6
Schwäbische.de Schwäbische.de
Heiter 10
Ravensburg

Weiterlesen mit Schwäbische.de

Digital Live oder Digital Premium

  • Monatlich kündbar
  • Unbegrenzter Zugriff auf Schwäbische.de
  • Artikelarchiv: Lesen Sie alle Artikel von 2001 bis heute
Lokales

Stadtplanerin über Ravensburg: „Eine Stadt ist kein Museum“

Professorin Martina Baum über Schwierigkeiten bei der Stadtentwicklung und Strategien für Ravensburg
Professorin Martina Baum kennt das Spannungsfeld, in dem sich Städte bewegen: Erhalt einerseits, Modernisierung andererseits.
Professorin Martina Baum kennt das Spannungsfeld, in dem sich Städte bewegen: Erhalt einerseits, Modernisierung andererseits.
Foto privat: Uli Regenscheit

Ravensburg sz Derzeit wird viel über erschwinglichen Wohnraum, moderne Mobilitätskonzepte und nutzungsgemischte Quartiere diskutiert. Auch in Ravensburg sind das Themen, über die sich Bürgerschaft, Politik und Verwaltung die Köpfe zerbrechen. Jasmin Bühler hat mit Martina Baum, Professorin für Stadtplanung und Städtebau an der Uni Stuttgart, darüber gesprochen, wie sich Städte ideal entwickeln, wie der Immobilienmarkt beeinflusst werden kann und woher die Angst vor Veränderungen kommt.

Ihr Kommentar zum Thema
Kommentare (6)
6
Beitrag melden

zu @5: Sie haben den Nagel direkt auf den Kopf getroffen. Gutachter haben die Aufgabe, behördliche Pläne zu "taufen" und damit wasserdicht gegen jede Kritik der Bürger zu machen. Siehe das Gutachten zur Marienplatztiefgarage. - SW mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
5
Beitrag melden

zu 4) diese Experten benötigt man bekannterweise immer dazu, dass sie den Bürgern den Willen der Entscheider nahe legen - das läuft in der freien Wirtschaft genauso. Damit ist jeder Entscheider dann entlastet, wenn er auch Mist macht. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
4
Beitrag melden

Seit hunderten von Jahren leben die Menschen unter anderem in Städten zusammen.Die Städte wurden durch die Bürger,das Handwerk und der Kirch geprägt.Und Heute? Da braucht man sündhaft teure Experten bzw.Expertinnen um zu sagen wie wir zu leben haben.Ich frage mich auch was wollen sie verändern? Da mittlerweile bald jeder studiert und Experte werden will haben wir ja niemanden mehr der die Veränderungen in die Tat umsetzt.Dem Handwerk fehlen ja jetzt schon die Leute. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
3
Beitrag melden

es gibt auf jeden Fall Städte, die erfolgreicher und schon früher (als bis vor 40 Jahren in RV) auf nachhaltige Stadtplanung setzten. Anstatt, zuerst an einer verbesserten Verkehrsinfrastruktur zu arbeiten wird hier ein Neubaugebiet am anderen erschlossen - das nennt man "das hinterste vor dem vordersten zu machen". Die "Öffentliche Hand" vertritt in RV in erster Linie die Wirtschaft - und zuletzt die Bürger, obwohl die Bürger zu einem guten Anteil an den Steuereinnahmen der Stadt beteiligt sind. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
2
Beitrag melden

Urban or rich development?
URBANISTIK -- EINE STADT IST KEIN MUSEUM -- " ... Stadtentwicklung. Diese Aufgabe obliegt der öffentlichen Hand. Sie vertritt die Interessen von allen Bürgern – und damit das Allgemeinwohl."​ --
Soweit die Stichworte, die mir bei diesem Artikel ins kritische Auge fallen.
Der Begriff "Urbanistik" stammt aus der Zeit der Weimarer Republik und meint ein interdisziplinäres Feld, das sich der Erforschung und Beschreibung von Städten unter sozialen, geographischen, historischen, ökologischen und städtebaulichen Gesichtspunkten widmet. Auch politische, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen stehen im Forschungsinteresse. -- Statt sich um den sozialen Aspekt zu kümmern, hat Ravensburg in den vergangenen Jahren lieber ein monströses Museum IV gebaut, dass jährlich 400.000 Euro allein an Miete verschlingt.​Statt sich um eine kluge und ökologisch vertretbare Verkehrsführung und Verkehrspolitik zu kümmern, lebt die Ravensburger Stadtverwaltung immer noch in den fossilen 1970er Jahren. ​W​enn "Stadtentwicklung" sich festmachen soll an "den Interessen aller Bürger", dann muss ich resümieren, dass Ravensburg keine wirkliche "Stadtentwicklung" (urban development) kennt, denn all das, was gerade in der Museumsstadt geschieht, geschehen ist und noch geschehen ​soll​, dient nicht dem "Allgemeinwohl", sondern dem WiFo, den Geschäftsleuten, den Gutbetuchten und den ​Kunstgeilen​. -- Die allein erziehende Mutter, der Kleinrentner, der Hartz IV-ler, der Mindestlohner​, die Menschen mit Behinderungen​ und die "allerobermeisten" Leute der ​wirtschaftlichen ​Mittelschicht bleiben auf der Strecke. Wer den​/die​
Film​/e​ "Nachts im Museum" mit Ben Stiller kennt, weiß was in Ravensburg geschehen muss ...

Stefan Weinert mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
1
Beitrag melden

URBANISTIK -- EINE STADT IST KEIN MUSEUM -- " ... Stadtentwicklung. Diese Aufgabe obliegt der öffentlichen Hand. Sie vertritt die Interessen von allen Bürgern – und damit das Allgemeinwohl."
Soweit die Stichworte, die mir bei diesem Artikel ins kritische Auge fallen.

Der Begriff "Urbanistik" stammt aus der Zeit der Weimarer Republik und meint ein interdisziplinäres Feld, das sich der Erforschung und Beschreibung von Städten unter sozialen, geographischen, historischen, ökologischen und städtebaulichen Gesichtspunkten widmet. Auch politische, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen stehen im Forschungsinteresse.

Statt sich um den sozialen Aspekt zu kümmern, hat Ravensburg in den vergangenen Jahren lieber ein monströses Museum IV gebaut, dass jährlich 400.000 Euro allein an Miete verschlingt. Statt sich um eine kluge und ökologisch vertretbare Verkehrsführung und Verkehrspolitik zu kümmern, lebt die Ravensburger Stadtverwaltung immer noch in den fossilen 1970er Jahren. Und wenn "Stadtentwicklung" sich festmachen soll an "den Interessen aller Bürger", dann muss ich resümieren, dass Ravensburg keine wirkliche "Stadtentwicklung" (urban development) kennt, denn all das, was gerade in der Museumsstadt geschieht, geschehen ist und noch geschehen wird, dient nicht dem "Allgemeinwohl", sondern dem WiFo, den Geschäftsleuten, den Gutbetuchten und den Kulturgeilen. Die allein erziehende Mutter, der Kleinrentner, der Hartz IV-ler, der Mindestlohner und die "allerobermeisten" Leute der Mittelschicht bleiben auf der Strecke. Wer den Film "Nachts im Museum" mit Ben Stiller kennt, weiß was in Ravensburg geschehen muss ...

Steéf van de Raav mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!

 
URL: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Stadtplanerin-ueber-Ravensburg-%E2%80%9EEine-Stadt-ist-kein-Museum%E2%80%9C-_arid,10718091_toid,535.html
Copyright: Schwäbisch Media Digital GmbH & Co. KG / Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältung und nicht-private Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung.
Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an online@schwaebische.de.