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Wangen im Allgäu
Lokales

Und täglich grüßt das Parkchaos

Auf dem P 14 am Scherrichmühlweg geht es drunter und drüber – Ordnungsamt will jetzt durchgreifen

Wangen sz Seit einigen Wochen herrschen auf dem Großparkplatz P 14 am Scherrichmühlweg chaotische Zustände. Besonders prekär war die Situation in dieser Woche am mittwöchlichen Markttag, als Wiesen und Gehwege in großem Stil zugeparkt wurden. Auch mit Blick auf den am kommenden Montag anstehenden, beliebten Martinimarkt kündigt das Ordnungsamt an, härter durchgreifen zu wollen.

Am Mittwoch bot sich rund um den Scherrichmühlweg ein bizarres Bild: Der P 14 war übervoll. Darüber hinaus standen Autos auf Gehwegen und kleinen Rasenflächen und auf der Hochwasserwiese Richtung Realschule. Es grenzte fast an ein Wunder, dass nicht auch noch das Innere des dortigen Kreisels zugestellt war.

Kein einmaliges Phänomen

Der Ausnahmezustand herrscht derzeit aber auch an „normalen“ Wochentagen. Zum Beispiel am Donnerstag, als Autos zum Teil im absoluten Halteverbot abgestellt worden waren. Der Grund: Seit einigen Wochen werden auf dem P 14 Bäume gepflanzt. Diverse Stellplätze fallen deshalb weg.

Das Ordnungsamt will dieses Parkchaos nicht weiter hinnehmen: Leiter Kurt Kiedaisch kündigte am Donnerstag auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ verstärkte Kontrollen an. „Gehwege komplett zuzuparken, das geht gar nicht“, sagte er und verweist auf gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer. Gleiches gelte für die mühsam gepflegten Wiesen. Derlei Verstöße sollen jetzt geahndet werden. Mit Bußgeldern, gegebenenfalls müsse man Autos auch abschleppen lassen, so der Amtsleiter.

Leser üben Kritik

Wegen der seit einigen Wochen laufenden Pflanzarbeiten und dem damit verbundenen Wegfall eines Teils der Parkplätze hatte sich die Stadt bislang kulant gezeigt. Sehr zur Kritik von SZ-Leser Claus Hepp: Dieser verwies in einer E-Mail auf die Realschule und die beiden benachbarten Kindergärten, die im Notfall angefahren werden müssten. Kurt Kiedaisch spricht hingegen von einem „Ermessensspielraum“, den man bislang habe walten lassen. Statt „Knöllchen“ sollten Streifen des Amts gelbe Zettel an die Scheibenwischer falsch abgestellter Fahrzeuge heften. Mit dem Hinweis versehen, dass es unter anderem am Gehrenberg ausreichend Parkraum gebe.

Mit ernüchterndem Ergebnis: Kiedaisch selbst sah am Mittwoch auf dem ehemaligen Hartplatz maximal 20 Autos. Gähnende Lehre herrschte auch auf der Luftlinie vielleicht gerade mal 100 Meter vom P 14 entfernten neuen Stellfläche neben dem Kunstrasenplatz bei der Realschule. Auf beiden Arealen sind dies gewohnte Bilder – trotz des alltäglichen Parkchaos’ am Scherrichmühlweg.

Appell an Autofahrer

Für die kommenden Wochen – und darüber hinaus – appelliert Kiedaisch deshalb, diese Parkplätze zu nutzen: „Die Autofahrer sind in der Verantwortung, sich ordnungsgemäß zu verhalten“, sagt er. Und sie hätten entsprechende Möglichkeiten. Laut Kiedaisch gibt es rings um die Altstadt fast 1300 kostenfreie Parkplätze, dazu mehr als 600 gebührenpflichtige.

Mit dem Appell hat er besonders den Montag im Blick. Dann steht der Martinimarkt an. Der beliebteste der Wangener Krämermärkte hatte schon in den Vorjahren zu einem ähnlichen Parkchaos geführt, wie es jetzt Usus ist – selbst ohne Bauarbeiten und dem Wegfall von Stellflächen auf dem P 14.

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Kommentare (1)
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Da heutzutage der Großteil der Autofahrer am liebsten direkt vor der Ladentür parken würden sind die alternativen Stellplätze am ehemaligen Hartplatz bzw..an der Realschule uninteressant.Mir ist schon aufgefallen das besonders die Fitness orientierte mit Jogginghose und sündhaft teuren Laufschuhen ausgestattete Gesellschaft die kürzesten Laufwege zum einkaufen bevorzugen.Auffällig ist auch das bei parken sehr viel Egoismus herrscht.Man besetzt großzügig zwei Parkflächen.Hauptsache ich habe einen Parkplatz.Was gehen mich da die anderen an. mehr

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