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Seit 30 Jahren Frauenturnen: „Wir kommen auch noch mit Rollator“

Seit 30 Jahren gibt es die „Montagsmädle“ und die „FitnessFrauenGruppe“ des SV Sulmetingen

Untersulmetingen sz Seit 30 Jahren treffen sich montags zwei Frauenturngruppen des SV Sulmetingen, um gemeinsam fit zu bleiben. Auf zusammen mehr als 2000 Turnstunden haben es die „Montagsmädle“ und die „FitnessFrauenGruppe“ (FFG) seit ihrer Gründung im November 1986 gebracht. Neben der Fitness steht die Kameradschaft an vorderster Stelle.

Mit der Eröffnung der Mehrzweckhalle in Untersulmetingen taten sich 1986 Frauen aus dem Ort zusammen, die die neue Halle zur Fitness nutzen wollten. Eine Leiterin war schnell gefunden. „Mit meinem Übungsleiterschein bin ich damals wohl die Richtige gewesen“, erzählt Anneliese Werz, die bis heute die FFG trainiert. Rasch hätten sich so viele Frauen aus Unter- und Obersulmetingen dazu gesellt, dass man parallel mit zwei Gruppen startete. Neben Anneliese Werz übernahm Margit Triska die zweite Gruppe, gefolgt von Hilde Auchter. Seit nunmehr 15 Jahren hat Andrea Dehler die Leitung der „Montagsmädle“ übernommen. „Wir kommen auch noch mit Rollator“, scherzen die Frauen im Alter von etwa 40 bis 65.

Die „Montagsmädle“ mit ihrer Trainerin Andrea Dehler haben sichtlich Spaß. Jeden Montag treffen sich die etwa 30 Frauen, um mit Step Aerobic, Aerobic, Funktionellem Training, Pilates und anderen Disziplinen fit zu bleiben. „Toll ist, dass jeder Schwierigkeitsgrad angeboten wird“, erklären die Frauen unisono. „Jammern tun sie immer“, scherzt Andrea Dehler, egal wie schwer die Übung sei.

„Turnen mit Glas“

Ganz wichtig, da sind sich alle einig, sei die Kameradschaft, die sich entwickelt hat. Seit 21 Jahren heißt es deshalb „Turnen mit Glas“. An Geburtstagen oder zu anderen Anlässen bringt jeder ein Plastiksektglas mit, nach der Turnstunde wird dann in der Kabine gefeiert. Einmal im Monat geht es zum Einkehren ins „Osus“. „Je länger wir zusammen sind, desto wichtiger wird das Einkehren“, meint Birgit Keller scherzhaft. Andrea Dehler ergänzt schmunzelnd: „Mein Mann sagt immer, unsere Montagsstunde ersetzt den Gang zum Psychotherapeuten.“ Einmal im Jahr wird ein gemeinsamer Tagesausflug unternommen, alle fünf Jahre ein mehrtägiger Trip. „Egal wie alt wir werden, wir bleiben die ,Montagsmädle’“, sagt Andrea Dehler. Immerhin sieben Frauen aus der Gründungsgruppe sind heute noch dabei: Annette Meyer, Toni Bischof, Birgit Keller, Claudia Hartmann, Siglinde Schneider, Sonja Braig und Ulrike Steimer.

Nur 74 Mal gefehlt in 30 Jahren

Auch bei der FFG sind drei der knapp 30 Teilnehmerinnen von Anfang an dabei: Karin Butz, Gabi Miller und Geli Stöferle. Letztere hat es geschafft, bei den 1017 Turnstunden nur 74 Mal zu fehlen. Das entspricht einer Beteiligung von stolzen 96 Prozent. „In diesen 30 Jahren haben wir sportlich viele Stilrichtungen und Trends erlebt. Wir haben uns immer das Beste rausgepickt und versucht, es umzusetzen“, erzählt Anneliese Werz über den Inhalt ihrer Stunden. Auch bei der FFG kommt die Kameradschaft nicht zu kurz. Jährlich gibt es ein Grillfest, einen Ausflug, einen Weihnachtsmarktbesuch, eine Weihnachtsfeier und eine Stadtbesichtigung, und einmal im Monat kehrt auch die FFG im „Osus“ ein.

In einem sind sich die Frauen beider Gruppen einig: Andrea Dehler und Anneliese Werz sind die besten Übungsleiterinnen, die sie sich vorstellen können.

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