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Stadt reagiert mit kleinen Schildern und einem Halteverbot auf das Parkchaos

Maßnahmen sind vor Martinimarkt umgesetzt worden – Tiefbauamtsleiter Peter Ritter kündigt für das kommende Jahr ein neues Parkleitsystem an

Klein aber fein sind Schilder und Schrift, mit denen auf die kostenfreien Parkplätze hingewiesen wird.
Klein aber fein sind Schilder und Schrift, mit denen auf die kostenfreien Parkplätze hingewiesen wird.
Gempp

Wangen jps Die Vorbereitungen für den beliebtesten Wangener Jahrmarkt, den Martinimarkt, am Montag, 13. November, laufen: Seit einigen Tagen haben sich bereits die Betreiber der Fahrgeschäfte auf dem Parkplatz am zwischen Milchpilz und Schulzentrum niedergelassen. Sie öffnen bereits am Wochenende. Und die Händler werden spätestens ab dem frühen Montagmorgen die Altstadt bevölkern – in Erwartung ihrer Kunden.

Diese werden voraussichtlich wie gewöhnlich in Scharen kommen. Und – sofern sie es noch nicht mitbekommen haben – treffen sie auf einen nur zum Teil nutzbaren Großparkplatz P 14. In dieser Angelegenheit sind aktuell auch seitens der Stadt Vorbereitungen getroffen worden: Mehrere Schilder verweisen jetzt auf kostenlose Ausweichangebote zum Parken. Etwa in der Lindauer Straße vor dem Abzweig am Südring zum Hartplatz am Gehrenberg und in der Nähe des neuen Parkplatzes neben dem Kunstrasenplatz zum Selbigen sowie vorher an der T-Kreuzung am Scherrichmühlweg.

Gute Sehkraft nötig

Gleichwohl bedarf es schon großer Aufmerksamkeit und sehr guter Sehkraft, um die Hinweise wahrnehmen oder gar lesen zu können. Denn besonders groß sind weder die zusätzlichen Schilder noch die darauf verwendete Schriftart.

Das gilt indes nicht für diverse provisorische Verkehrszeichen an der (einzigen) Zufahrt zur Realschule. Dort hat die Stadt ebenfalls reagiert und (temporär) ein absolutes Halteverbot verhängt. Laut Ordnungsamtsleiter Kurt Kiedaisch sei zuletzt „ein Begegnungsverkehr nicht mehr möglich gewesen“. Wie berichtet, hatte SZ-Leser Claus Hepp darüber hinaus auf die zugestellte Zufahrt für Rettungsfahrzeuge hingewiesen. Auch bei einer Besprechung im Ordungsamt war das Problem laut Kiedaisch Thema.

Ob diese Maßnahmen und die Androhung von Bußgeldern und dem möglichen Einsatz von Abschleppwagen wirken, wird vornehmlich der Montag zeigen. Am Freitag hingegen war bereits eine leichte Entspannung der Situation rund um den P 14 sichtbar – wobei das Verkehrsaufkommen geringer war als an den Tagen zuvor.

Kiedaisch verweist überdies auf eine schon lange bestehende Möglichkeit für in der Altstadt Berufstätige, der täglichen Parkplatzsuche zu entkommen. Diese können einen monatlich 20 Euro kostenden Parkausweis mit entsprechendem Nachweis im Bürgerbüro erwerben. Er gelte für die Parkplätze P 1 (Festplatz), P10 (Immelmannstraße) und P 15 (E-Center).

Ungeachtet dessen arbeitet die Stadtverwaltung auch langfristig am Thema „Parken“. Tiefbauamtsleiter Peter Ritter kündigte am Donnerstagabend bei einer Diskussion zum Altstadtverkehr im Rathaus (ein ausführlicher Bericht folgt) an, dass wohl im kommenden Jahr ein neues Parkleitsystem installiert werden soll. „Mit dem jetzigen sind wir nicht besonders glücklich“, erklärte er. Vor allem, weil die Schilder nur auf die Nummern der Parkplätze hinweist – mit denen Besucher im Zweifel aber wenig anfangen können.

Dabei soll es sich erneut um ein analoges System handeln. Sprich: Es wird keine Tafeln geben, die jeweils aktuell anzeigen, wo wie viele Stellflächen gerade frei sind. Ritter verwies auf den technischen Aufwand und auf die Tatsache, dass diese Technik vor allem bei gebührenpflichtigen Stellflächen mit Schranken eingesetzt wird.

Markt, Sperrungen und Parkplätze

Altstadt neben warmen Socken und kuschligen Pullovern, Schmuck, Spielsachen, Duftölen, Kerzen, Haushaltsartikeln auch Bratwürste, Pizzen, Süßwaren, Glühwein und Punsch angeboten. Bereits ab Samstag, 11. November, sind auf dem Festplatz die Fahrgeschäfte in Betrieb. Der Vergnügungspark ist am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 22 Uhr und am Montag von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

Wegen des Rummels sind bereits seit einigen Tagen die Parkplätze P1/Festplatz, P3/Stadthalle und P4/Wolfgangstraße gesperrt worden. Gleiches gilt für die Jahnstraße vom Aumühleweg bis zum Gütleweg. Die Sperrungen bleiben bis voraussichtlich Dienstag, 14. November, aufrecht erhalten.

Die Autofahrer werden gebeten, auf die Parkplätze P7/Stadion, P14/Scherrichmühlweg oder P18/Südring auszuweichen. Außerdem weist die Stadtverwaltung auf die Sperrung der Innenstadt (Paradiesstraße, Marktplatz, Herrenstraße, Frauentorplatz, Schmiedstraße, Postplatz, Spitalstraße, Zunfthausgasse sowie Saumarkt) am Montag, 13. November, ab 6 Uhr im Zusammenhang mit dem Martinimarkt hin.

Ausführliches zum Martinimarkt lesen Sie auf den Seiten 28 und 29. Informationen zu Parkplatz- und Straßensperrungen finden Sie auf der Seite 16.

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