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Optigrün investiert in Bürogebäude

Unternehmen will eine alte Halle in Göggingen umnutzen – Baubeginn soll im Februar sein
Aus dieser schon ziemlich heruntergekommenen Halle soll der neue Bürotrakt der Firma Optigrün International werden.
Jennifer Kuhlmann

Göggingen sz Der Firma Optigrün International AG in Göggingen geht es gut. In den vergangenen zwölf Jahren ist die Mitarbeiterzahl von 15 auf 41 angewachsen. Allein im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 30 Prozent gesteigert werden. Das ehemalige Mehrfamilienhaus, das „Am Birkenstock“ als Firmensitz dient, ist dem Unternehmen längst zu klein geworden.

Ein Jahr hat sich Geschäftsführer Uwe Harzmann Zeit genommen und sich nach einer passenden größeren Immobilie umgeschaut. „Ich habe bei den Bürgermeistern und Wirtschaftsförderern im Kreis nach leer stehenden Bürogebäuden gefragt“, sagt er. Die Sanierung eines bestehenden Gebäudes wäre ihm recht gewesen. „Da ist die Investitionssumme nicht so hoch wie bei einem Neubau.“ Am Standort in Göggingen hänge man bei Optigrün nicht. „Wir hätten unseren Sitz auch in eine andere Gemeinde – nach Sigmaringen oder Mengen – verlagert“, so Harzmann.

Dass das Dachbegrünungsunternehmen jetzt doch in Göggingen bleibt, ist der Tatsache geschuldet, dass Harzmann keine passenden Räumlichkeiten gefunden hat. Vor allem von seiner Anfrage in Sigmaringen hatte sich Harzmann mehr erhofft. „Die Mitarbeiter freuen sich natürlich, weil sich für sie am Arbeitsweg nichts ändert“, sagt Harzmann.

Auf dem Optigrün-Gelände befindet sich eine alte Produktionshalle. Die wird von der Firma selbst schon lange nicht mehr genutzt. Ein Landschaftsgärtner hat seine Maschinen dort untergestellt, ein Teil steht leer. Das soll sich jetzt ändern. Für insgesamt rund 800000 Euro wird die Halle umgebaut und saniert. „Das Dach und die Wände zwischen den Betonpfeilern müssen erneuert werden.“ Entstehen sollen insgesamt 17 Büros mit 34 Arbeitsplätzen sowie Nebenräume. Auf das bestehende Gebäude soll eine weitere kleine Etage gebaut werden. „Die Büros dort brauchen wir momentan noch nicht, wir wollen aber gewappnet sein, wenn wir weiter wachsen“, so Harzmann.

Damit für das Bauvorhaben Gelder aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) beantragt werden konnten, hat Bürgermeister Jochen Spieß sich für eine schnelle Erteilung der Baugenehmigung eingesetzt. „Er hat sich wirklich engagiert, ohne ihn wäre das nicht machbar gewesen“, sagt Harzmann. Im Eilverfahren wurde die Genehmigung auf den Weg gebracht, Ende der vergangenen Woche hat das Regierungspräsidium dem Antrag zugestimmt. Bis zu 120000 Euro kann Optigrün bekommen, wenn die Überprüfung durch Finanzexperten der Hausbank sowie der L-Bank abgeschlossen sind.

Umbaubeginn soll im Februar sein. Das Dach des neuen Bürotrakts soll begrünt und mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. „Die wird dann den Strom liefern, den wir für die Wärmepumpe brauchen“, sagt Harzmann. Weiterhin soll eine großzügige Fassadenbegrünung im Innen- und Aussenbereich zum Einsatz kommen. Der Bau nach einem möglichst guten ökologischen Standard sei ein eigener Anspruch der Geschäftsführung. Das alte Firmengebäude soll außerdem mit einem überdachten Flur mit dem neuen verbunden werden.

Die alten Räume werden nämlich auch weiter genutzt. Insgesamt steht dann eine Fläche von fast 1200 Quadratmetern zur Verfügung. Welche Abteilungen in das neue Gebäude umziehen dürfen, steht noch nicht fest. „Entweder Technik und Einkauf oder Vertrieb und Buchhaltung.“

Was Harzmann besonders freut, ist, dass sich auch die Anwohner für den Verbleib der Firma in Göggingen ausgesprochen haben, indem sie keine Einwände gegen die Umnutzung der Halle äußern. Optigrün arbeitet eben eher im Stillen.

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