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Schon mehr als 100 Karten für 2018 verkauft

Zusammen auf dem Campingplatz abfeiern und Spaß haben – das haben die Besucher des Festival ohne Bands in Hailtingen in vollen Zügen genossen.
Zusammen auf dem Campingplatz abfeiern und Spaß haben – das haben die Besucher des Festival ohne Bands in Hailtingen in vollen Zügen genossen.
Thomas Warnack

Hailtingen sz Veranstalter David Lüke ist gestresst, aber glücklich. Mit dem Festival ohne Bands, das am vergangenen Wochenende in Hailtingen stattfand, hat er sich einen Traum erfüllt. Verbesserungspotenzial gibt es an der einen oder anderen Stelle, aber außer Frage steht, dass das Festval 2018 erneut stattfindet – vorausgesetzt, es werden bis dahin genügend Karten verkauft. Denn Lüke will die Fixkosten wieder über Crowdfunding finanzieren.

Schon jetzt zeigt das Crowdfunding-Barometer auf der Festival-Homepage zwölf Prozent an. Das heißt, es wurden bereits so viele Karten verkauft, dass zwölf Prozent der Festivalkosten finanziert sind. Dabei geht Lüke zunächst von maximal 1000 Besuchern aus. Diese Zahl kann jedoch, entsprechend der Nachfrage, nach oben korrigiert werden. Maximal 2000 Besucher konnten dieses Jahr aufgenommen werden, im nächsten Jahr könnten es 2500 bis 3000 werden. Das hängt jedoch davon ab, ob Lüke und sein Team das Festivalgelände vergrößern dürfen.

Viele neue Ideen, aber alles noch geheim

Der Ticketpreis bleibt bei 20 Euro. „Den möchte ich auch so lange wie möglich halten“, sagt er mit Blick auf weitere Fortsetzungen des Festivals ohne Bands in den nächsten Jahren. Es sei das Ziel, mit den Ticketverkäufen die Fixkosten der Veranstaltung zu stemmen. Gewinn soll sie nach wie vor nicht abwerfen, „aber ich decke mein Risiko großzügig ab“, so Lüke. Denn durch die Nutzung der Fläche zwischen Hailtingen und Betzenweiler könnten beispielsweise auch Flurschäden entstehen, die im schlimmsten Fall zu Ernteausfällen des betreffenden Landwirts führen.

Vom 24. bis 27. Mai soll es im nächsten Jahr wieder rund gehen – mit Campingplatz, Bühne, Essens- und Getränkeständen. Allerdings möchte Lüke dann im Infield – dem Bereich vor der Bühne – den Besuchern noch mehr bieten. Ideen hat er schon jede Menge, die er aber noch nicht verraten will. Dieses Jahr hatte man einen Pool aufgebaut, der auch rege genutzt wurde. Dennoch tummelten sich bis Freitagabend nur wenige Besucher vor der Bühne – bedingt auch durch zwischenzeitliche Regenfälle. Das machte den Betreibern der Essens- und Getränkestände etwas Sorgen.

Sieben Zwischenfälle

Am Ende seien jedoch alle Händler zufrieden gewesen, sagt Lüke. „Sie konnten die Standmiete erwirtschaften und auch Gewinne erzielen.“ Nächstes Jahr seien alle wieder mit von der Partie. Davon abgesehen gebe es innerhalb des Organisationsteams ein paar Abläufe, die „man besser machen kann“, erklärt der Hailtinger Initiator des Festivals. Und man müsse nächstes Jahr die Zufahrt zum Gelände besser steuern, so dass auch alle dort eintreffen, wo sie sollen und nicht etwa im Backstage-Bereich. „Wir hatten einfach zu wenig Personal dafür abgestellt.“

Zwischen Donnerstagabend und Sonntagmorgen gab es insgesamt sieben Zwischenfälle: Vier Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, drei Besucher wurden des Geländes verwiesen. Einer von ihnen war auf die Bühne geklettert und hatte pyrotechnische Gegenstände gezündet. Nachdem ihm die Sicherheitskräfte das Festival-Bändchen abgenommen hatten, holte sich der Besucher am Einlass kurzerhand ein neues. Das führte dann obendrein auch noch zu einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Allerdings hat die Geschichte ein schönes Ende: Am Mittwoch rief die betreffende Person bei David Lüke an und entschuldigte sich für ihr Verhalten.

Alle wichtigen Informationen zum Festival ohne Bands gibt es unter

www.festivalohnebands.de

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