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Riedlingen (Donau)
Lokales

Riedlingen schottet sich gegen Hochwasser ab

Hochwasserscheitel wird für Samstagnachmittag erwartet

Riedlingen sz Die Donau ist in der Nacht von Freitag auf Samstag um weitere 40 Zentimeter angestiegen. Aktuell beträgt der Pegelstand an der Messstelle in Hundersingen 2,38 Meter. 80 Einsatzkräfte von Feuerwehren, DRK, THW und der Stadt Riedlingen haben am Freitag, nachdem das Hochwasserkrisenteam einen kleinen Hochwasseralarm ausgelöst hatte, die Schotten an der Donau dicht gemacht und das mobile Schlauchsystem aufgebaut. Auch in der Mühlvorstadt wurden Schutzmaßnahmen ergriffen. Der Scheitel des Hochwassers wird für Samstagnachmittag, gegen 16 Uhr, in Riedlingen erwartet. Danach soll sich die Lage entspannen.

Das Wasser der Donau ist seit Dienstag um einen Meter gestiegen. Die Stadt Riedlingen hatte früh reagiert und bereits am Freitagmorgen mit dem Aufbau der Schutzmaßnahmen begonnen. Den ganzen Tag waren etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Riedlingen, Pflummern und Grüningen und des städtischen Bauhofs im Einsatz. Die Helfer bauten die Dammbalken entlang der Donau ein, um die Anwohner vor dem Wasser zu schützen. Zusätzlich wurden an der Holzbrücke Sandsäcke gestapelt. Im Bereich des Sportheims sind die Parkplätze nicht mehr nutzbar. Im Bereich des Brühlwegs (Sportheim zur Weilerkapelle) wurde das mobile Schlauchsystem aufgebaut.

Im Laufe des Freitagnachmittags stagnierte der Pegel. Allerdings sollte das Wasser laut der Prognosen im Laufe des Abends und der Nacht noch einmal ansteigen. Deshalb wurden am Freitagabend die Einsatzkräfte noch einmal verstärkt. In Anbetracht der Entwicklungen wurden auch in der Mühlvorstadt Maßnahmen ergriffen. Das THW baute mit ehrenamtlichen Kräften nach dem Schließen der Hochwasserschotten beim E-Werk ein mobiles Schlauchsystem auf.

Während der ganzen Nacht waren Helfer in Bereitschaft und auch im Einsatz. Kritische Stellen wurden überwacht und die Brücken kontrolliert. Am Samstagmorgen musste Treibgut, das sich an der Holzbrücke festgesetzt hatte, entfernt werden. Der Scheitel des Hochwassers wird gegen 16 Uhr Riedlingen erreichen. Die Feuerwehren und das THW sind weiter in Alarmbereitschaft, allerdings rechnet der Krisenstab damit, dass das Wasser zügig abfließt und Riedlingen vor größeren Schäden verschont bleibt.

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