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Studenten stellen Schmuck mit dem 3D-Drucker her

Studenten stellen Schmuck mit dem 3D-Drucker her
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Friedrichshafen sz Eine innovative Idee, sechs Studenten und einen 3D-Drucker – das braucht es, um eine neue Firma auf die Beine zu stellen. Die Gründer von „Stilnest.com“ stellen Schmuck auf etwas andere Art her. Dies tun sie mit mit einem 3D Drucker. Der druckt, mit Hilfe eines Lasers, der mit dem sogenannte „Lasersintern-Verfahren Pulver, das sich in einer Kammer befindet, schichtweise zusammenschmilzt, abkühlt und die einzelnen Schichten miteinander verbindet. Dabei entsteht ein gleichermaßen flexibler und stabiler Wachsrohling, aus dem schließlich eine Negativform hergestellt wird. Dorthinein werden entweder Feinpolyamid oder 925er Sterling Silber gegossen. Anschließend wird poliert und im nächsten Moment hält man das fertige Schmuckstück, das vorher als digitale Konstruktion am Bildschirm zu begutachten war, in den Händen.

Die Gründer Julian, Raoul, Flo, Tim, Michael und Mike und Henriette, die Frau im Bunde, besitzen seit dem 01. Juni diesen Jahres eine Online Seite (www.stilnest.com) auf der man die Designerstücke kaufen kann. Außerdem ist das 3D- Gedruckte bei Gessler 1862 zu bestaunen, bestellen und kaufen. „3D Druck fasziniert die Massen“, so Julian Leitloff. Die neuen Modelle würden schon jetzt sehr gut von Kunden angenommen.

Da Stilnest.com seine Schmuckstücke von namhaften Designern aus aller Welt entwerfen lasse, träfen kreative Einflüsse unterschiedlicher Szenen aufeinander. Somit entstehe „eine neue Ästhetik“, sagt Leitloff. Bis dato werden zur Herstellung nur Silber und Feinpolyamid verwendet. In Kürze sei aber auch Papier-, Nylon-, Stahl- und Goldschmuck erhältlich.

Das neuste Projekt der Studenten ist das „Cuckoo Project“, das am 8. November auf der Printshow 2013 in London ausgestellt wird. Hierbei interpretieren die fünf Künstler, mit denen Stilnest.com zusammen arbeitet, die Kuckucks-Uhr mit 3D Druck Technologie neu. Ab dann startet das Jung-Unternehmen seinen internationalen Vertrieb.

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