunden werden.“

Dörflinger möchte von Sven Hantel wissen, „wie Sie diese Situation kurzfristig beheben können“. Darüber hinaus wäre es wohl angebracht, „die betroffenen Zugreisenden in irgendeiner Form zu entschädigen“. Hantel möge sich für eine schnellstmögliche Verbesserung der Situation einsetzen. Die CDU-Landtagsfraktion wolle den Schienenpersonennahverkehr stärken, betont der Abgeordnete. Dafür seien attraktive und verlässliche Angebote eine Grundvoraussetzung.

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