8
Schwäbische.de Schwäbische.de
Wolkig 18
Friedrichshafen
Lokales

Nach Schorndorf: So werden Feste in der Region geschützt


In der Hindenburgstraße wurden sogenannte „Roadblocker“ gegen Terroranschläge aufgestellt.
In der Hindenburgstraße wurden sogenannte „Roadblocker“ gegen Terroranschläge aufgestellt.
Gerd Mägerle

Region Die Krawalle beim Volksfest in Schorndorf werfen einmal mehr die Frage auf, ob ausreichend für die Sicherheit von Festbesuchern gesorgt wird. Veranstalter in der Region setzen unter anderem auf "Roadblocker" und sogenannte "unsichtbare" Maßnahmen – der Überblick:

  • Tausende Besucher werden ab dem Wochenende wieder zum Ravensburger Rutenfest erwartet. Polizei und Veranstalter kündigen ein verschärftes Sicherheitskonzept an, das nach jedem „Ereignis“ aktualisiert und angepasst werde. Die Polizei setzt vor allem auf verstärkte Personenkontrollen und ruft die Besucher zu „Zivilcourage“ auf. Bei verdächtigen Beobachtungen sollen die Sicherheitskräfte informiert werden. Einzelheiten zum neuen Konzept sollen aber nicht öffentlich gemacht werden.
  • Für den Ravensburger Christkindlesmarkt erabschiedet der Gemeinderat am Montag ein neues (inhaltliches) Konzept, das vom Thema Sicherheit geprägt wird: Der südliche Marienplatz bekommt Durchfahrtssperren, um einen Anschlag mit einem Lkw zu verhindern. Dafür muss allerdings der Bus- und Taxiverkehr umgeleitet werden.

  • Beim Biberacher Schützenfest gibt es seit Jahren ein Sicherheitskonzept, das die Stiftung Schützendirektion zusammen mit der Stadt und den Blaulichtorganisationen regelmäßig an aktuelle Gegebenheiten anpasst. Die letzte Abstimmung hierzu erfolgte Anfang Juli, wenige Tage vor Festbeginn. Großen Wert wird dabei auch auf die Einhaltung des Jugendschutzes gelegt. Auf dem Festplatz Gigelberg gibt es einen eigenen Ordnerdienst. Erstmals zum Einsatz kommen in diesem Jahr in Biberach sogenannte "Roadblocker". Dabei handelt es sich um massive, zertifizierte Straßensperren, die Terroranschläge mit Fahrzeugen verhindern sollen. Diese werden vor allem bei "statischen Veranstaltungen" des Schützenfests eingesetzt, bei denen sich viele Menschen lange Zeit am selben Ort aufhalten. "Manche Besucher finden es zwar traurig, dass es das braucht", sagt Michael Mutschler, Geschäftsführer des Rettungsdiensts im Kreis Biberach. Die Maßnahme werde aber akzeptiert.

  • Auf für das derzeit laufende Seehasenfest und das Kulturufer Ende Juli in Friedrichshafen haben die Behörden vorgesorgt. Das Sicherheitskonzept umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen. Ein Teil richtet sich dabei gegen mögliche terroristische Anschläge. Wie bereits beim Narrensprung sollen auch für das Seehasenfest und das Kulturufer Barrieren aufgestellt werden, die verhindern, dass jemand mit einem Auto oder Lastwagen in Menschenmengen fahren kann. Neben den sichtbaren Maßnahmen gibt es auch unsichtbare. Speziell geschulte Beamte sollen beispielsweise darauf achten, dass kein Alkohol an Kinder und Jugendliche ausgeschenkt wird. Sollten Besucher verdächtige Gegenstände oder Personen bemerken, bittet die Polizei, sie sofort zu melden.

Ihr Kommentar zum Thema
Kommentare (8)
8
Beitrag melden

In drei bis fünf Jahren wird es zur täglichen Realität gehören, dass bei solchen Festen die Sicherheit nicht mehr garantiert werden kann, zu groß werden die Spannungen unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
7
Beitrag melden

Traurig, in was für einer Welt und Zeit leben wir eigentlich? Diese Maßnahmen wären vor ein paar Jahren undenkbar gewesen. Es ist unfassbar, dass die Politik derart wegschaut. Wie kann man die Ursachen für diese Entwicklung immer noch schön reden bzw. verleugnen?! mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
6
Beitrag melden

zu 3. immer schön die Realität ausblenden! Das wird dann schon!

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
5
Beitrag melden

@ 3, wer wegschaut wird selbst zum Täter!

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
4
Beitrag melden

@3, Rhetorik ist heute wichtig! Probleme werden nicht mehr gelöst, sondern schön geredet! Das Versagen der Zuwanderungspolitik ist offensichtlich!

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
3
Beitrag melden

Die Überschrift ist irreführend. Die genannten Konzepte zur Sicherheit gibt es wie in Biberach schon seit vielen Jahren - und nicht "nach Schorndorf". Im übrigen kann man heute lesen, dass die Polizei die Zahl der Migranten in Schorndorf relativiert habe. Da waren zunächst vor allem besoffene deutsche Abiturienten und Realschüler, die ihren Abschluss oder sonst was gefeiert haten und die haben sich nicht einfach in Luft aufgelöst. Zunächst sollte mal die Auswertung ganz abgewartet werden, bevor unkluge Schlüsse gezogen werden, vor allem bei denen mit Feindbild Flüchtlinge.
@2 aus dem Haus gehen meiden, Sie könnten z.B. die Treppe runter fallen und sich ernsthaft verletzen.
@1 das stimmt ja einfach nicht, was Sie da schreiben. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
2
Beitrag melden

Feste und Menschenansammlungen meide, wer noch halbwegs klar bei Verstand ist. Es kann einen nämlich inzwischen überall erwischen, wie man sieht.

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!
1
Beitrag melden

In ein paar Jahren wird kein Geld mehr da sein um die Sicherheitsvorkehrung zu finanzieren.So wird es dann die eine oder andere Veranstaltung nicht mehr geben.Es ist traurig was aus diesem Land geworden ist.Aber das alles interessiert unsere Politiker nicht,ihre Feiern und Feste sind abgesichert und da spielt Geld keine Rolle. mehr

Bitte geben Sie den Grund der Meldung ein:

Bitte geben Sie mindestens 10 Zeichen ein!

 
URL: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Nach-Schorndorf-So-werden-Feste-in-der-Region-geschuetzt-_arid,10703630_toid,310.html
Copyright: Schwäbisch Media Digital GmbH & Co. KG / Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältung und nicht-private Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung.
Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an online@schwaebische.de.