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Bad Schussenried
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Stapeln unter Zeitdruck

Florian Schuhmacher aus Bad Schussenried nimmt an den deutschen Gabelstapler-Meisterschaften teil

Bad Schussenried / Aschaffenburg sz Florian Schuhmacher aus Bad Schussenried ist bei den regionalen Vorentscheiden zum diesjährigen Staplercup unter die besten Fahrer aus Baden-Württemberg gekommen. Deshalb geht es für den 27-Jährigen vom 14. bis zum 16. September ins deutsche Finale nach Aschaffenburg. Dort will er sein Talent unter Beweis stellen.

Florian Schuhmacher wohnt in Bad Schussenried und ist im Unternehmen Liebherr für den Transport zuständig. Er nimmt schon seit fünf Jahren am Staplercup teil und hat im regionalen Vorentscheid bereits drei Mal den ersten Platz belegt. Beim Finale reichte es bislang nur für den zehnten Platz. „Die erste Teilnahme war ganz schrecklich“, erinnert er sich. „Ich war so nervös, dass ich gezittert habe.“

Platz auf der Siegertreppe als Ziel

Doch jetzt wisse er, was ihn erwartet. „Dieses Jahr wünsche ich mir ein Platz auf dem Treppchen“, sagt der 27-Jährige. Sein Traum ist es, am „International Championship“ teilzunehmen, bei dem 19 Nationen ihre jeweils drei besten Staplerfahrer zu einem internationalen Team-Wettbewerb schicken. Doch vorerst muss er in Aschaffenburg gegen 73 Mitstreiter aus ganz Deutschland antreten.

Am Staplercup teilnehmen dürfen alle, die einen Führerschein für Flurförderfahrzeuge besitzen. Zu den drei Einzeldisziplinen gehören unter anderem zwei Parcours mit Transport- und Verladeaufgaben. Sie werden mit einem Elektro- und einem Dieselgabelstapler durchlaufen. „Dieselgabelstapler sind feinfühliger als die Elektronischen“, erklärt Schuhmacher.

Er simuliert eine Aufgabe, die er im Vorentscheid bewältigt hat: auf der Gabel steht ein Ministapler, mit dem er ein Fass von einem Spielzeug-Lastwagen nehmen und es auf eine andere Kiste laden muss. Man kann ihm die Konzentration im Gesicht ansehen. Bei der Firmen-Team-Meisterschaft, an der Schuhmacher zusammen mit seinen Kollegen Wilfried Branz, Alexander Brixner und Thomas Kissmann für die Firma Liebherr antritt, müssen Augaben im Team gelöst werden. „Die größte Herausforderung ist der Zeitdruck“, erklärt er. „Es gibt Leute, die schon Wochen davor üben, aber meiner Meinung nach kommt es immer auf den Tag an, ob es klappt.“

Frau als Glücksbringer

Der gelernte Konstruktionsmechaniker fährt schon seit seinem fünfzehnten Lebensjahr Gabelstapler. „Ich finde es gut, dass es den Cup gibt, und dass daraus so ein großes Spektakel geworden ist“, sagt Schuhmacher. Live-Auftritte und professionelle Moderatoren sollen mehr als 15 000 Zuschauer nach Aschaffenburg ziehen. Das Finale am 16. September wird ab 19.15 Uhr live auf der Facebook-Seite des Staplercups gestreamt. „Klar bin ich nervös, aber meine größte Motivation ist, dass meine Frau mitgeht“, sagt Schuhmacher. „Sie ist mein Glücksbringer.“

Das Ziel sei es, durch den Wettbewerb einen Beitrag zur Verringerung von Unfällen in Logistikbetrieben und Lagern zu leisten. Der Verein „Staplercup hilft“ will die öffentliche Aufmerksamkeit zudem für wohltätige Zwecke nutzen, und mit den Einnahmen unter anderem Kindern, Jugendliche und Senioren unterstützen.

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