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Prälat Brock ist der Dritte im Bunde des Stiftungs-Vorstands

Den neuen Stiftungsvorstand (von rechts Dr. Markus Nachbaur, Prälat Michael Brock, Dr. Berthold Broll) flankieren Aufsichtsratsv
Den neuen Stiftungsvorstand (von rechts Dr. Markus Nachbaur, Prälat Michael Brock, Dr. Berthold Broll) flankieren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Joachim Senn (links) und Bischof Dr. Gebhard Fürst.
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Liebenau rwe Seit Mitte Februar weiß er um seine Aufgabe, zum 1. Mai hat er sie angetreten, und gestern ist Prälat Michael Brock als dritter Vorstand der Stiftung Liebenau offiziell ins Amt eingeführt worden. Er stößt als erster Priester seit Dieter Worrings (1996-2008 im Vorstand) zum Duo Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur, alle drei nehmen – der neuen Vorstandsstruktur entsprechend – ihre Aufgaben gleichberechtigt wahr. Auch hierin soll, so der Tenor aller Redner, die fortschreitende Annäherung zwischen Stiftung Liebenau und Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Ausdruck kommen.

Ganz bewusst hatte eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Gebhard Fürst am Anfang der Feierlichkeiten gestanden. In der gut gefüllten Kirche in Liebenau erinnerte der Bischof in der Predigt an jenen Christus, der den Menschen dienend helfen will. „Die Stiftung Liebenau ist eine starke Marke in diesem Kontext einer diakonischen Kirche im Sinne Jesu, der sucht und rettet“, sagte Gebhard Fürst.

Beim Festakt im Gallus-Saal freute Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Joachim Senn, dass das Vorstandstrio wieder komplett ist. Zugleich scheute er sich nicht, den Blick auf die „Jahre der Differenzen“ zwischen Stiftung und Diözese zu richten. Zumal die Meinungsverschiedenheiten um zentrale Fragen der Aufsicht und des Rechtsstatus‘ einer Annäherung gewichen seien: Dem Ziel, eine neue Basis der Zusammenarbeit zu finden, „sind wir in letzter Zeit einen gewaltigen Schritt nähergekommen“, so Senn. Allerdings verhehlte er nicht, dass „noch einige dicke Brocken warten“.

Worte des Dankes galten dem Bischof, der ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Stiftung gesetzt habe – „ein Signal für unsere Zusammenarbeit in der Zukunft“ (Senn).

Dr. Berthold Broll hatte -- auch für Vorstandskollege Markus Nachbaur -- auf die großen und spannenden Aufgaben vorausgeblickt, die die Zukunft bringt. „Wir freuen uns alle auf die gemeinsame Zeit mit Ihnen“, so Broll, der auf die ersten Wochen verwies, in denen sich der 49-jährige Prälat mit großem Einsatz eingearbeitet habe.

An die 6000 haupt- und ehrnamtliche Mitarbeiter sind es in der Stiftung Liebenau. Für die Mitarbeitervertretung äußerte Susanne Droste-Gräff als Wünsche an Brocks Adresse: „Haben sie Vertrauen in unsere Fähigkeiten, motivieren sie uns, nehmen Sie uns in die Verantwortung.“ Und: „Sie können sich auf uns verlassen, Sie sind willkommen.“

Was auch Michael Brock so verspürte: „Ich bin gut angekommen“, versicherte er, und lang anhaltender Beifall zeigte, dass er einen Nerv getroffen hatte.

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