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Argenbühl
Lokales

Straßenmeistereien und Gemeindemitarbeiter sind bereits Nacht für Nacht unterwegs

Kißlegg, Amtzell und Argenbühl fahren erste Einsätze – Salzlager sind aufgefüllt

Argenbühl sz Eine Nacht Ende November: Es ist dunkel, die Temperaturen fallen unter Null. Ein Auto fährt die Kreisstraße von Wangen nach Kißlegg entlang. Es fällt kein Schnee, aber die Nässe am Boden beginnt zu gefrieren. Doch das Auto schlittert nicht. Die Straße ist bereits von der zuständigen Straßenmeisterei gestreut worden.

„Wenn kein Schnee liegt, merken die Autofahrer oft nicht, dass wir unterwegs sind“, erklärt der Straßenbauamtsleiter des Landkreises Ravensburg, Simon Gehringer. Doch seine Mitarbeiter sind schon seit Längerem auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraße des Kreises unterwegs. Sie räumen, streuen und verhindern Glätte auf den Straßen. Die Straßenmeistereien seien gerüstet, sagt Gehringer. Wichtige Straßen für den überörtlichen Verkehr, mit starkem Berufs- und Linienbusverkehr, räumen die Mitarbeiter täglich von 6 bis 22 Uhr. Die Salzlager in Wangen, Leutkirch und Isny seien schon lange befüllt, sagt Gehringer, insgesamt an diesen drei Standorten mit 2300 Tonnen Streusalz. Trotzdem könne laut Landratsamt nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Autofahrer mit Behinderungen durch Schneereste oder je nach Einsatzdauer des Winterdienstes stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen müssen.

Erste Räumeinsätze gefahren

Auch die Bauhöfe der Gemeinden sind bereits auf Kälte und Schnee eingestellt. Obwohl „das bisher noch kein Winter war“, sagt Tiefbauamtsleiter Fridolin Schorer aus Argenbühl. Doch die Planung für den kommenden Wintereinbruch stehe, die Mitarbeiter seien bereit. Insgesamt zehn Fahrzeuge sind in ganz Argenbühl zum Räumen und Streuen eingeteilt. Und wenn es schneit und gefriert, sind alle gleichzeitig im Einsatz. Tag und Nacht. „Wir sind dafür gewappnet“, sagt Schorer. „Die Mitarbeiter sind bereit. Aber die Leute müssen sich einfach jedes Jahr wieder neu an den Winter gewöhnen.“ Einen Räumeinsatz mussten die Mitarbeiter des Bauhofs auch bereits fahren, am vergangenen Wochenende wurde zudem gestreut.

Winterdienst-Bauhof Wangen im Allgäu

In Kißlegg sei der Bauhof bereits zweimal ausgerückt, sagt Bürgermeister Dieter Krattenmacher: „Die Mitarbeiter räumen bei Bedarf werktags jeweils von 3.30 bis 22 Uhr, am Wochenende beginnt der Winterdienst um 5 Uhr und endet um 20 Uhr.“ Die Routen für den Räum- und Streudienst würden stets nach Bedarf und anhand der langjährigen Erfahrung der Gemeinde eingeteilt, die Aufzeichnungen erfolgen dann über GPS. Für den kommenden Winter stehen dem Bauhof Kißlegg 150 Tonnen Streusalz zur Verfügung.

Auch in Amtzell hat es in den vergangenen Wochen bereits kräftig geschneit und gefroren. Hier ist darum der Bauhof zum Räumen und Streuen ausgerückt, auch am Wochenende. Vier Räumfahrzeuge stehen dafür laut Bauhof auf Abruf bereit. Der Winter im Allgäu kann jetzt also wirklich kommen.

Tipps für Autofahrer

Wer im Winter auf den Straßen in der Region unterwegs ist, sollte seine Fahrweise anpassen, um den Räumdienst zu unterstützen, teil das Landratsamt Ravensburg mit. Und gibt Tipps, was man als Autofahrer beachten sollte:

Auto mit Winterreifen und Schneeketten ausstatten

Fahrverhalten den Witterungsbedingungen anpassen

Rücksicht und Verständnis für die Mitarbeiter der Straßenmeistereien aufbringen

Abstand von den Streufahrzeugen halten und nicht überholen (mag)

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