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Tettnang
Lokales

Tettnanger Kinder besuchen die Polizei

Beim Ferienprogramm lernen die Mädchen und Jungen viel über die Ausrüstung

Tettnang sz Und dann wird es plötzlich laut. „So klingt das, wenn die Sirene an ist“, ruft Kommissar Rudolf Mezger. Um ihn herum halten sich die Kinder die Ohren zu und strahlen im Schein des Blaulichts über das ganze Gesicht. Im Rahmen des Kinderferienprogramms stand für etwa zwölf Kinder am Freitagmorgen der Besuch der Polizeistation Tettnang auf dem Programm.

Westen, Helme, Schilder, Kreide zum Markieren, Maßbänder, Absperrband – bei dem, was der Kommissar da so alles aus dem Auto holte, machten alle große Augen. Ebenso beim Motorrad. Mit dem war Hauptkommissar Albert Lechner aus Sigmaringen angerückt und zeigte, was damit so alles möglich ist. Auf jeden Fall mehr als mit einer regulären Maschine – dafür sei dann aber auch die Belastung höher, sagt Lechner.

Zelle ist kein Wohlfühlort

„Manchmal müssen wir damit auch in den Wald fahren und die Maschine dort ablegen“, sagt Lechner und deutet auf die stabilen Stützbügel. Auf weichen Wegen nützt der Ständer unter Umständen nichts, da braucht es die Vorrichtung. Und mit einem Kniff „und etwas Kraft“, so der Motorradpolizist, bekommt man die 82 Kilo schwere Maschine dann auch wieder auf die Räder.

„Das riecht hier aber komisch.“ – Beim Blick in die Zelle sind sich alle einig. Eine Pritsche, ein WC – der Ort, an derm der eine oder andere seinen Rausch ausgeschlafen hat, ist kein Platz zum Wohlfühlen. Das merken auch die Kinder, nachdem sie in der Wache in die Welt der Polizeiausrüstung eingetaucht sind. „Muss man gut Deutsch können?“ – Auf diese Frage antwortet Sven Schätzle, der Leiter der Polizeistation Tettnang: „Natürlich. Schließlich müssen wir ja Anzeigen und Berichte schreiben, da muss alles stimmen.“ Auch Mathe, Englisch oder Französisch schadeten natürlich nicht, schiebt er hinterher.

Und dann kommt „Queen“, die Polizeihündin. „Ihr dürft sie gern streicheln“, sagt der Hundeführer, „aber kommt bitte von vorne.“ Die belgische Schäferhündin genießt das, aber zeigt dann, wozu sie im Einsatz fähig ist. Hochkonzentriert sucht sie einen Ball, den die Kinder vorher versteckt haben.

Sitz, bleib, Platz, such – das Tier folgt aufs Wort. Das funktioniert nicht durch Zwang, sondern indem der Hundeführer die Instinkte und den Spieltrieb des Hundes nutzt: Immer wieder wird er gelobt, darf spielen. Für die Kinder viel wichtiger an diesem Tag: Das Fell ist weich.

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Ich finde es toll, dass die Polizei den Kindern sowas ermöglicht. Gerade in der heutigen Zeit sind Polizisten ja immer schuld, egal was sie machen. Und so kann man den Kindern eben zeigen, das Polizisten ganz normale Menschen sind, die einem nichts tun. Und natürlich ist es für jedes Kind ein Erlebniss, in einem Polizeiauto zu sitzen. mehr

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