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Ehingen (Donau)
Lokales

Raum für eigene Interpretationen

Die Ausstellung „Zwischenspiel“ von Anja Luithle im Speth’schen Hof ist eröffnet
Links auf dem Foto ist Johannes Meinhardt, die Dritte von links ist Anja Luithle, ganz rechts sitzt Doris Nöth bei der Vernissage.
Links auf dem Foto ist Johannes Meinhardt, die Dritte von links ist Anja Luithle, ganz rechts sitzt Doris Nöth bei der Vernissage.
SZ- kö

Ehingen Schon seit einigen Tagen können Betrachter eines der Werke von Anja Luithle auf dem Groggensee bestaunen. Auf der Wasseroberfläche schwimmt eine Skulptur, die ein weißes Kleid darstellen soll, sanft bewegt von den Wellen. „Ein Vielleicht auf der Welle“ hat die Künstlerin diese Arbeit betitelt und viel Raum für eigene Gedanken dabei gelassen. Am Sonntag wurde ihre Ausstellung „Zwischenspiel“ in der Städtischen Galerie eröffnet.

Kinetische Installationen wie ein Kaffeetisch mit rotierten Tassen und Tellern faszinieren den Betrachter un erregten vor allem bei ganz jungen Besuchern Bewunderung, Stoffe mit fremdartigen Mustern aus Indien und China oder indianischen Ursprungs werden als Sujet der Gemälde eingesetzt und entfalten eine ungewohnte Farbigkeit. Geflügelte Worte aus der antiken römischen Literatur verbindet Anja Luithle mit Motiven aus Asterix und Obelix. In einem Raum blicken 56 Mal Holzaugen den Betrachter an. Es sind die Augen von berühmten Persönlichkeiten wie der Rehblick von Audrey Hepburn der verführerische Augenaufschlag von Marylin Monroe, oder der scharfe Blick von 007 Sean Connery, Augen von Politikern, Künstlern sind es, die Anja Luithle mit Buntstift auf Holzfurnier gewachst auf Kieferplatten angebracht hat.

Kleider sind leere Hüllen sollen durch Gesten Leben bekommen. „Es geht um Irritationen“ sagte Johannes Meinhardt in der Einführung zur Ausstellung, bei der die Künstlerin selbst anwesend war. Auch Doris Nöth war zur Vernissage gekommen, hängen doch gleichzeitig im ersten Stock der Galerie noch Bilder aus ihrer Sammlung von Künstlern, die so noch nie gezeigt wurden. Ins Auge fällt bei Anja Luithle ein Paar Schuhe, die sich wie auf Schienen gezogen auf einer weißen Platte vorwärts und rückwärts bewegen. Unter dieser Platte liegen Motor und Steuerung für das kinetische Objekt. Ein einsamer Eislaufstiefel mahnt „der nächste Winter kommt bestimmt“.

Die Ausstellung ist bis zum 20. August in der Galerie zu sehen.

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