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Heroldstatt
Lokales

Oberdorfer: Rechtsaufsicht schaltet sich ein


Da war die Welt in Heroldstatt noch in Ordnung: Im Dezember 2013 stattete der damalige Landrat Heinz Seiffert (vorne) der Gemeinde einen Besuch ab. Von links: Ulrich Oberdorfer, Stefan Freibauer (Leiter des Kommunal- und Prüfungsdienstes), Landrat Heinz Seiffert, Kämmerer Werner Zimmermann und Bürgermeister Karl Ogger.
Da war die Welt in Heroldstatt noch in Ordnung: Im Dezember 2013 stattete der damalige Landrat Heinz Seiffert (vorne) der Gemeinde einen Besuch ab. Von links: Ulrich Oberdorfer, Stefan Freibauer (Leiter des Kommunal- und Prüfungsdienstes), Landrat Hein
Archiv: Steidle

Heroldstatt rau Die Anschuldigungen, die Heroldstatts Noch-Bürgermeister Ulrich Oberdorfer am Freitag in der SZ gegen seinen Amtsvorgänger und die Heroldstatter Verwaltung erhoben hat, beschäftigen nun auch das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises. Die Rechtsaufsicht hat sich eingeschaltet.

Er habe „bewiesene Kenntnisse von Machenschaften innerhalb des Rathauses“, sagte Ulrich Oberdorfer in der SZ am Freitag. Vor allem dieser Passus ließ nun das Landratsamt hellhörig werden. Wie Bernd Weltin, der Sprecher der Behörde, der SZ auf Anfrage am Montag mitteilte, habe sich der Kommunal- und Prüfungsdienst eingeschaltet. Dieser ist eine Abteilung des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises und unter anderem für die Rechtsaufsicht der Kommunen des Kreises zuständig (Leiter: Stefan Freibauer).

Hinweis auf laufendes Verfahren

Oberdorfer hatte in der SZ ausgeführt, dass er von Vorgängen wisse – „insbesondere auch vor meiner Amtszeit“ –, die er als Bürgermeister der Gemeinde Heroldstatt „nicht verantworten und mittragen kann“. Konkreter wird Oberdorfer nicht, jedoch Anlass für das Landratsamt, näher nachzufragen. Laut Weltin habe der Kommunal- und Prüfungsdienst zunächst Ulrich Oberdorfer gebeten, Belege oder sonstige Informationen zu den von ihm angedeuteten Vorgängen vorzulegen. Eine Frist sei dem noch amtierenden Heroldstatter Schultes keine gesetzt worden, jedoch sollten die Informationen „zeitnah“ fließen.

Der SZ hatte Oberdorfer bei seinem Interview Schriftstücke vorgelegt, die aus seiner Sicht Vorgänge im Rathaus in nicht allzu gutes Licht rücken würden. Auch Heroldstatts stellvertretender Bürgermeister Rudolf Weberruß, der aktuell die Amtsgeschäfte führt, wurde vom Landratsamt darüber informiert, dass sich dieses für die Hintergründe möglicher unsauberer Vorgänge im Rathaus interessiert. Weil dies ein laufendes Verfahren sei, wollte er sich am Montag gegenüber der SZ nicht äußern.

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