12
Schwäbische.de Schwäbische.de
Wolkig 12
Meßkirch
Lokales

Ostracher ärgert sich über Deponie-Mitarbeiter

Ihm soll die Einfahrt verweigert worden sein – Landratsamt widerspricht

Der Ostracher Christian Strobel wartet vor dem Tor der Mülldeponie Ringgenbach an der roten Ampel.
Der Ostracher Christian Strobel wartet vor dem Tor der Mülldeponie Ringgenbach an der roten Ampel.
Christian Strobel

Ringgenbach sz Der Ostracher Christian Strobel ärgert sich über einen Mitarbeiter der Mülldeponie Ringgenbach. Dieser soll ihm das Tor vor der Nase zugemacht und somit verhindert haben, dass Strobel seine Grüngutabfälle abladen konnte.

Der 31-Jährige berichtet, dass er am Montag, 2. Oktober, zweimal nach Ringgenbach gefahren sei, um Grüngutabfälle zu entsorgen. Um 16.30 Uhr schließt die Deponie. „Als ich dann ein drittes Mal an die Deponie gefahren bin, stand ich um 16.31 Uhr an der roten Ampel und musste warten, bis die ausfahrenden Fahrzeuge bezahlt hatten. Um 16.34 Uhr stand ich immer noch dort, worauf ich dann ein Foto gemacht habe“, sagt Strobel.

Um 16.35 Uhr sei das Hofschiebetor zur Hälfte geschlossen worden, einfahren sei nicht mehr möglich gewesen. Er habe im einzigen Auto an der Ampel gesessen. „Ich bin dann ins Büro gelaufen und habe gefragt, ob mich der Mitarbeiter übersehen hat oder warum er mich nicht reinlassen möchte.“ Darauf habe der Mann geantwortet, dass Strobel vier Minuten zu spät sei. „Ich erinnerte ihn daran, dass ich schon drei Minuten vor der roten Ampel stehe.“ Der Mitarbeiter habe geantwortet: „Mir egal, ich darf nicht.“ Das „Ich darf nicht“ soll der Mann zehnmal wiederholt haben. Für Strobel habe es sich so angehört, als wenn der Mitarbeiter von seinem Vorgesetzten Ärger bekommen würde, wenn er den Ostracher einfahren lässt.

„Ich arbeite als Dienstleister in der Industrie. Wenn ich mich so anstelle, bin ich morgen arbeitslos“, sagt der 31-Jährige. Es sei ihm klar, dass die Mitarbeiter am Brückentag schnell Feierabend haben wollen: „Aber dann muss die Deponie eben geschlossen bleiben.“ Strobel ist der Meinung, dass die Mitarbeiter der Deponie anders geschult und sensibilisiert werden müssen. „Oder sie müssen mehr Freiraum bekommen.“ In Gesprächen mit seinen Bekannten haben diese ähnliche Erlebnisse mit der Deponie geschildert, sagt Strobel. „Das passiert vielen Leuten. Die sind knallhart.“ Der Ostracher findet dieses Verhalten kundenunfreundlich.

Das Landratsamt Sigmaringen, das für die Mülldeponie Ringgenbach zuständig ist, nimmt zu dem Vorfall Stellung. „Unsere Mitarbeiter auf der Deponie sehen sich als Dienstleister und sind stets bemüht, gegenüber den Kunden in allen Angelegenheiten ordentlich zu handeln“, sagt Sprecherin Sabine Stark. Die Mitarbeiter sind daher grundsätzlich bereit, Anlieferer um 12 Uhr oder kurz nach 16.30 Uhr zu bedienen – auch auf Kosten der eigenen Mittagspause und des Feierabends.

Sehr viele Anlieferungen am Brückentag

„Am Brückentag, 2. Oktober, hatten wir insgesamt 550 Anlieferungen mit mindestens 1100 Wiegungen, was überdurchschnittlich viel war. Um den Andrang an diesem Tage zu bewältigen, machten die Kollegen eine verkürzte Mittagspause, sodass die Warteschlange um die Mittagszeit bewältigt wurde“, berichtet Stark.

An diesem Tag sei der letzte Anlieferer um 16.30 Uhr und 52 Sekunden auf die Deponie gefahren. „Zu diesem Zeitpunkt war kein weiteres Fahrzeug an der Ampel. Unser Mitarbeiter hat daher zu diesem Zeitpunkt entschieden, das Tor zu schließen“, sagt Stark. Da noch einige Kunden auf dem Wertstoffhof beziehungsweise Kompostplatz ihre Reststoffe abluden, habe es bis kurz vor 16.45 Uhr gedauert, bis das letzte Auto letztendlich von der Deponie abfuhr.

Ihr Kommentar zum Thema
Kommentare (12)
12
Beitrag melden

Ich muss Herrn Strobel recht geben! So viel Fingerspitzengefühl sollte ein Mitarbeiter haben, hier noch schnell abladen zu lassen.

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
11
Beitrag melden

Das sind die Leute die 1 Minute vor Ladenschluss zum Supermarkt gehen und sich dann beschweren das es an der Wurst und Fleischtheke nicht mehr alles gibt.

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
10
Beitrag melden

Fünf Minuten vor der Zeit ist des Schülers Pünktlichkeit. Bin mit diesem Spruch eigentlich ganz gut durchs Leben gekommen.

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
9
Beitrag melden

"Strobel ist der Meinung, dass die Mitarbeiter der Deponie anders geschult und sensibilisiert werden müssen. „Oder sie müssen mehr Freiraum bekommen.“

Nachdem der Deponiemitarbeiter derart fies öffentlich in die Pfanne gehauen wird, kann man ihm eigentlich nur raten, künftig eine per Internet synchronisierte Uhr bereit zu halten und Schlag 16 Uhr 30 die Einfahrt dicht zu machen.
Bei der Post, der Bahn und bei Banken ist dies Standard.

Dem empörten Beschwerdeführer sei empfohlen künftig besser ein paar Minuten zu früh als eine Minute zu spät vorzufahren, um die Wiederholung eines solchen "Skandals" zu vermeiden.

Gegebenenfalls kann er ja eine entsprechende "Schulung" absolvieren. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
8
Beitrag melden

Du sollst den Feierabend ehren - auch wenn es nicht Dein eigener ist! - mit diesem Spruch im Hinterkopf bin ich bislang stets gut "gefahren". Wenn die Ampel gerade auf rot schaltet, hält man auch - nicht erst wenn sie schon eine zeit lang rot ist (zumindest empfiehlt es sich, es so zu tun). Aber es gibt Leute, die kommen selbst zur eigenen Beerdigung noch 1 min zu spät. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
7
Beitrag melden

Da hat der gute Mann offensichtlich noch nie versucht bei einer großen Firma Waren anzuliefern. Wenn da 16:30 Uhr Ende steht hauen sie dir auch Punkt 16:30 Uhr die Tür vor der Nase zu.
Davon mal abgesehen das der Typ von der Deponie sicher seine Anweisungen hat. Hält er sich daran gibt es Ärger mit den "Kunden", ist er großzügig und lässt um 16:31 noch Einen rein gibt es Ärger mit dem Arbeitgeber, und dem Kunden der um 16:32 Uhr nicht mehr Reingelassen wird. Da man immer Irgendeinen verärgert ist die beste Lösung sich stur an die Regeln zu halten, dann werden Alle gleich Beschissen behandelt.
Und vielleicht sollte er mal seine Uhr stellen, geht wohl nach. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
6
Beitrag melden

@4: So sollte es sein! Dann muss man sich auch nicht an die Tageszeitung wenden.

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
5
Beitrag melden

Ich bin ebenfalls der Meinung dass der Mitarbeiter der Deponie richtig gehandelt hat. Natürlich hätte er den Kunden um 16:31 Uhr noch reinlassen können, doch genau diese Kunden kommen beim nächsten Mal um 16:35Uhr und dann um 16:40Uhr usw. "Weil es ja beim letzten Mal auch geklappt hat". Und die Aussage: "Dann muss die Deponie eben geschlossen bleiben" - Eine geschlossene Deponie am Brückentag, wäre wohl der nächste Grund für Herrn Strobel sich zu beschweren. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
4
Beitrag melden

Da kann man nur empfehlen: vorausschauend planen!

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
3
Beitrag melden

Man kann sich nur wundern, wenn man die Kommentare liest. Freundlich und Dienstleistumgsorientiert waren die Mitarbeiter der Mülldeponie Ringgenbach noch nie. Die Unverschämtheiten sind weniger geworden. Das Grundproblem ist aber, dass die Deponie völlig missorganisiwrt ist Aber auch das wundert niemand der weiß, dass sie zum Landratsamt Sigmaringen gehört. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!

 
URL: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Ostracher-aergert-sich-ueber-Deponie-Mitarbeiter-_arid,10750748_toid,494.html
Copyright: Schwäbisch Media Digital GmbH & Co. KG / Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältung und nicht-private Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung.
Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an online@schwaebische.de.