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Laupheim
Lokales

Sturmtief „Burglind“ hält Feuerwehren auf Trab

Umstürzende Bäume, Stromausfälle, vollgelaufene Keller beschäftigen die Helfer – Keine Verletzten im Sturm

Laupheim sz Von den ruhigen, besinnlichen Tagen über die Jahreswende ist am Morgen des 3. Januars nicht mehr viel zu spüren. Schon früh kündigte sich das Sturmtief „Burglind“ mit starkem Wind an, der dann im Laufe des Vormittages bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern als Sturm an manchen Stellen Oberschwabens Schäden anrichtet – vor allem durch umgeknickte Bäume. Die Feuerwehren waren auch in der Region Laup-heim über Stunden im Einsatz. Im ganzen Kreis Biberach gab es 37 sturmbedingte Einsätze, meldet die Einsatzleitstelle – 29 Mal wegen umstürzender Bäume.

Es gab zudem vollgelaufene Keller, vor allem im Bereich Riedlingen, und in einigen Ortschaften fiel der Strom aus. Davon waren Mettenberg, Laupertshausen und Maselheim betroffen. Wie die Energie Baden-Württemberg (EnBW) mitteilt, seien dafür wie im gesamten Bundesland umstürzende Bäume und umherfliegende Gegenstände verantwortlich gewesen, die die Leitungen beschädigt hätten. In dem Gebiet sei zwischen 12 und 13 Uhr der Strom weg gewesen. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Auch in Laupheim waren Kräfte der Feuerwehr mehrfach unterwegs – die den Tag bereits mit dem Einsatz beim schweren Verkehrsunfall in der Ulmer Straße begonnen hatten (siehe Bericht auf dieser Seite). Ein weiterer Einsatz führte die Helfer in die Ulmer Straße in Laupheim. Dort hatte eine heftige Böe einen großen Ast aus dem Stamm eines Nadelbaums gerissen und auf die vielbefahrene Straße geschleudert, die dadurch halbseitig nicht befahrbar war. Feuerwehrleute zersägten den Ast, durch dessen Verlust der Baum so stark beschädigt wurde, dass er von der Laupheimer Feuerwehr fachgerecht gefällt werden musste. Am Bronner Berg fiel ein großer Ast auf ein Garagendach und musste von den Helfern zersägt werden. Am Dach blieben Schäden zurück. In der Kapellenstraße am Marktplatz musste die Laupheimer Feuerwehr ihr Improvisationstalent bei der Sicherung eines zerstörten Schaukastens unter Beweis stellen.

In Bronnen bekam eine Sturmböe ein ganzes Gewächshaus zu fassen und schleuderte es herum. Bei Burgrieden fällten Feuerwehrleute vorsorglich einen Baum, der im Sturm auf die Straße zu fallen drohte – ähnliche Einsätze werden aus Schwendi gemeldet. Das bedeutete auch viel Arbeit in der Einsatzleitstelle in Biberach, erklärt deren Leiter Edgar Quande. Aber: „Wir haben uns auf den nahenden Sturm vorbereitet.“ Statt mit den üblichen zwei war die Leitstelle während des Sturms mit drei Mitarbeitern besetzt.

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