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Bad Wurzach
Lokales

Schwäbisch-„hoimelige“ Einstimmung auf Weihnachten

„Hostube“ im Kurhaus mit Edi Graf und Bernhard Bitterwolf kommt gut an
Eine besonderes Blasinstrument ist der „Wurzacher Piffel“, auf dem Bitterwolf spielt.
Eine besonderes Blasinstrument ist der „Wurzacher Piffel“, auf dem Bitterwolf spielt.
Karl-Heinz Schweigert

Bad Wurzach sz So manch einer kann heute mit dem Wort „Hostube“ wohl nichts anfangen: Es stammt aus der bäuerlichen Sprache und aus einer Zeit, in der die Menschen im Winter in der „höchsten Stube“ des Dorfes bei Kerzenlicht noch zusammenrückten, um miteinander zu „schwätza, senga ond zu erzähla“ . So geschehen auch im „hohen Saal“ des Kurhauses am Samstagabend bei „Weihnachta auf Schwäbisch“ mit Edi Graf und Bernhard Bitterwolf.

Die beide in Friedrichshafen aufgewachsenen „Seehasen“ hatten eine feine Mischung von G’schichtla und Lieder (auch zum Mitsingen und -machen) sowie Gedichte vorbereitet, die im gut besuchten Saal sehr wohl ankam und nicht ohne Zugaben beendet werden durfte.

Bestens aufeinander eingespielt liegen die Stärken des Duos in ihrer fesselnden Erzählkunst und Musikalität, die sich auch in den mitgebrachten meist historisch ländlichen Instrumenten widerspiegelt: Scheitholz, Sackpfeife, Gitarre, Akkordeon und Klarinette.

Eine Besonderheit hatte der sangesfreudige „Barde“ Bitterwolf mit dem „Piffel“ dabei, eine Art kleines Alphorn, mit dem die Hirten früher auf die Weide zogen. Das heute seltene Holzblasinstrument ist im Deckengemälde der St. Verena Kirche abgebildet.

In schwäbisch-„hoimeliger“ Mundart erfuhren die Zuhörer alte Bräuche und heitere Geschichten, die häufig zum Schmunzeln anregten, aber auch besinnlich auf die Weihnachtszeit einstimmten.

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