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In der Einwohnerversammlung wurde ein Lageplan des geplanten Neubaus des ZfP-Fachpflegeheims gezeigt (rot eingefärbtes Gebäude). Wichtig ist aus Sicht des Bürgermeisters Achim Deinet, dass die Sichtachse von der Wilhelm-Schussen-Straße und dem Rathaus zum Neuen Kloster frei bleibt (nachträglich hinzugefügter blauer Pfeil). Der derzeitige Baumbestand in dieser Sichtachse wird gelichtet.
In der Einwohnerversammlung wurde ein Lageplan des geplanten Neubaus des ZfP-Fachpflegeheims gezeigt (rot eingefärbtes Gebäude). Wichtig ist aus Sicht des Bürgermeisters Achim Deinet, dass die Sichtachse von der Wilhelm-Schussen-Straße und dem Rathau
grafik: stadt/michelle barbic

Bad Schussenried mad In der Schussenrieder Einwohnerversammlung ist Bürgermeister Achim Deinet auf Bauvorhaben und Bauwerke eingegangen, die in der Kurstadt für Diskussionen sorgten.

ZfP-Fachpflegeheim: Anhand eines Lageplans führte der Rathauschef den Besuchern vor Augen, dass trotz des geplanten Neubaus des ZfP-Fachpflegeheims als Ersatz fürs Albert-Uhl-Haus „ein großer Teil des Klosters sichtbar“ bleiben wird: Der Neubau wird möglichst weit nach Norden gerückt. Das ist zusammen mit der Verringerung der Gebäudehöhe Teil des Kompromisses, der das Vorhaben für Deinet verträglich macht. Er merkte an, dass der Gemeinderat „zu Recht“ Bedenken geäußert habe: Der Technische Ausschuss hatte dem Baugesuch erst im zweiten Anlauf, nachdem die Pläne detaillierter erörtert worden waren, mit denkbar knapper Mehrheit zugestimmt. Zum Thema Parkplätze sagte Deinet, aus baurechtlicher Sicht habe das ZfP genügend Stellplätze nachgewiesen. „Ob das praktikabel ist, wird sich herausstellen.“

Klosterarkaden: Deinet sagte, er werde häufig gefragt, wie denn die Anlage nach Sanierung der Klosterarkaden genutzt werde. Seine Antwort: „Wir wissen nicht, was passiert“, aber es seien Planungen im Gange. Hier sei das Land als Eigentümer in der Pflicht, „wir unterstützen die Staatlichen Schlösser und Gärten, damit Leben auf die Fläche kommt“. Gedacht ist an Konzerte und andere Veranstaltungen. In Deinets Augen können sich die Schussenrieder glücklich schätzen, einen solchen Park mitten in der Stadt zu haben. Die Stadt habe die Sanierung keinen Euro gekostet, dafür kamen Land und Bund auf.

Offenlegung der Schussen: Dafür braucht die Stadt ein Grundstück der Deutschen Bahn, mit dieser sei demnächst ein Gespräch terminiert, sagte Deinet. „Nach zweijährigem Bohren“ sieht der Bürgermeister dieses Vorhaben auf gutem Weg. Vor dem geistigen Auge nahm er die Zuhörer mit auf einen Spaziergang entlang der Schussen, über die Brücke und durchs Törle zum Kloster: „Das hat Charme.“

Zusatzinformationen: Einwohnerstatistik

Von den 8663 Einwohnern der Stadt haben 10,25 Prozent einen ausländischen Hintergrund aus 67 Nationalitäten. Das sei seit Jahren so und Folge der heutigen Mobilität, nicht der Flüchtlingsbewegung, betonte Bürgermeister Achim Deinet. Derzeit sind 97 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung, davon wohnten 30 dezentral, sagte er mit Dank an die Vermieter. Obwohl die Stadt ihre Quote übererfüllt, muss sie 2018 wohl für 30 bis 40 Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf organisieren. „Wir müssen uns Gedanken machen, wo wir sie unterbringen.“

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