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Bad Wurzach
Lokales

Toter Junge: Schwarzer Tag für Bad Wurzach

Bad Wurzach sl Das in Bad Wurzach vermisste Kind ist tot. Retter fanden den Jungen in einem Gartenteich in der Nähe einer Sporthalle.

Bis dahin hatte ein Großaufgebot an Rettungskräften unter enormer Mithilfe der Bevölkerung ergebnislos nach ihm gesucht. „Es gibt keinerlei Hinweise, dass der Junge nicht ertrunken ist“, schloss Erster Polizeihauptkommissar Ferdinand Hofmann in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz um Mitternacht ein Verbrechen zu diesem Zeitpunkt aus.

Die genaue Todesursache soll im Laufe des Montags feststehen. Die Familie wurde in der Nacht von einem Kriseninterventionsteam der Polizei und einem Notarzt betreut.

Die Bereitschaftspolizei begann nach ihrem Eintreffen mit der Suche von vorn und suchte zuallererst die unmittelbare Umgebung der Riedsporthalle sektorenweise nochmals ab. Dabei wurde der Leichnam des Jungen gefunden – in einem nur schwer zugänglichen und sehr unübersichtlichen Gartengrundstück ganz in der Nähe.

Wie der Junge dorthin gelangt ist, ist ebenfalls eine Frage, die zu klären die Kriminalpolizei die Nacht über beschäftigte. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Junge dort schon länger lag“, so Hofmann.

Tief erschüttert

„Das ist ein schwieriger Tag für die Stadt“, so Bürkle tief erschüttert bei der Pressekonferenz. Zuvor war er bei der Familie des Jungen gewesen.

Wie Polizei und Feuerwehr am Nachmittag mitteilten, verschwand der Junge gemeinsam mit einem gleichaltrigen deutschen Freund vom Fußballturnier in der Riedsporthalle. Gegen 14.45 Uhr wurde die Polizei von seinem Verschwinden informiert.

Sofort sei die Suche angelaufen. Der dreijährige deutsche Junge wurde gegen 15.40 Uhr beim Casa Rossa gefunden. Da er erzählte, sein Freund sei ins Wasser gefallen, wurde in der Folge die Ach weiträumig sorgfältig zu Fuß und mit Booten durchkämmt. Zudem wurden drei Hubschrauber mit Wärmebildkameras eingesetzt. Sie suchten das mittlerweile komplett abgeschlossene Ried ab – alles verlief ergebnislos.

Hunderte im Einsatz

Da die Nachricht sich über die Facebook „Du weißt, dass du aus Bad Wurzach bist...“ in Windeseile verbreitete, fanden sich Hunderte Menschen ein, um die Kräfte von Feuerwehr, DRK, DLRG und Polizei zu unterstützen. Im Einsatz waren acht Polizeibeamte, gut 50 Feuerwehr- kameraden, 26 Mitglieder der DLRG und 41 Rotkreuzler.

In gemischten Trupps wurde das gesamte Stadtgebiet bis tief in die Nacht durchkämmt. Gegen 21.45 Uhr waren immer noch neun Trupps unterwegs. Mittlerweile gingen die Einsatzleiter davon aus, dass der Junge sich irgendwo in der Stadt versteckt und dort eventuell eingeschlafen ist.

Bereitschaftspolizei im Einsatz

Für 22 Uhr wurde von Bürgermeister Roland Bürkle das Eintreffen der Bereitschaftspolizei angekündigt. Die Bürger, die sich in großer Menge vor dem Feuerwehrhaus versammelt hatten, wurden gebeten, das Gelände zu verlassen, um der Polizei Platz zu geben. „Wir suchen, bis wir ihn gefunden haben“, versprachen Polizei und Feuerwehr einhellig.

Über die enorme Unterstützung aus der Bevölkerung freuten sie sich sehr. „Diese Flut an Hilfe ist überwältigend“, so Feuerwehrkommandant Norbert Fesseler im Namen aller Einsatzkräfte. Auch Bürkles Dank ging an alle Einsatzkräfte und die Bürger, „die uns so hervorragend unterstützt haben, auch wenn es leider ohne Erfolg war. Das zeigt, dass Bad Wurzach zusammensteht, wenn’s drauf ankommt.“

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