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Biberach an der Riß
Lokales

Neues Biberacher Verwaltungsgebäude bekommt Ziegelfassade

Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik stimmen über Fassade ab – Neubau in der Rollinstraße kostet rund 13 Millionen Euro

So ähnlich wie das Landtagsgebäude in München könnte auch das neue Verwaltungsgebäude in der Rollinstraße aussehen.
So ähnlich wie das Landtagsgebäude in München könnte auch das neue Verwaltungsgebäude in der Rollinstraße aussehen.
Landratsamt

Biberach sz Erneut haben die Kreisräte am Mittwoch über den Neubau des Verwaltungsgebäudes in der Rollinstraße in Biberach diskutiert. Dieses Mal ging es um die Fassade. In der engeren Auswahl standen eine Ziegelfassade und eine geschlämmte Backsteinfassade. Architekt Rolf Gurland stellte sich den Fragen der Kreisräte.

Die Mehrheit, also neun Räte des Ausschusses für Umwelt und Technik, stimmte am Ende für eine Ziegelfassade, wie sie beispielsweise am Landtag in München zu sehen ist. Es gab vier Gegenstimmen. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag in seiner Sitzung am 25. Oktober.

Da das Landratsamt in seinen bisherigen Gebäuden zu wenig Platz hat, hat sich der Kreistag im vergangenen Jahr für ein neues Verwaltungsgebäude ausgesprochen. Sowohl das Verkehrsamt mit Zulassungs- und Führerscheinstelle als auch das Gesundheitsamt sollen einziehen. Insgesamt soll der Neubau voraussichtlich knapp 13 Millionen Euro kosten, einschließlich der Abbrucharbeiten des bisherigen Gebäudes, einer Tiefgarage und der Inneneinrichtung.

Ziegelfassade ist günstiger

Die Kosten für eine Ziegelfassade liegen bei rund 686 000 Euro, während die Backsteinfassade rund 752 000 Euro kosten würde. Anfang Oktober waren die Kreisräte auf einer Besichtigungsfahrt und sahen sich unterschiedliche Fassaden an. „Unsere Fraktion ist sich schnell einig geworden“, sagt Hans Beck (CDU). „Unserer Meinung nach ist die Ziegelfassade kostenmäßig die bessere Alternative.“ Und sie gefalle auch der Mehrheit der CDU. Ähnlich sehen das auch die Freien Wähler: „Wir denken, dass die Ziegelfassade die bessere Fassade ist“, sagt Manfred Lämmle. Außerdem passe sie zur Stadt.

Die SPD-Fraktion sieht das ein bisschen anders: „Neben der Optik und Funktionalität sind für uns auch die Folgekosten von Bedeutung“, sagt Martina Miller. „Wir finden die geschlämmte Backsteinfassade vandalensicher und auch Ausbesserungen lassen sich unserer Meinung nach leichter erledigen.“ Außerdem habe sie das natürliche Erscheinungsbild der Backsteinfassade überzeugt. Da kann Josef Weber (Grüne) nur zustimmen: „Die Backsteinfassade wäre ein mutiger Schritt und hätte ein Alleinstellungsmerkmal, das wäre eine gute Geschichte.“ Am Ende wurden sie dennoch überstimmt: Wenn es nach der Mehrheit des Ausschusses geht, wird es die Ziegelfassade.

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Kommentare (1)
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Ich lach mich tot ! Zu wenig Platz ??? Das ehemalige Kaufhaus X vor ein paar Jahren komplett gefüllt und immer noch zu wenig Platz ????
Es wird wohl an vielen liegen , die in der freien Wirtschaft versagt haben und dort eine ruhige Kugel schieben ? Weniger ist oft mehr , mal ausmisten würde bestimmt nicht schaden ? mehr

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