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Sturmtief „Burglind“ wütet auch auf der Alb

„Burglind“ hinterlässt in der Region hohe Sachschäden, aber keine Verletzten

Zahlreiche Schäden, aber zum Glück keine Verletzten sind die Bilanz des Sturmtiefs „Burglind“ in der Region rund um die Laichinger Alb. Hier wehte der Wind einen Zeltunterstand für Pferde weht auf die Straße zwischen Blaubeuren und Beiningen.
Zahlreiche Schäden, aber zum Glück keine Verletzten sind die Bilanz des Sturmtiefs „Burglind“ in der Region rund um die Laichinger Alb. Hier wehte der Wind einen Zeltunterstand für Pferde weht auf die Straße zwischen Blaubeuren und Beiningen.
Ralf Zwiebler

Laichingen sz Das Sturmtief „Burglind“ hat bundesweit gewütet: Stromausfälle in Bayern, Zugausfälle und gesperrte Straßen im Südwesten. Die Böen erreichten dem Deutschen Wetterdienst zufolge Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Auch die Laichinger Alb war betroffen – wenn auch nicht so schlimm wie andere Gebiete in Deutschland:

Beim Polizeipräsidium Ulm gingen zahlreiche Notrufe ein. Laut Aussage eines Sprechers sei im Alb-Donau-Kreis aber „nichts Auffälliges“ passiert. Vielerorts hatte der Sturm zwar Bäume entwurzelt oder größere Äste abgerissen. Auch zahlreiche Straßen waren zeitweise blockiert. Auf einzelnen Straßen, darunter die Autobahn 8 bei Merklingen, gab es stellenweise Behinderungen durch regenbedingte Überflutungen. Erfreulich sei aber, so die Polizei, dass nach derzeitigem Kenntnisstand niemand verletzt wurde. Rund 50 Sachschäden in Höhe von insgesamt mehreren zehntausend Euro wurden von der Polizei registriert.

Fahrbahn blockiert

Für die Laichinger Feuerwehr blieb es ebenfalls vergleichsweise ruhig. Zwischen Laichingen und Hohenstadt musste die Wehr jedoch einen Baum entfernten. Dieser blockierte zwischen 9.15 und 10.15 Uhr die Fahrbahn.

Zu Verkehrsbehinderungen kam es auf der Bundesstraße B28. Dort wurde ein rund 40 Meter langer Absperrzaun gegen 8 Uhr in der Ulmer Straße in Blaustein von einer Windböe umgeworfen.

Stromausfall im Landkreis Biberach

In Laupheim im Landkreis Biberach drückte der Sturm ein Glaselement einer Bushaltestelle aus der Verankerung. Die Scheibe ging zu Bruch. Ebenfalls in Laupheim fiel ein Baum auf die Ulmer Straße, im Staudesgäßle lösten sich an einem Gebäude einige Dachziegel. Bei Kirchberg, ebenfalls im Landkreis Biberach, stürzte ein Strommast um. In einigen Ortschaften fiel der Strom komplett aus. Betroffen waren die Ortschaften Mettenberg, Laupertshausen und Maselheim. Wie die Energie Baden-Württemberg (EnBW) mitteilt, seien dafür wie im gesamten Bundesland umstürzende Bäume und umherfliegende Gegenstände verantwortlich, die die Leitungen beschädigt hätten. In dem Gebiet sei zwischen 12 und 13 Uhr der Strom weg gewesen. Die Strecke zwischen Kirchberg und Dettingen war über mehrere Stunden hinweg blockiert, der Verkehr wurde umgeleitet.

Das Polizeipräsidium Reutlingen registrierte rund 80 witterungsbedingte Notrufe, während das Orkantief über die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen hinweg zog. Ab 8.30 Uhr standen die Notrufe zum Teil nicht mehr still, bis 90 Minuten später der Wind sich wieder beruhigt hatte. Verletzte gab es zum Glück keine.

Trampolin fliegt umher

Im Kreis Reutlingen mussten ebenfalls mehrere Straßen von umgestürzten Bäumen befreit und einige Bauzäune wieder aufgestellt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte in Metzingen durch ein umherfliegendes Trampolin und einen Anhänger, der gegen ein Auto geweht wurde, ein Schaden entstanden sein.

Stark betroffen war der Kreis Esslingen, besonders die Bereiche in und um Esslingen sowie die Filderebene und der Raum in und um Nürtingen. Dort wurden durch umstürzende Bäume nicht nur Straßen blockiert, sondern mehrere geparkte Pkw beschädigt und auch einige Motorräder umgeworfen. Eine abschließende Bilanz, wie viele Fahrzeuge beschädigt wurden und wie hoch der Schaden ist, steht noch aus.

Ampeln werden auf Auto geschleudert

Ein schadensträchtiges Ereignis hat sich am Mittwochmorgen, kurz nach 8.30 Uhr, auf einer Kreuzung in der Nähe des Esslinger Teilortes Berkheim ereignet. In einem dortigen Baustellenbereich wurden mehrere mobile Baustellenampeln auf drei Autos geschleudert. Hierbei entstand an den Fahrzeugen ein Schaden in Höhe von rund 10 000 Euro. An den Ampeln beträgt der Schaden etwa 40 000 Euro.

In Eislingen im Landkreis Göppingen wehte der Wind ein Trampolin von einem Balkon. Es traf ein parkendes Auto und auch einen Streifenwagen der Polizei. Die Beamten fingen das Trampolin ein, bevor weiterer Schaden entstand. In Schlierbach beschädigte ein umstürzender Baum ein Auto leicht. Zahlreiche Straßen mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Groß war der Schaden in Ebersbach, als ein Bauzaun zwei Autos traf. Der Schaden beläuft sich auf rund 10 000 Euro. Ebenfalls in Ebersbach fielen rund 30 Ziegel von einem Dach herunter. In Dürnau blies der Sturm einen abgestellten Wohnwagen um. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

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