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Schwäbische.de testet den Seehasenrummel

Wir haben die besten Fahrgeschäfte am Hinteren Hafen ausprobiert
Der große SZ-Rummeltest
Der große SZ-Rummeltest
Christoph Dierking

Friedrichshafen sz Ein Besuch auf dem Rummel gehört beim Seehasenfest einfach dazu. Der Vergnügungspark am Hinteren Hafen hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. SZ-Mitarbeiter haben sich mal ins Getümmel gestürzt und getestet, welche Fahrgeschäfte sich für Romantiker, Actionhelden und Familien eignen.

Romantischer Rummel

Gemeinsam mit meiner Cousine schlendere ich über den Rummel. Da sie nicht vom See kommt, beschließe ich kurzerhand, ihr Friedrichshafen von oben zu zeigen. Umringt von Ehepaaren und frisch Verliebten stehen wir in der Schlange vor dem Riesenrad.

Dann sitzen wir in der Gondel und das Rad beginnt sich langsam zu drehen. Verkrampft starre ich auf den Boden. Erst als meine Cousine begeistert auf das Festgelände und den See zeigt, beginne ich mich zu entspannen. Die Sicht bis zu den Bergen ist wirklich schön. Das scheinen auch die Festbesucher neben uns so zu sehen. Während zwei Geschwister versuchen die Gondel zu drehen, genießen ihre Eltern Arm in Arm den Moment.

Spätestens als das Rad nach der vierten Runde anhält und der Zeppelin über uns hinwegfliegt, muss ich zugeben, wie romantisch eine Fahrt zu zweit mit seinem Partner sein kann. Aber eine Schulter zum Anschmiegen müsste sein. Ein Hauch Romantik gehört wohl beim Riesenradfahren einfach dazu.

Action pur

Der „Drifting Coaster“ ist eine Achterbahn mit freischwingenden Gondeln. Im Vorfeld hatte Marktmeister Florian Anger das Fahrgeschäft als einen der Höhepunkte auf dem Rummel angepriesen. Er freute sich darüber, dass es gelungen sei, die Weltneuheit nach Friedrichshafen zu holen. Ich möchte herausfinden, ob der „Drifting Coaster“ seinem Ruf gerecht wird und fahre eine Runde mit.

Die Sitze schwingen nach außen und für einen kurzen Moment habe ich das Gefühl, über die Kante in die Tiefe zu fallen. Doch im letzten Augenblick zieht mich die Gondel wieder in die Spur zurück. Definitiv ein Adrenalinkick. Ein großes Plus des „Drifting Coasters“: Die freischwingenden Gondeln federn die Ruckbewegungen ab, die in anderen Achterbahnen unangenehm sein können. Stattdessen setzt in den scharfen Kurven für kurze Momente ein Gefühl der Schwerelosigkeit ein. Mein Urteil: Der „Drifting Coaster“ macht Spaß und sorgt garantiert für einen Adrenalinkick.

Als das riesige Pendel der XXL-Schaukel langsam startet, genieße ich noch die schöne Aussicht auf den See und über den Rummelplatz. Doch dann schwingt es immer weiter Richtung Himmel und dreht sich immer schneller um die eigene Achse. An den höchsten Punkten habe ich kurz das Gefühl kopfüber über dem Seehasenrummel zu schweben. Mein Urteil: Wer rasend schnell über den Seehasenrummel fliegen will, muss mit der XXL-Riesenschaukel fahren – ein Fahrgeschäft für Adrenalin-Freaks.

Der Familienbesuch

Die wichtigsten Erkenntnisse zuerst: Der Rummelbesuch mit Kindern ist ein teurer Spaß. Und es ist schwierig, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Meine drei Kinder Leyla, 7, Elias, 5, und Keoni, 2 Jahre alt, wollen am liebsten alles auprobieren, von der Geisterbahn, über die Achterbahn bis hin zum Riesenrad. Mir treibt es da schon bei der bloßen Vorstellung die Schweißperlen auf die Stirn. Schließlich lassen sich die Kinder von einem Flug mit dem Kettenkarussell begeistern. Der Kleinste muss bei Papa am Boden bleiben. Elias im Doppelsitz neben mir kommt aus dem Strahlen nicht mehr heraus, während sich das Karussell immer schneller dreht. Auch Leyla, die schon im Einzelsitz fahren darf, breitet ihre Arme aus. Mir dagegen wird immer flauer im Magen. „Noch einmal“, rufen die Kinder begeistert, kaum dass wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. Aber zuerst ist Keoni dran: Er darf eine Runde Autokarussell fahren.

Kosten: dreimal Kettenkarussell, 9 Euro, dreimal Abenteuerfahrt, 6 Euro, Tomaten-Mozzarella-Fladen, 5 Euro, Dinnede, 4 Euro, Pommes, 3,50 Euro, zweimal Zuckerwatte, 4 Euro, Schoko-Crepes, 3,50 Euro – ergibt zusammen: 35 Euro.

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