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Stefan Sommer verlässt ZF Friedrichshafen

Friedrichshafen sz Der Machtkampf an der Spitze des Autozulieferers ZF Friedrichshafen ist entschieden: Konzernchef Stefan Sommer verlässt das Unternehmen.

Das geht aus einer Mitteilung des Konzerns vom Donnerstagabend hervor.

Wochenlang gab es Spekulationen um einen möglichen Rücktritt Sommers. Es gab Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und einigen Aufsichtsratsmitgliedern, darunter Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand, zur Zukunftsstrategie des Unternehmens.

Zum Rückzug überredet

Im Zuge der Meinungsverschiedenheiten trat vor eineinhalb Wochen Aufsichtsrat Giorgio Behr, ein Unterstützer Sommers, zurück. In einer außerordentlichen Sitzung wählte das Kontrollgremium am Montag Franz-Josef Paefgen zum neuen Aufsichtsratschef.

Ex-ZF-Chef Sommer äußert sich zu seinem Abschied

Der frühere Vorstandsvorsitzende von Audi hatte nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ aus Unternehmenskreisen den Auftrag, Sommer zum freiwilligen Rückzug vom Amt des ZF-Chefs zu überreden. Diese Gespräche waren am Donnerstagnachmittag offenbar erfolgreich.

„Wir danken Stefan Sommer für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit für das Unternehmen. In seinen gut fünf Jahren an der Spitze des ZF-Konzerns hat Stefan Sommer das Unternehmen tatkräftig weiterentwickelt“, sagte Paefgen nach der Entlassung des 54-jährigen Ingenieurs.

Übergangsweise übernimmt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Konstantin Sauer die Leitung des Konzerns. „Als Vorstandsmitglied für Finanzen, IT und die M&A-Aktivitäten von ZF ist Sauer ein Stabilitätsgarant und genießt unser volles Vertrauen“, sagte Paefgen weiter.

Andreas Brand erwähnt Sommer nicht

Andreas Brand, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, gab noch am Donnerstagabend ein Statement zum Fortgang Sommers ab: „Sowohl der Zeppelin-Stiftung wie auch der Ulderup-Stiftung ist es wichtig, dass sich die ZF Friedrichshafen AG wieder so schnell wie möglich auf die Herausforderungen der Zukunft konzentrieren kann: Globalisierung, Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität - kurz: die Umsetzung der Strategie 2025. Mit ihren 140 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ZF Friedrichshafen dafür bestens aufgestellt und vorbereitet.“

Sommer erwähnte er in dem Statement mit keinem Wort.

Mehr zu den Hintergründen des Rücktritts von Stefan Sommer erfahren Sie demnächst auf Schwäbische.de

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Kommentare (27)
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Kommentar zu 26. Stimme Ihnen voll zu. Solche Beiträge kann man nur mit Mühe verstehen, aber man sollte auch nicht aufgeben und auch diesen Menschen die Fakten nennen. Vielleicht waren diese einfach nicht bekannt. mehr

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Ankerung zu 24: Allein der erste Satz zeigt, dass Sie leider einfachste Unterschiede nicht verstehen. Siemens und Handysparte = 100% Verkauf an einen neuen Eigentümer. ZF und Lenksysteme = 50% Verkauf an den bisherigen langjährig bekannten Partner. mehr

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Kommentar 24: Da brauch man nichts drehen und wenden wie man will. Der Verkauf der 50% an den Lenksystemen war ein schlichte Auflage der Kartellbehörden, um TRW übernehmen zu können. Dr. Sommer hätte ZF Lenksysteme gerne behalten, durfte es rechtlich aber nicht. Stand alles in der Zeitung. mehr

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zu 19 Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Sommer hat die 50% Gmünd an Bosch verkauft wie damals Siemens die Handy Sparte an BenQ. Das Ergebnis für die Mitarbeiter bleibt das selbe und als CEO war im das entweder klar oder er war bei weitem nicht so klug wie er hier dargestellt wird. mehr

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Heute wurde schoen berichtet, dass das naechste "Opfer"der Arbeitsdirektor wird, weil se intern bei ZF einen mit kurzem Namen auf diesen Thron setzen wollen. Dieser Herr soll mit einem ZFSchreiben Einfluss auf die Staatsanwaltschaft in einem laufenden Ermittlungsverfahren nehmen. Ganz dem Motto ZF wurde já gar nicht geschaedigt, war ja angeblich nur sechstellig oder? Ich kann nur hoffen das sich diese Maechte nicht laenger durchsetzen. mehr

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Ich denke ein Vorstand muss akzeptieren, wenn der Eigentümer keine Aktien raus bringen will und ein Vorstand muss auch akzeptieren wenn der Eigentümer keine 6 Mrd. für eine Übernahme ausgeben will.
Durch eine Emission von Aktien nimmt man Geld ein, aber es hat auch Nachteile.
Der Vorstand sollte nicht an die Medien gehen und sich über den Eigentümer beschweren.
Grundsätzlich glaube ich, das man mit der Stadt FN einen guten Eigentümer hat und mit Gemeinderat und Bürgermeister gut auskommen kann. Stellen sie sich vor sie sind bei VW und haben Piech als Eigentümer. Der schmeißt sie raus weil ihm die Nase nicht passt. Fragen sie mal bei Paefgen nach.
Der Aufsichtsratsvorsitzende hätte diese Themen besser vermitteln müssen, mehr beruhigen, vielleicht hätten AR und Vst. sich besser austauschen müssen, ohne Presse.
Für das Unternehmen sind das keine guten Nachrichten und der ganze Vorgang ist unnötig.
...Man solle die Strategie so umsetzen..., einfach gesagt. Ob der Nachfolger das ausfüllen kann?
Die Eigentümer sollten sich die Mrd. nehmen, in Anleihen stecken und damit die Fixkosten der mildtätigen Zwecke decken. Damit könnte man die Abhängigkeit beenden und die Ausschüttung zurück fahren.
Das Argument ein DAX Unternehmen führt mehr Gewinne ab, muss man mit Vorsicht genießen, denn es hat mehr Mittelzufluss und manchmal steht ein großer Eigentümer dahinter. mehr

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zu xxx.
Herr Brand und seine Ferdinand GmbH ist nicht akzeptabel, aber er tut etwas für die Region und deren Zukunft, an die jetzt keiner denkt.
Dr. Sommer ist nur am Erfolg von ZF und an deren Millionen interessiert. Sommer kauft Firmen auf und unrentable verkauft er wieder. Die Arbeiter interessieren ihn nicht nur die Millionen auf seinem Konto sind relevant. Es wäre doch viel günstiger in Bulgarien oder Polen zu produzieren und Dr.Sommer würde noch mehr Millionen einstecken.
Mitarbeiter verzichten auf Lohn zur Arbeitsplatzsicherung aber zur gleichen Zeit werden die Gehälter der Manager von 14 auf 28 Mio. verdoppelt! Ist doch Super wenn ZF auf Platz eins steht. Wenn dabei in Friedrichshafen 3000 Mitarbeiter entlassen werden weil Herr Sommer die Produktion in's Ausland verlagert. Denkt mal an Eure Kinder, an die Zukunft von FN! Den Managern ist es egal sie bekommen die Millionen auch ohne Euch. Schaut Euch doch VW an, Manager kassieren weiterhin Millionen der Dieselfahrer zahlt die Zeche. Ich Verstehe Die Menschen nicht mehr. Ihr wählt wieder CDU aber wundert Euch über die Zäune um den Weihnachtsmarkt. Ihr Streikt und seit mit 2% Prozent Lohnerhöhung zufrieden (Die nicht mal für eine Tankfüllung reicht) während sich Manager wie Dr.Sommer die Gehälter verdoppeln. Immer mehr Deutsche haben einen Nebenjob um Ihr Miete zu Zahlen. Nach 40ig Jahren reicht die Rente nicht mehr um die Miete zu zahlen aber für Rüstung, EU und Asylanten sind Milliarden übrig. ZF hat damit nichts zu tun, aber hier fängt es an! Fragt mal was ein Handwerker, Straßenbauer oder die Verkäuferin im Großmarkt verdient. Der Obdachlose der ein Brötchen klaut, bekommt ein Ladenverbot. Andere die Millionen verscharren (zB. Hoeneß) bekommen Freigang und danach sitzen wieder ganz oben. Denkt Ihr an Eure Kinder die in ein paar Jahren 3 Jobs haben um Ihre Miete zu zahlen weil sie in den Firmen keinen Job bekommen, da diese lieber Merkels Gäste für 7,50€ beschäftigen!
Jetzt warte ich wieder auf die Kommentar mehr

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Zu 7: in Schwäbisch Gmünd hat Bosch die Mitarbeiter entlassen. Also nicht die Wahrheit verdrehen

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Kein Wort des Dankes vom OB für Dr Sommer PFUI

BMW Brand Muss Weg

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Überraschend kommt die Meldung nicht. Traurig ist sie trotzdem. Ein Mann, der der alten ZF wieder eine Perspektive für die Zukunft gab. Der das Image drehte. Und der die Konkurrenz aufhorchen ließ. Bei allem Respekt vor den handelnden Personen und trotz der doch eher hilflosen Erklärungsversuche. Das Vorhehen wirkt kopflos. Man kann sich nicht vorstellen, wie Herr Brand und seine Gesellen ruhig schlafen ob des Risikos, das sie ohne Not über die ZF und deren Mitarbeiter gebracht haben. mehr

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