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So werben die Kandidaten in den sozialen Medien für sich

Bei Facebook sind alle vertreten – Für den Wahlkampf nutzen sie soziale Medien allerdings nur bedingt
Wie präsent sind die hiesigen Wahlkreiskandidaten in den sozialen Medien? Die SZ hat mal nachgeschaut.
Wie präsent sind die hiesigen Wahlkreiskandidaten in den sozialen Medien? Die SZ hat mal nachgeschaut.
Fotos: privat, AFP/Montage: Michelle Barbic

Biberach sz Der Bundestagswahlkampf geht in die Endphase. Auf verschiedenen Veranstaltungen sind die Kandidaten der großen Parteien aus dem Wahlkreis Biberach in den nächsten Tagen präsent, um für sich zu werben. Aber wie sieht es mit der Präsenz eigentlich in den sozialen Medien aus, in denen sich vor allem viele jüngeren Wähler tummeln und informieren. Die SZ hat mal nachgeschaut.

Josef Rief (CDU): Die FacebookSeite von Josef Rief hat rund 2600 Freunde. Inhaltlich bietet sie in erster Linie viele Fotos von Wahlkampfterminen der vergangenen Wochen: Rief im Einkaufsmarkt, Rief mit Feuerwehrleuten, Rief mit seinen CDU-Wahlkämpfern. Über politische Ziele oder sein Wahlprogramm erfährt man dort nichts. Immerhin hat Josef Rief den Link zu einer Seite des Familienministeriums geteilt, wo man den eigenen Anspruch auf Familienleistungen berechnen lassen kann. Kommentare finden sich unter den Posts so gut wie nie. Bei Twitter ist der CDU-Abgeordnete nicht aktiv.

Martin Gerster (SPD): 1046 Menschen gefällt die Facebook-Seite von Martin Gerster. Auch er postet viele Fotos von Wahlkampfauftritten, versieht diese aber mitunter mit seinen politischen Forderungen und Zielen. Gersters Publikum bei Facebook scheint diskussionsfreudiger. Unter vielen Posts finden sich Kommentare, auf die Gerster auch oft antwortet. Auch der SPD-Abgeordnete ist nicht bei Twitter aktiv.

Anja Reinalter (Die Grünen): Die Grünen-Kandidatin hat sowohl eine Fanseite als auch ein persönliches Facebook-Profil. Die Fanseite hat allerdings nur 39 Fans und enthält lediglich einen Verweis auf die Internetseite der Kandidatin. Dafür postet Anja Reinalter sporadisch in ihrem privaten Profil, wo sie knapp 600 Freunde hat. Auch hier gibt es Hinweise auf Termine und einige wenige Fotos sowie Links zu Zeitungsberichten von Auftritten im Wahlkampf, unter anderem vom Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Federsee. Im Unterschied zu den anderen Kandidaten hat Anja Reinalter auch Werbung bei Facebook geschaltet, die den Nutzern aus der Region in ihren Profilen angezeigt wird. Auch die Grünen-Kandidatin sucht man bei Twitter vergebens.

Tim Hundertmark (FDP): Der FDP-Kandidat ist sowohl bei Facebook als auch bei Twitter und Instagram aktiv. Wie viele Freunde ihm auf seinem privaten Facebook-Profil folgen, ist für Nichtfreunde nicht zu erkennen. Öffentlich ist dort neben einigen Fotos aus dem Familien- und Berufsleben nur wenig Politisches zu finden. Dafür teilt er bei Twitter mehrere Facebook-Posts der FDP in Land und Bund. Dort folgen ihm 43 Nutzer

Ralph Heidenreich (Linke): Heidenreich hat ebenfalls ein Facebook-Profil, das 30 Freunde umfasst. Der einzig öffentlich sichtbare politische Post stammt von Ende Mai und ist ein Video einer Rede von Sahra Wagenknecht im Bundestag zum Thema Europa. Ansonsten verweist Heidenreich auf Blümchenbilder auf seiner Internetseite. Heidenreich ist auch bei Twitter, allerdings stammt der einzige Eintrag aus dem Juni 2014. Zwei Nutzer folgen ihm dort.

Matthias Stiel (AfD): Der AfD-Kandidat hat ein Facebook-Profil, das von 110 Nutzern abonniert wird. Neben Terminhinweisen zu Wahlkampfveranstaltungen hat er unter anderem ein Video der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel geteilt, in der sie ihren vorzeitigen Abgang in einer ZDF-Talkrunde begründet. Zu eigenen politischen Zielen findet sich im Facebook-Profil jedoch nichts. Bei Twitter ist Stiel nicht zu finden.

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