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Tuttlingen offen für Landesgartenschau 

Gemeinderatsfahrt: Stadt prüft Voraussetzungen, um Brache an Dr. Karl-Storz-Straße zu beleben
„Alle zuhören, bitte“: OB Michael Beck und Stephan Czichowsky von Bilfinger im Neubau des IFC.
„Alle zuhören, bitte“: OB Michael Beck und Stephan Czichowsky von Bilfinger im Neubau des IFC.
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Tuttlingen sz Die Stadtrundfahrt des Tuttlinger Gemeinderats am Montag hat mit einem Spaziergang begonnen: Der Cube, das Sport- und Mensagebäude der Karlschule, machte den Auftakt zur Besichtigung markanter Punkte in der Stadt. Der Abschluss wurde auf dem Aichhalder Hof begangen. Und zwischendurch wurde gesagt, dass Tuttlingen die Voraussetzungen für eine Landesgartenschau an der Donau prüft.

Cube: Nahezu im Zeitplan ist die SSN Cube GmbH mit dem rund 2,17 Millionen Euro teuren Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Frauenarbeitsschule in Tuttlingen. Der April 2018 als Fertigstellungstermin wird laut Architekt Jochen Wilfet gehalten werden können. Das Dach ist seit vergangenen Freitag geschlossen, bis Ende übernächster Woche wird auch der Baukörper dicht gemacht, dann beginnen die technischen Arbeiten im Gebäudeinneren. Oberbürgermeister Michael Beck will die Blumenstraße zwischen Neuhauser und Uhlandstraße als Durchgangsstraße schließen und die Zufahrt mit Pollern regeln. Das Thema wird noch im Gemeinderat behandelt.

Brunnenstraße: Auf dem Gelände des ehemaligen Bolzplatzes an der Brunnenstraße wurden Stellplätze für die Hochschule geschaffen, die durch den Neubau des Cube weggefallen sind. Insgesamt sollen 57 Plätze von Hochschule und ab Ende 2018 auch vom Innovations- und Forschungs-Centrum (IFC) dort genutzt werden können. Zudem wurde die Außenanalge des Kindergartens Brunnenstraße um rund 300 Quadratmeter erweitert. Nach Abbruch der Turnhalle der Karlschule sollen auf diesem Gelände weitere Parkplätze entstehen, entweder ebenerdig oder in einem Parkdeck.

Innovations- und Forschungschungs-Centrum: Das 10,8 Millionen Euro teure Projekt ist laut Stephan Czichowsky von Bilfinger Regionalbau im Zeitplan. Die Kostenentwicklung und Finanzierung wird diesen Donnerstag Thema im technischen Ausschuss des Gemeinderates sein. Die Klinkerfassade ist teilweise schon angebracht. „Zusammen mit der Bebauung des Union-Areals wird das richtig urban werden“, so der OB.

Parkplatz Mühlauhalle und Tuwass: Die Stadt wird die Parkplätze rund um die Mühlauhalle und vor dem Tuwass aufteilen. Die Stellflächen für Pkw vor dem Schwimmbad sollen in Zukunft bewirtschaftet werden. Damit reagiere die Stadt auf die Tatsache, dass den Badegästen die Parkmöglichkeiten durch andere Besucher weggenommen würden. Bei rund 450 000 Badegästen müsste etwas getan werden, so Tuttlingens Oberbürgermeister. Die Besucher des Tuwass sollen die Parkgebühr über den Eintritt erstattet bekommen.

Gewerbegebiet Dr. Karl-Storz-Straße: Für die Stadt stellt das Gebiet eine „große Problemsitaution“ dar, wie der Erste Bürgermeister Emil Buschle während der Fahrt betonte. „Die Flächen werden weit unter Wert genutzt.“ Für Oberbürgermeister Beck würden die vielen Brachflächen nach einer Entwicklung schreien. Im Rathaus gibt es nun die Überlegung, sich für eine Landesgartenschau zu bewerben. „Das könnte eine Chance sein“, sagte Buschle. In einer Klammer könnte das Industrieareal mit der Donau ausgehend vom Möhringer Schlauch verbunden werden. Zeitnah will Tuttlingen in Stuttgart vorstellig werden, um die Voraussetzungen für eine Landesgartenschau zu erfragen.

Gelände Fa. J. Friedrich Storz GmbH: Die Stadt Tuttlingen arbeitet daran, den Beschluss des Gemeinderates, die Fläche der Firma J. Friedrich Storz GmbH zu kaufen, umzusetzen. „Die Gespräche laufen“, sagte Beck. Allerdings sei der Preis noch verhandelbar. Das liegt daran, weil die einzelnen Bereiche des Geländes (Mischgut, Betriebsstätten, Werkstätten) unterschiedlich bewertet werden müssten. Derzeit befinde sich die Stadt im „Gutachterstadium“. Es soll festgestellt werden, wie die Altlastensituation ist. Beck hofft, dass es bis Ende des Jahres eine Vorlage für den Gemeinderat geben wird. Das fünf Hektar große Gelände soll nach Vorstellung des OB für innerstädtisches Wohnen durch die Stadt entwickelt werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Altlasten aus dem Boden komplett entsorgt werden. Ein Verkauf von einem Teil der Flächen lehnte Beck ab.

Hotel Waldeck: Auf dem Gelände des mittlerweile abgerissenen Hotels Waldeck wird ein Mehrfamilienhaus entstehen. Die Baugenehmigung liege bereits vor. Weil sich die vorgesehene Tiefgarage und der neue Hochbau über die Ausmaße des Hotels ausdehnen würden, könnten die Bäume nicht erhalten werden.

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