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Ravensburger Kunstmuseum hat eine neue Leiterin

Ausstellungen zu Porträt, Spiel und Klima geplant
Ute Stuffer bringt eigenen Aussagen zufolge Expertise in zeitgenössischer Kunst mit.
Ute Stuffer bringt eigenen Aussagen zufolge Expertise in zeitgenössischer Kunst mit.
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Ravensburg sz Das städtische Kunstmuseum Ravensburg bekommt im nächsten Jahr eine neue Leiterin. Ute Stuffer wird vom Kunstverein Hannover, bei dem sie seit neun Jahren als Kuratorin arbeitet, ins Schussental wechseln. Der Ravensburger Gemeinderat hat die 42-Jährige am Montagabend mit 31 von 32 abgegebenen Stimmen gewählt.

Stuffer tritt als Leiterin des Kunstmuseums die Nachfolge von Nicole Fritz an, die – wie berichtet – als Direktorin an die Kunsthalle Tübingen geht. Ursprünglich kommt Ute Stuffer aus dem Südwesten: Geboren und aufgewachsen ist sie in Offenburg. Sie hat zunächst eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert und mehrere Jahre in ihrem Beruf gearbeitet – unter anderem in Indien und Afrika. Von ihrem Gehalt als Krankenschwester finanzierte sie sich ein Studium der Kunstwissenschaften an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Im Jahr 2008 hat Stuffer die Stelle als Kuratorin am Kunstverein Hannover übernommen. Begonnen hatte sie dort als Pressesprecherin. Durch ihre Arbeit als Kuratorin bringt sie eigenen Aussagen zufolge Expertise in zeitgenössischer Kunst mit sowie Kompetenzen bei Konzeption, Umsetzung und Vermittlung von Ausstellungen. Außerdem sei sie sehr gut vernetzt, sagt sie. Der bisherigen Leiterin des Ravensburger Kunstmuseums, Nicole Fritz, ist Stuffer in der Kunstwelt bislang aber nicht über den Weg gelaufen. Die beiden Frauen kennen sich noch nicht.

Für das Kunstmuseum hat Stuffer, die mit ihrem Lebensgefährten nach Ravensburg zieht, schon Ideen: „Ich sehe mich als Vermittlerin zwischen Kunst und Publikum“, sagt sie. Die Sammlung Selinka wolle sie als Basis nutzen. „In Ausstellungen können sich Sammlung und zeitgenössische Künstler begegnen“, so Stuffer. Vorstellen kann sie sich eine Gruppenausstellung zum Thema Porträt, vor dem Hintergrund von Facebook und Instagram, zum Thema Puzzle und Spiel, sei Ravensburg hierfür doch „Botschafter“, und zum Thema Klimawandel und Luftverschmutzung.

Auf die Stelle als Museumsleiterin habe sie sich beworben, weil das Ravensburger Kunstmuseum eine „junge Institution“ sei, so die 42-Jährige. Stuffer: „Die Aufgabe ist reizvoll, auf das bestehende Renommee des Museums aufzubauen und es zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.“

Insgesamt 53 Bewerbungen gingen bei der Stadt für die Stelle ein.

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