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Lokales

Not for Sale: Fotos gegen Kinderhandel

Schülerinnen lassen sich für eine Kampagne ablichten – Sponsoren für Plakataktion gesucht
So schlicht wie erschütternd sind die Bilder von Schülerinnen der Realschule St. Elisabeth, mit denen die Häfler Fotografin Lena Reiner das Thema Kinderhandel ins öffentliche Bewusstsein rücken will.
So schlicht wie erschütternd sind die Bilder von Schülerinnen der Realschule St. Elisabeth, mit denen die Häfler Fotografin Lena Reiner das Thema Kinderhandel ins öffentliche Bewusstsein rücken will.
Lena Reiner

Friedrichshafen sz Es ist das Leiden vieler Mädchen weltweit, das Fotografin Lena Reiner in ihrem neuesten Projekt in den Fokus nimmt. Für eine Kampagne gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution hat sie sich mit der Hilfsorganisation Bono-Direkthilfe zusammengeschlossen und fotografiert Mädchen aus der Region. Den Auftakt machten 21 Schülerinnen der Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth in Friedrichshafen.

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Jedes Projekt, das auf sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen aufmerksam macht ist wichtig. Zu bedenken geben möchte ich aber, dass Kinderhandel und Sextourismus nicht nur Mädchen, sondern auch viele Jungen zum Opfer fallen. Den Verweis darauf, dass die Täter auf vollkommen durchschnittliche Weise mitten unter uns leben kann ich nur unterstützen. Im März diesen Jahres stellte Thomas Knecht, ein forensischer Psychiater im TV der Schweiz fest, dass ein Fünftel der Männer von etwas phantasiere, das er als „Sex mit Kindern“ bezeichnete. Abgesehen davon, dass es ähnliche Zahlen für Frauen noch nicht gibt, zeigt dies, wie verbreitet solche sexuellen Vorstellungen und Wünsche sind. Und auch, wenn glücklicherweise nicht jeder gleich seine Phantasien in die Tat umsetzt, dürfte die Zahl an Männern (und Frauen) die sich an Kindern bzw. Jugendlichen vergreifen würden, sofern sich eine günstige Gelegenheit dazu bietet, hoch sein. Der Boom den Kinderpornografie und Pornografie, die Kindesmissbrauch nachstellt im Internet erlebt, ist ein deutliches Zeichen, dass es hier viel aufzuarbeiten gibt.
Natürlich befremden solche Gedanken in der Hinsicht unbedarfte Menschen. Aber wenn wir uns mit sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern beschäftigen, geht es auch immer um Sexualität. Und die ist uns ganz nah. Vielleicht ist deshalb die Angst vor dem Thema so groß.
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen erwachsenen Menschen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden mehr

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